Rossi oder Rubeus, Giovanni Antonio

Rossi oder Rubeus, Giovanni Antonio, Edelsteinschneider und Medailleur aus Mailand , einer der vorzüglichsten Künstler seiner Zeit. Vasari sagt, er habe sich durch einen Cameo mit den Bild- nissen des Grossherzogs Cosimo I. und seiner Gemahlin berühmt gemacht, und dass er wirklich für den Hof zu Florenz gearbeitet habe, beweiset auch ein Schreiben an den Herzog, welches vor datirt und bei Gaye (Carteggio inedito I. Nro. 12) abgedruckt ist. Dann haben wir von Rossi auch mehrere Bildnissmedaillen, wie jene der Päpste Marcellus II. und Paul IV., die nicht durch Abbildung bekannt sind. Weiter erwähnen wir:

  1. Medaille auf Giovanni Battista Belli, bekanntgemacht von G. Mazzuchelli.

  2. Zwei Medaillen mit dem Bildnisse Heinrich II. von Frank- reich. In Abbildung gegeben von F. von Mieris [Taf. 42]. Sie gehören zu den schönsten Arbeiten des Meisters.

Wir haben von Rossi auch mehrere Medaillen mit Bildnissen der Päpste Pius IV. und V. Die im Fesor de Numismatique et de Glyptique, Med. des Papes pl. 13—15 abgebildet sind:

  1. Pius IV. Pontifex Maximus. Rev. Aqua Pia, nach der Ansicht der in seinem Pontificate erbauten Fontaine.

  2. Pius V, Pontifex Maximus. Rev. Foederis Fae Tita- cas Sanctio. Diese Medaille wurde 1570 geprägt, als sich der Papst, der König von Spanien und die Republik Vene- digi gegen Soliman II. verbünden. Der Künstler nennt sich: »Johannes Antonius Rubeus, wie auf der folgenden Medaille.

  3. Pius V. Pontifex Maximus, Ravenna . Medaille wurde später gestanzt zum Andenken an die Segnungen nach beendigtem Krieger,

  4. Pius V. Pontifex Maximus, Ravenna. Medaille, während des Sturzes zu Schiff.

  5. Pius V. Pontifex Maximus, Ravenna. Feuille Potentiam in Brachio suo Dispersit. Anspielung auf den Sieg über die Hugenotten 1560. Es gibt noch mehrere andere Medaillen auf Pius V.; die teilweise auch von Rossi herrühren dürften. Rossi, Giovanni, Architekt, war 1616 zu Rom geboren, wohin sein Vater Lazarus von Brembate im Gebiete von Bergamo gezogen war. Er genoss in seiner Jugend nur ungenügenden Unterricht im Zeichnen, und daher musste er sich auch noch fremder Zeichner bedienen, als er durch unermüdetes Betrachten der Bauwerke Roms schon selbst ein erfahrener Baumeister geworden war. So fertigte nach seinen Angaben ein anderer den Plan des Pallastes d'Asta (Bernuccini) auf dem Corso, dessen Fassade man für eines der schönsten Werke Roms hält, d. h. im überladenen Geschmacke damaliger Zeit. Milizia rühmt den Palazzo Altieri als geschmackvoll und prächtig, und bedauert nur, dass er aus zwei verschiedenen Bauten zu bestehen scheine, indem eine Hälfte auf dem venetianischen Platze, und die andere auf der Piazza al Gesu auf ungleichen Terrains sich erhebt. Dann baute er auch die Paläste Astalli und Muti, das Ospedale delle Donne zu St. Johann im Lateran, die Kirche der hl. Magdalena, die Capelle del Monte di Pieta etc. Rossi erwarb sich durch seine besonders als bequem und zweckmäßig gepriesenen und schön verzierten Bauten grosses Vermögen, welches er zu wohltätigen Zwecken bestimmte. Starb 1650.

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