Rossi oder de Rubeis, Domenico

Rossi oder de Rubeis, Domenico, Maler und Radierer , arbeitete

im 17. Jahrhunderte in Rom , vielleicht als Zeitgenosse des jüngern Jakob Stella, der starb. Es gibt auch einen Kunst-

verleger dieses Namens ; der mit diesem Stecher gleichzeitig zu seyn scheint, wenn er nicht eine Person mit ihm ist. Mit seiner Adresse findet man ein Blatt des Julius Roscius. Zani, VII. 277 erwähnt folgendes Blatt von dem erstern:

  1. Der Fleischnam Christi am Fusse des Kreuzes, nach J. Stella, gr. fol. ROSSI, Domenico, Architekt von Mailand aus dem Lombardei , hatte in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Venedig Ruf. Er baute daselbst die Jesuitenkirche, die Pfarrkirche St. Eustachius u. s. w. Starb 1647 im 60. Jahre. Ein römischer Baumeister die- ses Namens, der Bruder des Mattia Rossi, starb im 44. Jahre. Rossi, Enea, Maler von Bologna , war Schüler des Lud. Carracci, und ein lobenswürdiger Künstler. Er malte für Kirchen und Pri- vate. Blühte um 1604. Rossi, Filippo, Maler, der Vater des Francesco Rossi de' Salviati, angeblich Schüler des Perugino, ist nach seiner Leistung unbe- kannt. Er arbeitete zu Anfang des 16. Jahrhunderts. Rossi oder de Rubeis, Filippo, Kupferstecher oder Kunstver- leger zu Rom, wird von Heinecke (Hildes generale p. 70) erwähnt, und zwar als derjenige, welcher 1647 die zweite Auflage der Aedes Barbarinae a. H. Tetio descriptae besorgt hat. In ähnlichem Ver- hältnisse steht auch Lorenzo Filippo Rossi. ROSSI, Francesco, Maler, genannt Cecchino de' Salviati, wurde 1510 in Florenz geboren, und als der Sohn eines Malers, Namens Filippo (nach Andern eines Sammetfabrikanten Michelan- gelo) sollte auch er die Malerei erlernen. Er trat zu diesem Zwe- cke in die Schule des A. del Sarto, wo damals auch Vasari seinen Studien oblag, der mit Rossi Freundschaft schloss, die er sein ganzes Leben bewährte. Später arbeiteten diese beiden Künstler auch einige Zeit unter Leitung des B. Bandinelli, allein sie folg- ten ausschliesslich der Richtung des Michelangelo, wie eine Menge anderer Künstler ihres Jahrhunderts, von welchen zahlreiche gross- räumige Wandmalereien herrühren, affektirte, geistlose und ma- nierirte Gebilde. Auch Salviati's Wirken war kein ganz glückli- ches, obgleich er als kühner Praktiker, der in seinen Wandbil- dern die Anforderung seiner Zeit vollkommen befriedigte, auch in einzelnen Staffeleibildern Treffliches geleistet hat, wenn er dabei seine gründlichen Studien in der Zeichnung, seinen reinen Sinn für Wahrheit und Schönheit der Natur walten, und sich nicht von der prahlenden Handwerklichkeit der Zeit hinreissen liess. Dieses Treiben wurde aber damals nicht als Fehler angesehen; im Gegentheil als Vorzug erhoben, und somit gelten bei Vasari viele Künstler seiner Zeit als Meister ersten Ranges, worunter er sich selbst zählt, obwohl er als Maler zu den leichtfertigsten gehört, Den Salviati preist er als den besten Künstler seiner Zeit in Rom, wo dieser viele Malereien ausführte, besonders im Auftrage des Hauses Salviati, woher Rossi den Beinamen führt. Das Bildniss der Nichte des Cardinals Salviati, und jenes ihres Gemahls grün- deten seinen Ruf, welchen er als Portraitmaler in viel höherem Grade verdient, wie als Wandmaler, wo ihm nicht unmittelbar die Natur vorlag. Dann malte Rossi auch in den Pallästen der Farnese, und des Riccio, welche ebenfalls den Künstler begün- stigten. Durch Vermittelung seiner Gönner wurden ihm auch die

Cain's Brudermord, wie der Ewige dem Mörder zuruft. F. Sal- viati inv. Von einem alten anonymen Meister, gr. 8.

Bathseba im Bade von ihren Dienerinnen umgeben, und von David belauscht, nach dem Bilde der Florentinischen Gallerie von C. Mo- ralli gestochen. Giuseppe Porta del Salviati hat diese Darstelluns in Holz geschnitten, und das Blatt: Francesco Salviato bezeich- net, wesswegen einige diesen Formschnitt dem Salviati selbst be- legen wollten. Der Besuch der Maria bei Elisabeth, figurenreiche Compo- sition, von B. Passarotti breit geätzt. (Vgl. Passaroti Nr. 2). G. Or- si hat diese Darstellung von der Gegenseite gestochen, wo die Haup'

ebenfalls von der Gegendseite, lauter schöne Blätter, Das Frescobild ist in S. Giovanni della Misericordia zu Rom.

Die Jungfrau Maria. Im Helidumke! von Andrezioni.

Die Szene Christi, reiche Composition, Johannes links knend, rechts ein Engel. Ph. Thomassin stach diese Darstellung und dedicirte sie dem Ant. Sarzetto. Der Stich des C. Cort enthält eine an- dere Composition. Da erscheint Johannes rechts. Ein anderes Blatt zur Taufe Christi hat Luca Bertelli's Adresse.

Die heil. Familie mit mehreren Firieren, die dem Kinde Ge- schchenke bringen: wunderbare Lieblichkeit.

Die Hochzeit zu Cana, sehr reiche und schmiegsame. von H. Golzius und J. Matham gestochen, mit Zuignung an Jakob Divewerd, aus zwei Blattern bestehend.

Christus erscheint den Jüngern und spricht zu Thomas, der

vor ihm hnet, schönes Bild aus der Arundel'schen Sammlung, von W.-Buerger stochten.

Mondedehun an Cosmus IL von Florenz, undfolgec- der Bezeichnung: Franciscus Flor« Jo. Card. Salviati Alumn: i ma. Exsca. Parm. (Vico) exzcid. Aus zwei Blattern bestehend.

Die Marter der heil. Catharina , gestochen von M. Karteras.

Apollo schindet den Marsyas, von M. oder A. Meier gestochen.

Die Geburt des Adonis, mit Diana und ihren Nymphen, an- geblich von N. Beatrice gestochen, nur mit Ant. Latrery Sequim formis bezeichnet, grosses und seltenes Blatt.

Das Opfer der Iphigenie in Aulis. Gestochen von N. Bratrice, Jüngere legen die Composition dem Michel Angelo, Bandinelli oder FP. del Yaga Del.

Venus aus dem Bade steigend und von Amor getrocknet, im Mezzotinto von Philipps.

Eine Versammlung von Mannern und Frauen, in der Mitte ein junger Mann mit einer Himmelssphare, nach Einigen von un- serm Künstler, nach Andern von Joseph Salviati, von Marco di Bavenna gestochen.

Eine Versammlung von nackten Figuren, in freier Stellung, von Michelini nach einer Zeichnung gestochen.

Der Friede mit verlöschter Fackel über den zu seinen Füßen legenden Feinden thronend, nach einem Frescobild im Palazzo Vecchio von G. B. Galli gestochen, für die Etruria pittrice.

Ein Kind mit zwei Schwänen, Facsimile einer Zeichnung von Michelini.

Nackte männliche Figuren, in Episcopii Paradigmata.

Eine Sammlung von emblematischen und allegorischen Figuren, nach der Zeichnung Salviati's (nach andern Parmegianino's) von Enea Vico gestochen, und von Bartsch im Werke des letztern Nro. 59 verzeichnet.

Einige Blätter mit reich verzierten Messerheften von Ch. Alberti und Sadeler gestochen.

Boschi, Francesco di, Maler von Mantua, arbeitete in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Von ihm und F. Crivelli rühren die Gemälde einer handschriftlichen Bibel auf der Bibliothek in Mo- dena her. Breitkopf (Gesch. d. Schreibkunst S. 150) giebt an, dass für diesen Codex 15375 Ducaten bezahlt worden seien, was dieses aus einer herzoglichen Kammerrechnung,

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