Rosenberg, Johann Georg

Rosenberg, Johann Georg, Landschafts- und Bildnissmaler, der Vetter des Obigen, geboren zu Berlin 1730, war Schüler von Fech- helm und von J. G. Bibiena, kam aber später unter Leitung des B. Rode, bei welchem er in der Oelmalerei sich auszubilden suchte, Allein seine folgenden Arbeiten zogen ihn davon fast ab, indem sich ihm früh Gelegenheit bot, durch Decorationen bei öffentlichen Feierlichkeiten sich einen Namen zu machen. Später reiste er nach Frankreich und nach Holland , und malte bei dieser Gele- genheit verschiedene Decorationen für Schaubühnen. Noch zahl- reicher waren die Decorationen, die er für die Schaubühnen in Hamburg , Danzig , Königsherg und Braunschweig malte. Im Jahre 1775 kehrte er wieder nach Berlin zurück, und verblieb da bis an seinen 1808 erfolgten Tod. Er fing jetzt wieder an in Oel zu ma- Jen , besonders Bildnisse und Landschaften , ist aber immerhin als Zeichner und Kupferstecher rühmlicher bekannt. Für den Fürst- Bischof von Ermeland zeichnete er über 100 Bildnisse nach dem Leben und malte auch solche in Oel und Pastell. Dann malte er auch verschiedene Ansichten von Gebäuden, Plätzen und Strassen Berlins , welche damals großen Beifall fanden, da vor ihm Bilder ähnlicher Art wenig gemalt wurden. Ferner malte Rosenberg Land- schaften mit Vieh, Schlachtstücke und Bivouacs. In ersteren nahm er P. Potter, in den anderen Wouvermans zum Vorbilde. Mit be- sonderer Vorliebe zeichnete und malte er Pferde. Auch Darstel- lungen aus der Vaterlandsgeschichte malte er. Rosenberg war Mitglied der Akademie zu Berlin. Crusius hat sein Bildniss gestochen. Auch Landschatten, Theaterseenen und Bildnisse sind nach ihm gestochen worden.

Er radirte 20 Blätter mit Ansichten von Plätzen und Märkten der Stadt Berlin, die 1786 daselbst bei Morino colorirt erschienen und 20 Thlr. kosteten.

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