Rordolf, C. Kupferstecher von Zürich , bildete sich unter Leitung von J. J. Wetzel zum Künstler , und ist als solcher schon seit mehreren Jah- ren bekannt. Er stach: verschiedene Ansichten, mehrere in Aberli- scher Manier, wie jene Nr. 1 und dann solche in Aquatinta, wie in den unten genannten malerischen Reisen.
- 12 Elbeansichten, nach Zeichnungen von Wetzel u. A., im Verlage des Kunsthändlers Weiss zu Dresden, 1828, qu. fol.
Es gibt auch colorirte Abdrücke.
Mehrere Blätter in den Voyages pittoresques aux lacs de la Suisse etc. 137 Ansichten nach Wetzel, in Aquatinta und in Farben ausgeführt, von J. Suter, Rordorf, F. Hegi. Zü- rich 1820 — 28, fol.
Sammlung von 116 Ansichten der Schweiz , nach der Natur
gezeichnet von Meyer, Korradi, Kälin, Rordorff, u. a. Zü+ rich bei Füssli und C. qu. 4.
- Malerische Ansichten durch die Insel-Rügen, nach Zeich- nungen von W. Brüggen, 1853.
Aorich, s. Rohrig.
Aoritzer, Conrad und Wolfgang, zwei Architekten , die im 15. Jahrhunderte am Dome in Regensburg thätig waren, und nicht geringen Antheil an dessen Vollendung hatten. Die Zeit, zu wel- cher der Dom gegründet wurde, lässt sich nicht genau bestimmen, Gemeiner Chronik vom Regensburg III 441 glaubt, dass derselbe unter Bischof Conrad V. geschah. Der alte Dom brannte aber 1152 ab, 1273 auch der neue, und 1275 begann Bischof Leo den dritten Bau. Kugler (Handbuch S. 555) nennt als Baumeister den Andreas Egl, allein vom alten Baue scheint nicht viel mehr übrig geblieben zu seyn, indem damals der Dom erweitert wurde, wahrscheinlich in der Ausdehnung, wie er jetzt sich zeigt. Im Jahre 1448 war der jetzige Dom im Bau begriffen, denn es gibt eine von Küssel gestochene alte Abbildung desselben, wo am letz- ten Pfeiler hinter der Sakristei diese Jahrzahl steht. Als Dommei- ster wird 1459 Conrad Roritzer genannt, ein tüchtiger Mann, der in einem Schreiben des Rathes von Nürnberg, d. d. 1460 (Gemei- ner III 422 Nota.) auch »Obristmeister der St. Lorenzkirche in Nürnberg genannt wird. Im Jahre 1462 wurde er auch beim Baue der St. Stephanskirche in Wien consultirt. Sein Todesjahr ist un- bekannt, die Vollendung des Hauptbaues dürfte er aber kaum er- lebt haben. Im Jahre 1482 war aber der Dom grösstentheils vol- endet, was eine Aufschrift des Frontispitzes besagt. Nach Conrad Roritzer erscheint Wolfgang Roritzer als in seiner Kunst hoch- geachteter, aber unruhiger Mann. Er liess sich 1514, damals noch Oberbaumeister, in ein Complot ein, und wurde als einer der Radel- führer gefänglich eingezogen. Stabius verschaffte ihm Freiheit und ein kaiserliches Geleit, womit sich Roritzer so sicher glaubte, dass er selbst wieder nach Regensburg zurückkehrte; allein dieser Schritt kostete ihm das Leben. Er wurde gefangen genommen und mit
Abb. des Domes s. Popp und Büleu, die Architektur' des Mittel-
alters in Regensburg,
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_aOGNgqRCyr4C/