Rondelet, Guillaume, Bildhauer , lebte zur Zeit des Philibert De l'Orme in Frankreich , und war bei der Ausführung des neuen Schlosses zu Fontainebleau thätig. Unter Delorme's Leitung führte er in der Gallerie daselbst ein Kamin aus, welches als ein Meister- stück damaliger Zeit betrachtet wurde, aber zu Grunde ging. In der Mitte des nach ionischer Ordnung errichteten Camins sah man das französische Wappen mit Guirlanden, und acht Fuss hohe bronzene Satyren mit Fruchtkörben trugen das Ganze. Im Jahre 1793 wurde das Erz dieses ungeheuren Camins in die Canongie- esserei gebracht und teilweise zu Kupfermünzen verwechsel. Napo- leon liess an der alten Stelle zwei jonische Säulen in Stuc errichten. Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt, so wie seine Lebensverhältnisse im Dunkeln sind. Er könnte auch Maler ge- wesen seyn, und mit jenem Jean Guillaume Rondelet, dessen Gault de St. Germain und Fiorillo unter den Zeitgenossen des Rosso und Primaticcio erwähnen, eine Person. Bartsch will auch von einem Kupferstecher Guillaume Rondelet, welche der Schule von Fon- tainebleau angehört, Kunde haben. Dieser könnte dann in Jean Guillaume Rondelet zu erkennen seyn, wenn Felibien nicht Recht bat, der aus Jean und Guillaume Rondelet zwei Maler macht, die unter Primaticcio in Fontainebleau arbeiteten. Wenn diese Annahme Grund hat, so ist der Bildhauer der ältere von diesen, die dem Ph. de L'Orme erst folgten. Die Blätter dürften einem G. Rondelet angehören.
Folgende Blätter:
Jupiter auf Wolken befiehlt dem Merkur, auf die Erde herunter zu steigen. Letzterer ist links und gegenüber einer Gottin. Rechts unten liest man: Bol (Primaticcio) 1647. Dieses Blatt ist au Geschmack von Leopardi. Thiry behandelt 12 Z. 8 L. 12 Z. 0 L.
Eine Landschaft im Ovale, mit einer Einfassung mit Figuren. Die Buchstaben GR (verkehrt) sind in der Mitte. Dieses Blatt schreibt: Bartsch (B. 4t. XVI. p. 425 Nro. 120) bestimmt dem Rondelet zu H. 7 Z. 3 L., Br. 8 Z. 14 L.
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