Roncalli, Cristofano, genant il Cavaliere delle Pomerancio, war
seinem Geburtsorte Pomerancio, war Schüler von Niccolò dell'Arca
und anfangs dessen Kunstgefährte, nur schade, dass beide nichts Aus- gezeichnetes leisteten. Indessen findet Lanzi dennoch einige Bilder vortreflich, bemerkt aber, dass sich Roncalli in Feldern und Gründen, in den ver- kürzten Köpfen, den vollen und runden Gesichtern zu sehr wiederhole." Seine Zeichnung nennt er ein Gemisch von Florentinischem und Römischem. In Wäa- tgemälden üte er ein heitere Colorit, in Oelgemälden brauchte er ernstere und genüsslichere Tinten und verband sie zu ei- nem allgemeinen ganz ruhigen und sanften Tone. Auch brächte er gerne anmußige Landschaften an. So bemerkt Lanzi, und
dann zählt er einige der besten Bilder des Meisters auf. Darunter
gehört der Tod der Saphira und des Ananias, in St. Maria degli
Angeli in Rom , in der St. Peterskirche daselbst in Mosaik wieder- holt, im zweiten Mosaik daselbst stellt die Darstellung im Tempel dar, woher die Capelle den Namen Capella della presentazione hat, Das Original ist in St. Maria degli Angeli. In dieser Kirche sind auch noch andere Bilder nach Cartons dieses Künstlers in Mosaik
gesetzt, besonders jene der Kuppel der Clementina; Im Lateran ist die Taufe des Chierico, ein grosses Gemälde von Roncalli. Dann schmückte Roncalli unter Gregor XI die zweite Arkadenreihe des ersten Stockes der Loggien auch mit Arabesken, die sich aber von denen des Gio. da Udine sehr entfernen. Sein ausgezeichnetstes Werk ist die Kuppel von Loreto, wo er viele Figuren anbrachte, und besonders die Propheten großartig zeichnete. Im Schatze die- ses Heiligthums malte er mehrere Scenen, aus dem Leben der heil. Jungfrau, die aber nicht alle gleich gut sind, besonders in Rück- sicht auf Perspektive. Diesen bedeutenden Auftrag bekam er durch die Gönnerschaft des Cardinals Crescenzi mit Caravaggio zugleich, der ihm dafür durch einen seiner Mörder das Gesù's Herz zerfetzen liess, und mit Guido Reji, der darauf seine Rache suchte, dass er sich der Bevorzugung würdig zeigte. Später war Roncalli in den Städten von Picena sehr beliebt, welche desshalb voll von seinen Bildern sind. Die heil. Palazina in deren Kirche zu Osimo, in St. Severin das Noli me tangere und in S. Agostino zu Ancona zählt Lanzi zu Roncalli's auserlesensten Bildern, und für dessen bestes
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