Romney, George, Historien- und Bildnissmaler, einer der ausgezeich- neten Künstler seiner Zeit, wurde 1734 zu Dalton geboren, wo sein Vater Landbaumeister war, der desswegen seinen Sohn ebenfalls in die Zeichenschule schickte. Nebenbei betrieb der junge Romney auch Musik , wozu er bedeutende Anlage hatte, aber dennoch war seine Neigung zur Malerei vorherrschend. Hierin er- theilte ihm ein obscurer Maler, Namens Steele, Unterricht, doch war Romney bald soweit, dass er als wandernder Portraitmaler sein Brod verdienen konnte. Im Jahre 1762 liess er sich in Lon- don nieder, und fand da viele Beschäftigung. Es wurden ihm für den Kopf fünf Guineen bezahlt, allein Romney sah jetzt nicht mehr ausschliesslich auf den Erwerb durch die Bildnissmalerei, sondern trachtete auch im historischen Fache sich auszubilden. Im Jahre 1763 gewann er mit seinem Gemälde, welches den Tod des Gene- ral Wolff vorstellte, den zweiten Preis der Society for the Encou- ragement of Arts and Sciences, und bald darauf den ersten Preis für das Gemälde, welches den Tod des Königs Edmund zum Gegen- stande hat. Endlich beschloss er die Meisterwerke der italienischen Kunst zu studiren, und reiste zu diesem Zwecke 1775 mit Ozias Humphrey nach Italien , wo er zwei Jahre blieb. Nach seiner Heim- kehr ward Romney bald der Maler der Mode, und ein Kritiker sagte zwar, dass seine Zeit für ihn, und er für seine Zeit ge- eignet sei, sicher ist nur, dass Romney in einer besse- ren Epoche lebte. Er hatte Sinn für Einfachheit und Großheit, ein feines Ge- fühl für Schönheit der Natur, und schon in seinen früheren Wer- ken ist das Streben nach höherer Bedeutung der Kunst unver- kennbar. Allein in Hinsicht auf Schönheit und Correctheit der Form, auf Harmonie der Farben, auf glückliche Anwendung des Helldunkels, auf allgemeine Haltung leistete er erst in seiner spä- teren Periode das Einzige Vorzügliches, indem es ihm in Italien durch die Betrachtung der Classiker der neueren Malerei und der alten Plastik klarer geworden war, dass die Kunst seines Jahrhun- derts die Richtung zum Unwahren noch weiter verfolgte, als je. Er richtete jetzt sein Hauptaugenmerk auf die Ergebnisse älter Plastik, sammelte Abgüsse und Modelle aller Art, zeichnete nach denselben, beobachtete dann die Wirkungen des Lichtes, trieb auch ein eifrigeres Studium nach der Natur, und brachte es auf solche Weise zu einem glücklichen Resultate. Er hat viele werthvolle Bil- der geliefert, besonders eine Menge Bildnisse. Er nahm für sol- che in einem Jahre 3635 L. St. ein. Dann malte er auch viele
Mr. Ramus (gestochen von Dickinson), Miss Yates Pls., tragische Muse und Mr. Humphrey (gestochen von W. Green), eine junge Dame, (gestochen von J. R. Smith unter dem Titel: A Muse), Serena junge Dame (gestochen von Smith), Richard Cumberland (gest. von W. Green), die Gräfin von Carlisle (gest. von J. Walker), die Grä- fin Elisabeth Derby im Park (gest. von Dean), Miss Cumberland (gest. von Smith), Isabella Hamilton, jüngere Tochter des Earl of Sefton (gest. von Walker), Miss Ann Parr (gestochen von Dean) Lady Stormont (gestochen von Smith), die Gräfin von Warwick im Park (gestochen von Smith), Miss Woodward (gestochen von Wal- ker), Admiral Sir Hyde Parker (gest. von Walker), Charles, Herzog von Richmond (gest. von Watson), Sir Hyde Parker, Vice- Admiral (gest. von Townley), Mr. Humphrey (gest. von W. Green), Admiral August Keppel (gest. von Dickinson), Lord Grantham (ge- stochen von Dickinson), Joseph Tadeaneega, Heerführer der Mo- hawks (gest. von Smith) etc. Alle diese Blätter, und mehrere an- dere, wurden zu ihrer Zeit ausserordentlich gerühmt.
Romney wohnte von 1775 — 1796 in Cavendish Square, und obgleich er zwanzig Jahre Ruhm behauptet hatte, wurde er doch nicht Mitglied der kgl. Akademie. Er stellte auch nie ein Bild in den Räumen derselben aus. Im Jahre 1797 war er noch thätig, al- lein auf die vielen Anstrengungen erfolgte endlich ein Schlagan- fall. Deswegen begab er sich 1796 nach Dalton in Lancashire und starb daselbst 1802. A. Cuningham beschrieb das Leben die-
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