Roman, Jean Baptiste Louis

Roman, Jean Baptiste Louis, Bildhauer, wurde zu Paris ge- boren, und von Cartellier unterrichtet; unter dessen Leitung er solche

Fortschritte machte, dass er schon 1812 beim Concurs des Instituts

den zweiten grossen Preis erhielt. Im Jahre 1816 wurden ihm mit dem

ersten grossen Preise die Mittel zu Theil, in Rom seine Studien fortzusetzen, von wo aus sich in kurzer Zeit sein Ruf verbreitete, da die Werke, welche er zur öffentlichen Ausstellung nach Paris schickte, einen Künstler von grossem Talente beurkundeten. In der

Kirche von St. Sulpice zu Paris ist von ihm eine Statue des hl. Vic-

tor in weichem Materiale. Ein Werk in Marmor findet man in

der Galerie des Luxembourg, welches Nisus vorstellt, wie er ster- bend auf der Leiche seines entseelten Euryalus liegt, nach dem zehnten

Gesange der Aeneide. Von dieser Gruppe sagt Waagen (Kunstwerke

etc. II. 755), dass sie wohl ein gründliches Wissen und energi-

sches Gefühl des Künstlers darlege, es seyen aber doch die Linien zu wenig glücklich, die Bewegungen zu übertreiben, die Falten zu styllos, um befriedigen zu können. Roman führte diese Gruppe auf

Befehl des Ministeriums in Marmor aus, so wie die Büste des Gi-

rodet - Trioson. Am Börsengebäude ist die 12 F. hohe Statue der

Klugheit sein Werk, an der Fontaine de Bastille die Statue der

Garonne, und in Trianon die Statue eines jungen Mädchens. Im

Hofe des Louvre sind zwei Basreliefs, die Erde und das Feuer vor-

stellend, von ihm gearbeitet, so wie diejenigen, welche die Fische-

rei und die Jagd repräsentiren.

Im Jahre 1831 führte er mit Petitot das Monument aus, wel- ches zum Andenken an die bei Quiberon Gefallenen gesetzt wurde. Später erhielt er den Auftrag, die Modelle zu den Statuen der er- sten Kuppel der St. Madeleine zu verfertigen, der Künstler brachte aber die Arbeit nicht zu Ende, da ihn 1835 der Tod überholte. Rude übernahm die Vollendung dieser Modelle. Auch die Statue des Cato, welche Roman begonnen hatte, vollendete dieser Künst- ler. Der Verstorbene wurde 1827 Ritter der Ehrenlegion und 1831 Mitglied des Instituts.

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