Romagnesi, Joseph Anton, Zeichner und Bildhauer , wurde 1770 zu Paris geboren, und erst in den reiferen Jünglingsjahren von Cartellier unterrichtet. Desswegen sind seine früheren Arbei- ten erst um 1808 entstanden, sie tragen aber durchhin das Gepräge eines tüchtigen Talentes. Das erste Werk, welches er 1808 zur Ausstellung brachte, ist eine Statue des Friedens, und von 1810 ist eine andere Statue, welche den Amor mit der Laute und dem Granatapfel vorstellt, als Symbol der Fruchtbarkeit. Seine Statue des Orpheus wurde 1817 mit einer goldenen Medaille beehrt. Im Jahre 1824 fertigte er für den Saal des Diorama die sechs Fuss ho- hen allegorischen Gestalten der vier Welttheile, und an diese rei- hen sich nur noch wenige andere Statuen. Im Museum zu Tou- louse ist die Statue der Minerva, als Beschützerin Frankreichs cha- rakterisiert. In desto grösserer Anzahl sind seine Büsten vorhanden. Das Bildniss Ludwigs XVIII. modellierte er zweimal, als einfache Büste und im königlichen Ornat, letzteres im Auftrage des Mini- steriums in Marmor ausgeführt, so wie die Büsten des Grafen von Artois und Fontenelle's. Ersteres ist im Museum zu Bordeaux . Dann fertigte er auch die Büste des Herzogs von Wellington, des Herzogs von Angoulême, des berühmten Rechtsgelehrten Pothier, diese im Auftrage der Stadt Orleans, u. s. w. Auch führte Rog- nagnesi auch mehrere Basreliefs aus. Im Hofe des Louvre sind diejenigen sein Werk, welche Calliope und Polymnia vorstel- len. Andere Basreliefs dieses Künstlers stellen Venus in der Muschel, dieselbe vor Truja verwundet, Leda u. s. w. dar. Ein reiches Basrelief zeigt in dreizehn Figuren die Taufe des Jo-
hannes. Dann hat Romagnesi auch im Ornamentfache Verdien- ste. Von ihm sind die Ornamente in den königlichen Gemä- chern zu Rheims, in den Zimmern des Ministeriums des Inneren und der Finanzen, am Plafond von Notre - Dame-de - Lorette,
in mehreren Theatern etc. Diese Art von Sculpturen nennt man in Frankreich Carton - pierre. In dieser Weise führte er auch den großen Candelabre unter der Rotonde der Passage Colbert aus.
Schließlich erwähnen wir auch die Steinzeichnungen, die sich von ihm finden. Er lithographirte mehrere Sculpturwerke früherer Meister, wie eines J. Pilon, Sarazin etc. Dann gehören ihm auch der Composition und Ausführung nach die Blätter in folgendem Werke an: Les Aventures de Sappho. Trad. de l'Italian par P. J. B. Ch. quatrieme edit. comp. et lith. par M. Romagnesi Sculpteur, 7 Blätter mit Text. Paris, F. Didot 1818, fol.
Bomagnoni, Joseph, Maler, war in Paris Schüler von R. Tour- naire, und vermutlich der Vater oder Verwandte des Obigen. Sein Thätigkeit fällt in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Bomagnoli, Pietro, Maler und Stuccateur von Cremona, lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts,
Bomani, Francesco, Architekt von Gent, und Mönch des Domini- kaner Ordens, machte sich durch seine Brückenbauten Ruf. Im Jahre 1684 baute er die Brücke zu Maastricht und dann wurde er nach Paris berufen, um die königliche Brücke bei den Tuilerien zu vollenden. Man glaubte früher nicht an die Möglichkeit einer Voll- endung des Pont-Royal. Hierauf ernannte ihn der König zum Auf- seher über die k. Brücken, Dämme u. s. w. von Paris. Er starb aber in seinem Kloster 1735 im 80. oder 1737 im 91. Jahre,
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_aOGNgqRCyr4C/