Roldan, Pedro, Bildhauer von Sevilla , der letzte Künstler von Verdienst, der im 17. Jahrhunderte daselbst lebte. Er wurde 1624 geboren, und von J. M. Montanes unterrichtet, der ihn schon frühe zum fleissigen Studium nach der Natur anleitete. Dieses zeigt sich auch in allen seinen Werken, denen man besonders in den Kirchen von Sevilla, dann auch zu Cordova, Ubeda und Jaen findet, sowohl Statuen als Basreliefs. Berühmt ist das Bildwerk des Hauptaltares in der Capelle de los Vizcainos im Kloster S. Fran- cisco zu Sevilla, wo man die heil. Mutter mit dem Leichname des Heilandes und andere Mitglieder der heil. Verwandtschaft in mehr als lebensgrossen Figuren sieht. Unter dem Altare stellte er den Einzug Christi im Basrelief dar und in Nischen des Altares Engel. Dieses Werk lobt C. Bermudez wegen der Wahrheit, die in allen Theilen herrscht, besonders der höchst edlen und charaktervollen Köpfe. Roldan vollendete diesen Altar 1660, und 1675 begann er einige Arbeiten in der Cathedrale von Jaen. Er stellte da die Flucht in Egypten, die Hochzeit zu Cana und den Streit der Kirchen- lehrer über einer der Thüren in Basrelief dar. Dann fertigte er für diese Kirche auch die Statuen der Evangelisten, der Kirchen- lehrer und des heil. Fernando. Eine etwas spätere Arbeit sind die Statuen der Sakristei in der Carthause St. Maria de las Cuevas, lauter vorzügliche Werke, die Bermudez, so wie die obigen, eines besondern Lobes für würdig hält. Dieser tüchtige Künstler starb 1700 auf einem Landgute in der Nähe von Sevilla.
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