ROHM, Bernhard, Bildhauer zu Arnstadt , arbeitete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Über seine Arbeiten in der Barfüsser Kirche s. Olearii historia Arnst. S. 67. J. Dürr hat 1646 den Taufstein in Kupfer gestochen. Roehl, Mlle., Malerin zu Stockholm , wurde uns 1824 zuerst bekannt. Damals wurde die Kreidezeichnung eines Ecce homo nach G. Reni gerühmt. Später, und noch 1841, fanden wir ihre mit schwarzer Kreide gezeichneten Porträts vortrefflich genannt. Roehmer, H., s. Roemer. Roehn, Adolphe Eugene Gabriel, Maler, einer der fruchtbarsten Künstler der neueren französischen Schule, wurde 1780 zu Paris geboren. Er widmete sich anfangs der Historienmalerei und concurrirte, ohne je einen Meister gehabt zu haben, um den grossen Preis der Malerei, der ihm jedoch entging, weswegen sich der Künstler dem Genre und der Bildnissmalerei zuwendete. Die Bilder dieser Art sind sehr zahlreich und in verschiedenem Besitze. Gabet verzeichnet viele solcher Werke, die sich von 1800 — 30 datiren, und welchen wir einige beifügen. Seine Werke sind lebendig in der Darstellung und charakteristisch aufgefasst. Auch im Colorite sind viele ausgezeichnet. Gleich gut gelungen sind jedoch nicht alle. Mehrere seiner Gemälde sind im historischen Museum zu Versailles , und durch Ch. Gavard's Galleries hist. de Versailles im Stiche bekannt. In diesem Museum sieht man von ihm Bonaparte zu Millesimo 1812; (gestochen von Delanno); das Militärhospital zu Marienburg 1808, (gestochen von Schröder); den Einzug der französischen Armee in Danzig (gest. von Aubert jun.); die Schlacht zu Heilsberg (gest. von Outhwaite); Bivouac auf dem Schlachtfelde zu Wagram (gestochen von Aubert für die Gal. hist., früher von Gutenberg); die Schlacht von Gilette (gestochen von Rouargue). Von anderen Gemälden nennen wir noch: die Schlacht von Marengo, mit Gadovis ausgeführt, ein grosses Bild von 1801, aber keines der gelungensten; die Zusammenkunft Napoleon's mit Kaiser Alexander auf dem Niemen, 1808 gemalt; Karl der Grosse mit seinen Baronen in der Cathedrale zu Worms; die Abtei Eginhard's zu Seligenstadt 1810; der Tag nach der Schlacht von Eylau, 1810 für den Prinzen von Neufchatel gemalt, im Schlosse zu Grosbois; die Einahme von Lerida, 1812 für den Marschal Suchet gemalt; die Ankunft des heil. Ludwig zu Paris, 1831, für das Ministerium ausgeführt; Heinrich IV. und der Bauer 1814; die Bildnisse Ludwig XVIII. und Karl X. für die Stadt Caen gemalt, u. s. w. An diese Gemälde reihen sich eine Menge von artigen Genrebildern, Landschaften mit Figuren und Thieren, Ansichten, Marinen, Interieoren. Einige von diesen kleineren Bildern erregten grossen Bei- fall, wie jenes, welches 1822 unter dem Titel: l'Orphelin, zur Ausstellung kam, und von Chollet gestochen wurde. Es kam in den Besitz des M. de Cypierre. Ein Halt von Soldaten ist durch die Lithographie bekannt. Lafosse lithographirte zwei andere Bilder, La reussite en coeur, und La seduction et la jalousie betitelt. Das erstere stellt zwei Mädchen vor, von denen das eine die Karte
Jean Alphonse, Historien- und Genremaler, der Sohn des Obigen, wurde 1809 zu Paris geboren, und von Gros und Reg- nault unterrichtet. Er widmete sich den ernsten historischen Stu- dien, schloss aber in der Folge auch das leichtere und gefällige Genre nicht aus, so dass seine Werke eben so mannigfaltig sind, wie die seines Vaters. Er verwendet auf die Ausführung meistens große Sorgfalt, und da seine Gemälde auch durch Lebendigkeit in der Auffassung und von Seite des Colorits sich empfehlen, fanden sie nicht weniger Liebhaber, als jene seines Vaters. Er malte eine Menge von artigen Genrebildern, obgleich seine Zeit auch durch den Unterricht am College Louis-le-grand beschränkt ist. Die Darstellung zu seinen Genrebildern entnimmt er dem französischen Volksleben, und aus dem vornehmeren Kreise der Gesellschaft. Auch im humoristischen Fache hat er sich versucht, ist aber hierin we- niger glücklich als Biard. Diese scherzhaften Bilder gehören alle der neuesten Zeit an; wir nennen aber nur ein Paar. Ein von L. Noël lithographirtes und »Jugement de Paris« betiteltes Bild, stellt einen im Sessel sitzenden Alten vor, dem drei Mädchen die Wä- den vorzeigen. Bottler lithographirte das Gemälde mit den scher- zenden Schwestern. Im Jahre 1842 brachte er ein mit niederlän- dischem Fleiß behandeltes Bild zur Ausstellung mit der Erklä- rung: Les extrêmes se touchent. Es stellt den Großvater vor, wie er, vor der Wiege sitzend, den Enkel betrachtet. Von größerem Werthe als seine Humoresken sind aber immerhin die Bilder sei- nes früher gepflegten Genres, wie das kindliche Bild der Gast- freundschaft, des Gebetes in Neapel, des Mädchens mit dem Vo- gel, seines Ganges nach der Schule u. s. w. Ein sehr schönes hi- storisches Genrebild von 1840 stellt den Maler Teniers in seinem Atelier dar, wie er die Werke der Barmherzigkeit malt, und neben anderen von Juan von Oesterreich besucht wird. Von rein historischen Darstellungen nennen wir St. Ludwig in Betrachtung, die Traum- bedeutung Josephs in der Gallerie zu Versailles, und die Rückkehr des verlorenen Sohnes im Besitze des H. Sazerac. In Saverne ist sein Bildniß Carl X.
Professor A. Roehn hält auch in seinem Atelier eine Schule.
Röhnlin eine Malerfamilie, die in Ulm lebte. Weyermann (Neue Nachrichten etc., 427) nennt mehrere Mitglieder derselben.
Jakob Röhnlin war Glasmaler, und starb 1583. Philipp Röhnlin wurde 1586 Stadtmaler, und starb 1508 aus Schrecken, als ihn der Magistrat seines Dienstes entließ. Weyer- mann erklärt auf Holzschnitten die Buchstaben P. R. auf diesen Künstler.
Sein Sohn Hans Philipp, geb. 1580, unternahm 1604 auf Kosten des Rathes eine Reise ins Ausland, um sich in der Malerei und Baukunst auszubilden. Er portraitirte alle Rathsherren, und überließ diese Bildnißsammlung dem Magistrate, wofür ihm die- ser 300 Gulden zukommen ließ. Johann Sebastian Röhnlin, dessen Bruder, geboren 1581, malte Bildnisse und Historien, gute Bilder. Starb 1632.
Sebastian und Hans Ulrich Röhnlin, waren um 1676—78 Maler in Ulm.
Hans Jakob malte um 1650, und bediente sich zur Bezeichnung seiner Bilder eines Monogramms.
Roechling, s. Roelig.
Böhle, Johann, Maler, Schüler von C. Hutin, arbeitete in der zwei- ten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Dresden. Er malte Obst- und Gemüse märkte mit Figuren,
Boehrig, Carl Emil Wilhelm, Zeichner zu Berlin, auch
kgl. Hofsticker, ein sehr geschickter Künstler seines Faches, ist seit 1835 auch der kgl. Akademie einverleibt.
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