Roesel von Rosenhof, August Johann

Roesel von Rosenhof, August Johann, Maler und Kupfer- stecher, wurde zu Augustenberg bei Armstadt geboren, und

berg lebte, in den Anfangsgründen der Kunst unterrichtet. Im Malen ertheilte ihm sein Vetter Wilhelm Roesel Unterricht, bis er nach Nürnberg sich begab, um auf der Akademie daselbst seine weitere Ausbildung zu verfolgen; aber in jenem Fache, wel- ches er mit Auszeichnung trieb, war er sein eigener Meister. Er widmete sich anfangs der Bildnissmalerei, allein in der Folge zog ihn seine Liebe zur Naturgeschichte von diesem Fach gänzlich ab. Roesel studirte mit allem Eifer die Entomologie , zeichnete eine Menge von Käfern, Schmetterlingen u. s. w., mit grösster Genauigkeit, und malte sie unmittelbar nach der Natur in Wasserfarben. Dann radirte er diese Zeichnungen in Kupfer, und malte die Abdrücke selbst wieder auf das sorgfältigste aus, so dass seine entomologischen Abbildungen für jeden Freund dieser Wis- senschaft großen Werth haben.

Dieses Werk hat den Titel: Insektenbelustigungen. 3 Theile, Nürnberg 1746, 1747, 1755. 4. Die von Roesel selbst ausgemalten Exemplare sind die gesuchtesten, weniger die späteren, welche C. F. C. Kleemann nach Roesel's Tod besorgte. Er setzte Roe- sel's Werk fort, und gab 1761 einen vierten Theil mit 42 K. hin- zu. Ein anderes treffliches Werk „dieses Künstlers ist die Histo- ria ranarum nostratium, mit Text von A. Haller. Nürnberg 1758, fol. Die Zeichnungen machte Roesel nach der Natur, und malte die von ihm radirten Blätter miniaturartig aus. Die nach seinem Tode von anderer Hand colorirten Exemplare sind von geringerem Werthe. Roesel von Rosenhof starb zu Nürnberg 1750. Kleemann erhielt den Nachlass des Künstlers, und setzte die begonnenen Werke fort. Van der Smissen hat Roesel's Bildniss gemalt, und J. W. Winter hat es gestochen.

R03591. Franz, Maler, lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhun- derts in Nürnberg. Sein Bildniss wurde in Kupfer gestochen.

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