Roesel, Samuel

Roesel, Samuel, Zeichner und Maler, besonders als ersterer aus- gezeichnet, studierte an der Akademie zu Berlin, anfangs die Archi- tektur, und machte hierin in kurzer Zeit reissende Fortschritte, vornehmlich im Fache der Ornamentik . Diese Fertigkeit hatte für ihn die wohlthätige Folge, dass er bereits in jungen Jahren (1704) an der kgl. Bauakademie als Lehrer der Ornamentzeich- nung verwendet, und 1802 zum Professor an dieser Anstalt er- nannt wurde, für welche Roesel eine lange Reihe von Jahren wirkte. Im Jahre 1820 ernannte ihn die kgl. Akademie zu ihrem Mitgliede, da der Künstler seine grosse Meisterschaft im Land- schaftszeichnen längst erprobt hatte. Diese Zeichnungen sind ent- weder mit der Feder, oder in Sepia ausgeführt, meistens unmittel- bar der Natur entnommen, wenige nach Werken berühmter Mei- ster gefertiget, wie nach Pynacker, Ruysdael, Asselyn etc. Roesel unternahm viele Reisen, immer zum artistischen Zwecke. Bei die- ser Gelegenheit zeichnete er eine Menge interessanter landschaftli- cher Ausichten, mit Seen und Gebirgen, Burgen, Schlösser, Rui- nen u. s. w., nicht nur in verschiedenen Gegenden Deutschlands, sondern auch in Italien . Viele seiner herrlichen Zeichnungen er- innern an Rom und Neapel und deren Umgebungen, an die grossartige Natur Tirols und Salzburgs, an die blühenden Gefilde des Rheins und der Donau etc. Nicht minder zahlreich sind seine Ansichten aus den vaterländischen Gegenden, den geringsten Theil machen aber seine Bildnisse und andere figürliche Darstellungen aus. Dann hat Roesel auch Landschaften in Oel gemalt, welche

  • Talent, einen schönen und glücklichen Standpunkt zu wählen. Er |
  • musste in einfarbigen Darstellungen die großartigsten Naturscenen zu geben. —

Wachsmuth hat einige seiner Zeichnungen gestochen, darun- ter Uebungsblätter zum Zeichnen und Ausmalen, F. Hegi radirte ein schönes Blatt, welches ein Schluss am See vorstellt, die An- aus der Schweiz. Tempeltei hat mehrere Zeichnungen Lithographirt, -

BOECIST, M. » Landschaftsmaler von Bonn, bildete sich auf der Akı- demie in Düsseldorf, und hinterliess mehrere Gemälde, die einen | Künstler von Talent verrathen, wie eine schöne Waldlandschaft
1854, die Ansicht des Schlosses Bentheim in Westphalien, die C | pelte an der Linden u. s. w. Roesen starb 1835.

Dann haben wir von ihm auch ein radirtes Blatt, welches eine | Landschaft mit vom Sturme bewegten Bäumen vorstellt, und im reinen Ätzdrucke selten ist, qu. fol. "

Boeser, N., Zeichner und Landschaftsmaler, ein Deutscher von | Geburt, liess sich in Paris nieder, und lebte da, obwohl ein Künst- _ ler von Bedeutung, in fast dürftigen Verhältnissen, Er hatte sich nach guten holländischen Meistern gebildet, und grosse Fertigkeit _ erworben. Seine Landschaften sind geistreich behandelt und von / klarer, wahrer Färbung, Roeser hätte aber noch viel mehr leisten können, wenn er über der Restaurierung alter Werke in der eige- | nen Ausbildung nicht lässig geworden wäre. In Landon's Pass- sages et tableaux de genre III. 85. ist eines seiner Bilder nachge- zeichnet. Im Cabinet Paignon Dijonval waren zwei Gouachezeichnun- | gen von ihm, Landschaften mit Flüssen, Bäumen und Figuren / Starb um 1708 in ziemlich hohem Alter.

Rösler, Ignaz, Maler und Bildschnitzler von München, genoss in Amberg den Unterricht des Malers Wild, und bildete sich dann auf Reisen weiter aus. Er malte in Miniatur, auch religiöse Bil- der in Öel, und gleichen Inhalts sind seine Schnitzwerke. Roesler | wurde zuletzt Lehrer der Zeichenkunst in Amberg, und starb daselbst 1807 im 56. Jahre. .

Rösler, Johann Carl, s. Rössler.

  • Roesler, Roselius, s. Rosshoff.

Boesling, Wilhelm, Architekt, ein jetzt lebender Künstler, Professor an der Universität zu Erlangen. Wir haben von ihm ein theort- tisch praktisches Handbuch der Landbaukunst, mit Steintafeln. | Ulm 1838. +

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