Roebuck, Portraitmaler zu London , ein jetzt lebender Künstler . Im Jahre 1837 malte er für Saundner's Portraits of political reformers das Bildniss von Watts.
Röckel, Wilhelm, Maler, geboren zu Schleissheim 1801, besuchte das Gymnasium in München , trat aber, bereits Schüler der Ober- klasse, als Eleve in die Akademie der bildenden Künste ein, zu einer Zeit, als noch P. v. Langer die Leitung jener Anstalt hatte. Nach etlichen Jahren erregte eine grosse Zeichnung, welche den Tod Abel's vorstellt, die Aufmerksamkeit des berühmten Cornelius, und jetzt hatte er das Glück, als Schüler desselben an der Akade- mie in Düsseldorf seiner weiteren Ausbildung obliegen zu können, indem Cornelius zugleich auch dadurch, dass er ihm bezahlte Auf- träge zuwendete, seinen Unterhalt sicherte. Seine erste grösere Aufgabe war der Carton zu zwei colossalen Musen, die nach der Angabe des Direktors Cornelius für das Giebelfeld des Theaters zu Aachen in Sandstein ausgeführt wurden. Dann erhielt er von Cornelius den Auftrag, den Entwurf und den Carton zu einer Kreuz- abnehmung zu fertigen, welche von einem Andearen für eine Kir- che in Westphalen in Oel ausgeführt wurde. Später fand er im Landhause des Baron von Plessen bei Düsseldorf Beschäftigung, da dieser Kunstfreund dasselbe mit Frescomalereien verzieren liess. Er fertigte den Carton zu dem Bilde, welches Apollo unter den Hirten darstellt, und sechs Reihen Arabesken aus der Mythe des Apollo. Als Cornelius Düsseldorf verliess, um seine grossartigen Schöpfungen in München zu beginnen, war Rückel unter denje- nigen, die ihn begleiteten. Diese jungen Künstler nahmen unter Leitung des Meisters thätigen Antheil an der Ausschmückung der Glyptothek in München, und überdiess fanden sie Gelegenheit in den Arkaden des Hofgartens zu München in eigenen Compositio- nen in Fresco sich zu versuchen. Man sieht da eine Reihe von Dar- stellungen aus der bayerischen Geschichte mit allegorischen Figu-
Nach Vollendung dieser Arbeiten betrat der Künstler ein anderes Feld der Thätigkeit. Er wurde als Maler an der kgl. Porzellanmanufaktur in München angestellt und leistete in der Abtheilung für Glasmalerei viel zum Ruhme dieser Anstalt. Röckel componirte mehrere Bilder, die von anderen daselbst beschäftigten Künstlern ausgeführt wurden, und malte auch selbst auf Glas. In der majestätischen Kir- che der Vorstadt Au ist das Fenstergemälde, welches die Hochzeit zu Cana vorstellt, in Composition und Ausführung sein Werk. Die- ses Bild ist einfach und sprechend, die Formen sind ausserordent- lich schön, und die Ausführung namentlich in den lebendigen Ko- fen, hoch gesteigert. Auch die Farben sind von glänzender Schön- heit und Kraft. Der an der genannten Manufaktur angestellte Ma- ler F. Eggert gibt in neuester Zeit die prachtvollen Fenster der Mariahülfkirche in Nürnberg in auf Stein radirten Nachbildungen heraus, die selbst zu den ausgezeichnetsten Leistungen dieser Art gehören. Dann malte Röckel auch kleinere Bilder auf Glas, theilweise auf einzelne Glastafeln, die, frei von der Bleiverbindung, von ausserordentlicher Wirkung sind. Ein Bild voll des lieblichsten Ausdruckes und edel in der Zeichnung ist eine Madonna mit dem Kinde, in grösserem Formate für die Rose einer von Lassaulx neu erbauten Kirche in Coblenz, 1841 vollendet. Leider sind die von diesem trefflichen Künstler aus- geführten Werke nicht zahlreich, da ihm seine schwächliche Ge- sundheit in den letzteren Jahren häufig an der Arbeit hinderte. Bei allen körperlichen Leiden blieb aber sein Geist stets ungetrübt. Auf das Siechbett hingestreckt schrieb er 1840 eine Novelle, die unter dem Titel: Die Pelerin an der Mariensäule in München, ge- druckt wurde, und schnell zwei Auflagen erlebte. Im Jahre 1848 starb dieser Künstler.
Röckel, J., Maler, bildete sich auf der Akademie der Künste in Co- logn, und reiste dann zur Fortsetzung seiner Studien nach Rom, wo er um 1839 thätig war. Er malt historische Darstellun- gen und Genrebilder.
Es finden sich auch radirte Blätter von J. Roedel.
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