RODRIGUEZ, Faustino Jose, Bildhauer und Architekt zu Lissa- bon, einer der vorzüglichsten portugiesischen Künstler, die in der
Rodrigues bekleidete die Stelle eines Professors der Bildhauer- kunst an der Akademie in Lissabon . Auch war er einer der er- sten Direktoren der Malerakademie.
Adrian Rodriguez, Maler, wurde 1618 zu Antwerpen geboren, und daselbst von einem guten Meister unterrichtet, da sein Vater, Adrian Rodríguez, das Kunsttalent seines Sohnes erkannte. Später ging Ro- driguez nach Spanien , lebte einige Zeit im Jesuitenkloster zu Ma- drid, und trat 1648 selbst in den Orden, von welcher Zeit an er unter dem Namen el hermano Adriano erscheint. Rodriguez malte für die Klöster und die Kirchen seines Ordens viele Bilder, mei- stens biblischen Inhalts, und dann einige Bildnisse. Im Refecto- rium des Colegio Imperial zu Madrid malte er Abraham, wie er die Engel bewirthet, dann die Hochzeit zu Cana, Christus bei dem Pharisäer, das Mahl in Emaus und eine heilige Familie. Seine Werke sind sehr fleissig, im Geschmacke seiner früheren Schule behandelt. Starb 1660, wie Palomino behauptet.
Alfonso Rodriguez, Bildhauer, einer der vorzüglichsten Künstler, die zu Anfang des 15. Jahrhunderts in Toledo arbeiteten. Im Jahre 1418 verzierte er mit anderen Künstlern die Hauptfacade der dor- tigen Kathedrale. Dies fand Bermudez im Domarchive aufgezeichnet.
Alfonso Rodriguez, Maler, wurde 1578 in Messina geboren, wo sein Vater, spanischer Abkunft, Cavallerie-Hauptmann war. Den ersten Unterricht ertheilte ihm Cornelio, bis er nach Italien sich begab, um in Venedig und zu Rom seine Studien zu vollenden. Tizian, Raphael und Michelangelo waren die Meister, welche ihn zur Be- wunderung hinrissen, und ihm unverlöschliches Vorbild blieben. Er copirte mehrere Werke dieser Meister, und da es ihm daran lag in den Geist und die Eigenthümlichkeit derselben vollkommen einzudringen, so gewann er für sich selbst den Vortheil, dass sein Styl männlich und edel wurde. Er sah auch in eigenen Werken auf Schönheit der Form, auf Leben und Wahrheit des Ausdruckes, ohne dabei in Uebertreibung zu fallen, und wurde so, da er auch mit einem feinen Farbensinne begabt war, nicht nur einer der grössten messinesischen Maler, sondern lässt sich sogar den vor- züglichsten italienischen Meistern jener Zeit anreihen. Einige sei- ner Bilder sind im Geiste Raphael's behandelt, so wie seine Zeich- nungen. Als C. Maratti einige zu Gesichte bekam, rief er erstaunt aus, er wisse nicht, dass auch Messina seinen Raphael gehabt habe. Barbalunga, der später ihn zu Alfonso Rodriguez Nebenbuhler wurde, nannte ihn jedoch den sizilianischen Carracci.
Rodriguez lebte längere Zeit in Rom, endlich aber kehrte er in die Heimath zurück, und führte in Messina viele Werke aus, die theilweise untergegangen zu seyn scheinen oder unter anderem Namen gehen. Er bildete nur wenige Schüler, da seine böse Laune alle verscheuchte.
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