Rode, Johann Heinrich

Rode, Johann Heinrich, Zeichner und Kupferstecher , der jüngere Bro- der des Ch. Bernhard, sollte Goldschmid werden, fand aber größere Lust zur Kupferstecherkunst. Er lieferte mehrere Blätter, die einen Künstler von Talent verrathen, welches aber nicht zur vollen Aus- bildung gelangte, da Rode erst 32 Jahren zählte, als er 1759 starb. Er stand in Paris unter Wille's Leitung, der die Fortschritte seines Landsmannes bewunderte. Bernhard Rode hat dessen Bildniss gesto- chen, Medaillon mit den Attributen der Chalkographie. Grund ist nach Art der schwarzen Manier behandelt. 4.

  1. Friedrich der Grosse von Preussen als Perseus dargestellt, wie ihm Minerva die Aegide und eine Lorbeerkrone zeigt, nach einem Gemälde von Bernh. Rode gestochen, gr. fol. Sehr selten.

  2. Johann Georg Wille, nach einer Zeichnung von G. F. Schmidt gestochen, 16. Selten;

  3. Der Kopf des Epicur, von J. M. Preissler nach der Antike gezeichnet und von Rode 1752 in Paris gestochen, 4. Diese drei Blätter sind rein gestochen.

  4. Die Kreuzabnehmung, nach dem Altarbilde in der Marien- kirche, nach B. Rode, gr. fol.

  5. Ecce homo, grosse Composition eines Altarbildes in Rem- brandt's Geschmack, von B. Rode gemalt, und von H. Rode 1752 in Rembrandt's Manier radirt. s. gr. fol.

Im frühesten Drucke vor der Schrift, 6) Jakobs Kampf mit dem Engel, nach B. Rode. 4.

  1. Das Orakel zu Delphi , nach B. Rode im Geschmacke Rem- brandt's radirt;

  2. Romulus wie er das Zeichen gibt, nach B. Rode 8.

  3. Die römische Charitas, nach demselben in gleicher Manier, 4,

  4. Die Vestalinnen beim Opfer, nach B. Rode, in Rembrandt's Manier radirt, 1752. Ohne Namen, fol.

  5. Denkmal des unsterblichen Autors, nach B. Rode, fol.

  6. Ein Knabe mit einer Mütze auf dem Kopfe und in den Pelz- mantel gehüllt. Im Zimmer ist eine grosse Pfanne mit Koh- len 1751. Mit der Adresse von Ph. A. Kilian, fol.

  7. Ein Bettelknabe in einer Landschaft, mit derselben Adresse 8,

  8. Ein bettelnder Zwerg: Gebt Almosen einem armen Manne. W. (ille) del. R. sc. aq. fort. Paris 1752, 8.

  9. Ein junger Bauer mit gekreuzten Armen und blossen Füs- sen, nach rechts hin schreitend. Ohne Namen, gr.4.

  10. Eine junge Bäuerin, leicht gekleidet, mit einem Päckchen unter dem Arme, nach links gerichtet. Das Gegenstück.

  11. Der Maler vor der Staffelei bemächtigt sich der Trompete des Fiedlers, um sein Lob zu verkünden. In Rembrandt's Ma- nier, kl. 4.

  12. Der in sich selbst verliebte Maler bläst in die Trompete der Fama, um die Lobsprüche der grossen Meister, deren Me- daillons an der Pyramide hängen, zu betäuben. Das Ge- genstück, und beide selten.

  13. Der Raritätenkasten, nach B. Rode, fol.

  14. Der wahrhafte Medusenkopf, nach demselben, fol.

  15. Eine Satire auf einen Kunstkenner. Er spricht bei einem Maler über die Kunst und fühlt dabei seinem Esel den Puls.

In Rembrandt's Manier. Ohne Namen, kl. 4.

  1. Ein nacktes Weib neben einem Esel. Ohne Zeichen, und Ge- genstück.

  2. Der Windbeutel. Ein modisch gekleideter Herr mit Hut und Degen auf einem grossen Sacke sitzend, welchen die Winde anblasen, die Fortuna hält. Ohne Namen, fol.

  3. Eine alte Hexe im Momente ihrer Beschwörung, 8.

  4. Eine alte Frau mit dem Buche in der linken Hand, halbe Figur, H. R. bezeichnet. Geistreich radirt, 8.

„26) Ein jüngs Weib mit der Harfe, 8. 27) Büste eines Knaben, nach G. F. Schmidt's Blatt geistreich radirt, 1Ö.. 28) Ein bekleidetes weibliches Skelett, in der Stellung einer An- dächtigen, 8. 29) Ein armer Mann sterbend auf der Erde, 8. 30) Drei Blätter mit 20 kleinen Köpfen, sehr zart gestochen. Ohne Namen, 16 — 31) Fünf Blätter mit kleinen Köpfen, darunter vier mit Bärten, einer ohne Bart. Ohne Namen, 12. 32) Sechs Büsten, zwei von Weibern und vier von Männern. Ohne Namen, 8. 35) Fünf Blätter zu Rabener's Satiren, für eine Octavaußgabe derselben, mit dem Namen bezeichnet, 8. 38) 11 Darstellungen aus Rabener's Satiren, mit Erklärungen in Versen und in Prosa, nach B. Rode's Erfindung, fol. 35) Ein liegendes Schaf, 8.

Bode: »Heinrich«, Bildhauer, der Oheim des Obigen, war Schüler von Schlüter, und ging dann zur weiteren Ausbildung nach Italien. Starb in Florenz.

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