Rode, Christian Friedrich, Maler und Kupferstecher , geb. u Berlin , gest. daselbst 1707. Dieser berühmte Künstler war der Sohn eines Goldschmiedes; der in ihm eine entschiedene Tal- ent zur Kunst erkannte, Er gab ihn desswegen dem Maler Müller vor Hermanstadt in die Lehre, und als der junge Rode im Zeichnen einige Fertigkeit erlangt hatte, nahm sich A. Pesne seiner an, Hier- auf reiste er nach Paris , um unter der Leitung des berühmten Ch. Vanloo sich weiter auszubilden. Auch im Atelier des Jean Bousquet arbeitete der Künstler einige Zeit, so dass er bei seiner Abreise von Paris; bereits als fertiger Künstler galt, der, nach damaligen Begriffen, in Italien eben nicht mehr sehr viel gewinnen konnte. Dennoch unternahm Rode auch eine Reise nach Italien , was ihm auch wirklich nicht viel nützte, da er wie früher der französischer Manier zugethan blieb. Nach seiner Rückkehr wurde er Mitglied der Akademie, und mit zahlreichen Aufträgen beehrt. Er malte in Fresco und Öcl, Bilder verschiedener Art: religiöse Darstellu- gen, mythologische Bilder, Scenen aus der griechischen und röm- schen Geschichte, mehrere Episoden aus der brandenburgische® Geschichte und Anekdoten aus dem Leben Friedrich des Grosse® u. s. w., Seine Gemälde sind sehr zahlreich, aber nicht alle @ gleicher Güte, In den durchdachten und fleissig behandelten Bil-
Die Kirchen und Palläste Berlin's waren ehedem voll von Wer- ken Rode's. Für die Garnisons Kirche malte er auf Befehl Friedrich I drei Bilder, in welchen er die im siebenjährigen Kriege gefal- lenen Generale Schwerin, Winterfeld und Kleist in allegorischer Umgebung darstellte. Gerühmt wurden die Plafonds in der neuen Gallerie des Schlosses zu Sanssouci und im angrenzenden Saale. In der Gallerie malte er in drei Abtheilungen die Tagszeiten und im Saale die Kindheit des Bacchus, Alles in Oel. In der Capelle des kgl. Schlosses zu Berlin führte er ebenfalls mehrere Gemälde aus. Einige sind nach Art der Basreliefs behandelt. Die Bilder in den Räumen des Schlosses mussten besseren Arbeiten weichen, so wie dies theilweise auch im Schlosse zu Potsdam der Fall ist. Da malte er mehrere Plafonds. Im Marmorhause am heiligen See malte er an der Decke die Minerva, wie sie den königlichen Jünglingen den Tempel der Ehre zeigt, und im Gnottensaal daselbst sind ge- malte Basreliefs. Im Jahre 1783 malte er den Vorhang des Hof- theaters, und stellte die Göttin der Schauspielkunst auf Wolken sitzend dar. Die Werke, welche er auf königlichen Befehl aus- führte, sind sehr zahlreich, aber so wie dies mit den meisten Bildern, jener Periode der Fall ist, so musste auch vieles, was Rode ge- schaffen, dem neueren Aufschwunge der Kunst weichen. Wir nennen nur noch die Zeichnung zu dem Basrelief unter dem Triumphwagen auf dem Brandenburger Thore. Er stellte da den Frieden als natürliche Folge des Sieges dar. Die Deckenstücke der Durchfahrten sind von ihm gemalt. In den Kirchen findet man biblische Darstellungen von ihm. Sein Werk ist das Gemälde des 1757 errichteten Hauptalta- res im Chore der Marienkirche zu Berlin. Das Hauptbild stellt die Kreuzabnehmung dar. Er schmückte einige Kirchen sogar unentgeldlich und liess sich nur die Farben herbeischaffen. In der Bibel und in der Vaterlandsgeschichte suchte er seinen Stoff am liebsten. Einige Geschichtsbilder dieser Art gehören zu den Hauptwerken des Künst- lers. Ueberdies zeichnet man das Bild des Alexander, der den ermordeten Darius mit einem Purpurmantel bedeckt, dann Apel- les und den Schuster besonders aus.
Das fruchtbare Talent des Künstlers erkennt man aus seinen veredelten Blättern, die sich an 300 belaufen. Die kgl. Akademie besitzt 267 Originalplatten, mit Ausnahme der berühmten Schlüter- schen Masken am Zeughause zu Berlin. Diese Platten sind nicht mehr vorhanden. Rode arbeitete in einer eigenthümlichen Manier, indem er mit der Nadel mehr wie mit dem Pinsel tokkirte, als Striche zog. Seine Blätter haben daher grosse Leichtigkeit, die nicht selten in Flüchtigkeit ausartet. Seinen Köpfen gebricht
Es an Ausdruck, und überdiess sind seine Gesichtsbildungen, beson- ders die weiblichen, unedel. Er scheint selten auf eine schöne Wahl der Formen Rücksicht genommen zu haben. Reiche Einbildungskraft und eine originelle Gabe der Darstellung kann man ihm nicht ab- sprechen. Seine Blätter standen früher in höherem Werthe, doch auch jetzt werden sie noch geschätzt. Mehrere derselben, beson- ders die kleineren Radirungen, sind in jeder Hinsicht schätz- bar. Ein Blatt mit der Leiche eines Mannes, auf dem Todtbette ausgestreckt, hat in neuester Zeit in München selbst einen Ken-
ner bewogen, selbes als Werk des S. Konink zu erklären. Man
findet diese Blätter häufig einzeln, Rode selbst aber vereinigte sie 1768 unter einem eigenen Titel, besonders die historischen. R. Wei- el werthet das Werk dieses Malers mit einigen wenigen seines ruders auf 35 Thaler. Darunter sind aber einige Blätter in ver-
schiedenen Abdrücken, 348 an der Zahl.
Dann haben auch andere Künstler nach Gemälden und Zeich- nungen dieses Meisters gestochen. J. F. Bause stach den Antio- chus, wie er seinem Sohne die Stratonice zur Gattin gibt; M. Haas die Auffindung der Leiche des Herzogs Leopold von Braunschweig; E. Henne zwei Allegorien nach dem Vorhange des Operntheaters, und Horaz mit Euterpe und Polyhymnia, ätzte von Rode geätzte Platte mit dem Tode Friedrich II. vollendete er; Rauke den Sieg bei Leuthen; C. Krüger die Kreuzabnehmung, das Bildniss Fried- rich II. mit allegorischer Umgebung, und historische Darstellungen; Frisch Jakob mit dem Engel ringend, Osiris lehrt den Ackerbau, die Büste eines Alten; C. G. Mathes den nächtlichen Mühlenbrand, welcher 1750 zu Berlin geschehen; Clar den Tod Friedrich II. in Aquatinta; J. D. Laurenz einige Köpfe. J. F. Unger bearbeitete die Darstellung der Weiber von Weinnsberg nach Rosenberg's Zeich- nung in Helldunkel. Was sein Bruder J. H. Rode nach ihm ge- arbeitet, s. im Artikel desselben.
Das Bildniss des Künstlers in Medaillon, von D. Chodowiecki 1772 gezeichnet, hat D. Berger in gr. 8. gestochen. Ein zweites Bildniss kommt auf dem Titel zu seinen Werken vor. Dieses Ti- telblatt enthält auch die allegorische Figur der Zeit von drei Kin- dern umgeben. Dann hat Rode selbst sein Bildniss nach Reclam's Zeichnung radirt.
Das folgende Verzeichniss findet sich in keinem deutschen
Werke über Kupferstichkunde. Die reiche Sammlung des Senators
Winkler in Leipzig liegt zu Grunde. Darstellungen aus dem alten Testamente.
Der Engel des Herrn kündet den ersten Menschen ihren Tod an, fol. ;
Episode aus der Sündfluth: eine Familie sucht sich auf ei- nem hohen Berge zu retten, gr. qu. 4.
Noe im Zustande der Betrunkenheit von zwei Söhnen be- deckt, während der dritte über seine Blösse spottet, gr. qu. 4,
Abraham im Begriffe seinen Sohn zu opfern, qu. fol,
Hagar und der verschmachtende Ismael, qu. 4.
Rebekka legt eine Ziegenhaut um den Arm des Jakob, 1777,
Esau erfährt nach seiner Rückkehr von der Jagd, dass Ja- kob ihn um das Recht der Erstgeburt betrogen, 1780. fol.
Potiphar's Frau sucht den Joseph zu verführen, qu. 4.
Joseph gibt sich den Brüdern zu erkennen, 1770. gr. qu. fol.
Absalom an zwei Äesten einer Eiche hängend und wie Joab ihn zu durchbohren im Begriffe ist, 1770, fol.
David zeigt dem Saul, seinem Verfolger, den Zipfel des Kleides, welchen er ihm abgehauen, 1771, qu. fol.
Saul's Triumph über David's Sieg, reiche Composition 1780, gr. qu. fol.
David zerreisst beim Anblick des königlichen Ornats, wel- chen man ihm nach Saul's Tod gebracht, die Kleider, reiche Composition 1780, gr. qu. fol.
Der Prophet Elias und die Witwe von Sarepta, mit ihrem Sohne auf dem Arme, sammelt Äeste, gr. 4.
Dieselbe Composition, etwas verändert, gr. 4.
Gehasi will durch Auflegung des Stockes des Elias den Sohn der Sunamitin erwecken, gr. 4.
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite und etwas verän- dert, gr. 4.
Der blinde Tobias mit Anna wegen des Zickleins im Streit, gr. qu. fol.
Der blinde Tobias gibt seinem Vater das Gesicht wieder, gr. qu. 4.
Moses im Binsenkörbchen auf dem Nile ausgesetzt, qu. 4.
Die Hunde lecken das Blut vom Wagen des Königs Achab, gr. 4.
Der Prophet Elias wirft seinen Mantel auf den Rücken des Elisäus auf dem Felde, qu. 4.
Der König der Moabiter auf der Stadtmauer, im Begriffe, dem Moloch seinen Sohn zu opfern, fol.
Der König Ezechias auf dem Todbette, wie ihm Isaias seine Heilung anzeigt, qu. fol.
Jeremias von einem Ethiopier aus der Cisterne gezogen, 1747, gr. 4.
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, 1780, gr. fol.
Job unterstützt im Glücke die Dürftigen, 1747, gr. qu. fol.
Das goldene Zeitalter nach Isaias: ein Kind führt Löwen, Stiere, Bären und Schafe, 1748, gr. qu. fol.
Eine ähnliche Darstellung aus Isaias: das Kind mit Löwen, Fries von 10 Z. Länge und 2 Z. Breite.
Eine andere Darstellung nach Isaias: der Löwe, welcher An- gesichts des Hirten den Stier zerreisst, qu. 4.
Darstellungen aus dem neuen Testamente.
Simeon im Tempel nimmt das Jesuskind mit prophetischer Begeisterung, 1770, gr. 4.
Simeon im Tempel am Fusse des Altares sitzend, mit dem Kinde auf dem Schoosse, 1780, gr. qu. fol.
Der barmherzige Samariter giesst Oel in die Wunde des von den Räubern angefallenen Reisenden, kl. qu. 4.
Derselbe, wie er dem Manne den Kopf verbindet, kl. qu. 4.
Der ungerechte Sachverwalter, und der Herr des Evange- liums, qu. fol.
Der Herr und die Arbeiter des Weinberges, 1775. Das Ge- genstück,
Der Heuchler, welcher unter Trompetenschall Almosen gibt, 1776, gr. qu. fol.
Dieselbe Darstellung mit Veränderungen, kl. qu. fol.
Nagler's Künstler - Lex. Bd. XIII, 18
Rode, Christian Berthard.
Jesus heilet in Capharnaum einen Gichtbrüchigen, den man vom Dache herablässt, s. gr. fol.
Dieselbe Darstellung, kl. fol.
Der Reiche an der Tafel und der arme Lazarus vor der Thüre, gr. qu. fol.
Christus während des Sturmes schlafend, fol.
Christus bei der Samariterin am Brunnen. Ohne Zeichen, fol.
Christus auf den Stufen des Tempels sitzend lässt die Klei- nen kommen, 1788. Grosser Fries.
Jesus im Tempel sitzend, wie er die Pharisäer auf das Opfer des armen Weibes aufmerksam macht, 1788. Ein ähnlicher Fries.
Jesus und Barabbas vor dem Richterstuhle des Pilatus, wel- chen die Gattin auf den Traum aufmerksam macht, in dem sie Jesus sah, Reiche Composition, ohne Namen und Datum, s. gr. qu. fol.
Christus auf dem Oelberge vom Engel gestärkt, s.
Jesus am Kreuze sterbend, am Fusse desselben die heili- gen Frauen und die Soldaten, s.
Die heil. Frauen am Grabe des Heilandes, s.
St. Peter von der Magd des Pilatus erkannt, s.
Christus von Joseph von Arimathia und den heil. Frauen ins Grab gelegt, 1771, qu. fol.
Christus von seinen Jüngern in das Grab gelegt, im Beiseyn der heil. Frauen, gr. qu. 4.
Dieselbe Darstellung mit Veränderungen, als Basreliefs, gr. u. s.
Die heiligen Frauen am Grabe, denen der Engel die Auf- erstehung des Herrn verkündet, 1780, gr. qu. fol.
Die Jünger in Emaus erkennen den Herrn am Brotbrechen.
Die Jünger in Emaus im Staunen, wie der Herr vor ihnen verschwand, 1785, fol.
Die Erscheinung des hl. Geistes, 1775, gr. qu. fol.
St. Peter im Gefängnisse, in Mitte seiner Wächter schlafend, wird vom Engel erweckt, 1780, fol.
Paul und Silas im Gefängnisse, fol.
Paulus nach dem Schiffbruche von einer Schlange gebissen, u. fol.
Dieselbe Darstellung etwas verändert, qu. fol.
Paulus zu Ruthenstreichen verurteilt spricht das römische Bürgerrecht an, qu. fol.
Paulus in Damascus durch seine Schüler gerettet, die ihn von der Mauer herablassen, 1783, s. gr. fol.
Paulus im Tempel zu Athen vor dem Altare des unbekannten Gottes, 1785, s. gr. fol.
Paulus predigt den Athenern den unbekannten Gott, s. qu. fol.
Die Auferstehung der Todten, oder das jüngste Gericht; Je- sus Christus auf Wolken in Mitte von Engeln und Heili- gen. Nach einem Gemälde von 1767, s. gr. qu. fol.
Altarbilder.
Jesus und Barabbas, vor dem Richterstuhle des Pilatus dem Volke vorgestellt, nach dem Gemälde der St. Moritzkirche zu Rostock, 1784, kl. fol.
Das Abendmahl des Herrn, nach einem ia Rostock befindlichen Bilde, qu. fol. ;
Christus in das Grab getragen, und von den Frauen be- weint, nach dem Gemälde in Frankfurt an der Oder, 1784
in 4. ;
Dieselbe Darstellung, 1785, fol. '
Die Erweckung des Lazarus, in der Marienkirche zu Prenz- Jlau, 1784, gr. 1u. fol.
Dieselbe Darstellung, 1785, gr. qu. fol. |
Das Abendmahl des Herrn, für die Hauptkirche zu Perle- berg gemalt, qu. fol. .
Die heil. Jungfrau mit dem Jesuskinde auf dem Arme bittet für das Volk, nach dem Bilde einer griechischen Kirche in der Ukraine, fol. ‚
Jesus Christus mit nach dem Himmel erhobener Rechte, wie er die Worte spricht: Ich bin der Weg, das Leben und die Wahrheit, in derselben griechischen Kirche , fol.
Christus auf dem Oelberge mit einem Engel, nach dem Al- tarbilde der Marienkirche zu Berlin, gr.4
Dieselbe Darstellung, nach einem Bilde derselben Kir- che, fol.
Christus, vom Kreuze abgenommen, von den heil. Frauen beweint, nach dem Hauptaltarbilde der Marienkirche zu Ber- lin, fol. /
Dieselbe Darstellung mit einigen Veränderungen, 1755 von Rode geätzt, und dann von H. Rode mit dem Grabsti- chel übergangen. Abgerundet, gr. fol.
Christus und der unglaubige Thomas, Altarbild in der Ma- rienkirche zu Berlin, 1757. fol.
Die Himmelfahrt Christi, Altargemälde der Kirche zu Cü- strin, 1770, fol.
Alte Geschichte. 84) König Sesostris auf seinem Wagen von vier Königen gezo- gen, 1777, qu. fol. 85) as 'I'öchtergericht bei den Aegyptern, nach Diodor, 1777, . Qqu. fol. 86) Semiramis eilt vom Putztisch zu den Waffen. Semiramis armata , fol. 87) Diogenes mit der Laterne auf dem Markte, gr. qu. fol. 88) Achilles unter den Töchtern der Lycomedes von Ulysses er- kannt. Achilles detectus, 1778 das Gegenstück, 89) Sokrates vor dem Tod mit seinen Freunden in Unterredung, 1774, gr. qu. fol. Die retouchirten Abdrücke haben die Jahrzahl 1776. 90) Palamedes durchschaut den Ulysses, der sich wahnsinnig stellt, um nicht gegen Troja ziehen zu dürfen, 1779, qu. fol. 91) Ulysses nach seiner Rückkehr vom Hunde erkannt, fol. 92) Codrus, als Bauer verkleidet, opfert sich für das Vaterland, folio. 93) Alexander auf dem Krankenlager nimmt die Heilmittel sei- nes Arztes Philippus, gr. 4 ' 94) Ein Soldat reicht dem verwundeten Darius Wasser im Hel- me, qu. fol. / . .95) Alexander bedeckt den Leichnam des Darius mit seinem Mantel, qu. fol.
Ein - Soldat reicht dem verwundeten Darius Wasser im Hel- me, qu. fol. e /
Diogenes wirft den Napf weg, als er den Knaben aus der
Hand trinken sieht,
Alcibiades als Knabe auf der Strasse mit anderen Knaben spielend, wirft sich auf den Boden, um den Mann am Fah- ren zu hindern, 1780, qu. fol. —
Clisthides schreibt einem Bauer seinen Namen auf die Scher- en, 1785.
Ein junger Grieche mit dem Pferde am Zaume 4.
Ein Blinder entscheidet den Streit über den Vorzug der Mi- nnelei und Plastik, in dem er sich für die erstere erklärt,
Aristocles zieht dem Löwen einen Dorn aus der Pfote, 1784, gr. 4.
Die Ceremonie eines Druiden, 1776, fol.
Taurobolium, oder Weihung der Priester der Cybele un- ter Antoninus Pius, gr. fol.
Apelles und der Schuster als Kunstkritiker. Ne sutor ultra crepidam, kl. qu. fol. ; Im ersten Drucke vor der Schrift. ;
Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt, qu. 4.
Numa Pompilius mit verschleiertem Haupte, wie ihm der Augur Glutci verkündet, nach Plutarch, gr. fol.
König Attalus drückt beim Opfer der Leber des geschlachte- ten Thieres zwei Worte ein, qu. fol. ;
Cinconniatus wird vom Pfluge weg zur Dictatur berufen. Me- daillon, qu. 4.
M. Curius kocht am Herde Rüben, und weist die Samni- ter mit ihren Geschenken zurück, gr. 4.
Diese beiden Darstellungen malte Rode im Landhause des Ministers Hertzberg zu Bratz. 111) Der Kaiser von China zieht die erste Furche, qu. fol. 112) Die Kaiserin von China sammelt die ersten Maulbeerblätter. Das Gegenstück. 113) Coriolanus lässt sich von seiner Mutter und seiner Gattin be- wegen, feindlich von Rom abzustehen, gr. qu. fol. 114) Scipio gibt dem Celtiberier Allicius seine Verlobte zurück, 1770. Das Gegenstück.
Brutus im Schiffe bei den Söhnen des Tarquinius, stürzt sich ins Wasser, um das Land zu gewinnen, gr. qu. fol.
Züchtigung des Schulmeisters von Falerii, 1779, S. f" o. 1.
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, 1780, S. gr. fol.
Antonius mit der Cleopatra beim Fischfange, 1777. qu. fol.
Dieselbe Darstellung in grösserem Maasstabe, 1770, gr. fol. folio. ;
Antonius reicht beim Feste der Lupercalien dem Cäsar einst goldene Krone, 1779, gr. fol. ;
Cleopatra mit ihren Frauen vor dem Grabe des tödtlich ver- wundeten Antonius, 1776, gr. fol.
Chilon bietet dem Herenius seinen Hals dar, 1776, gr. fol.
Herodes vertilgt eine Räuberbande mittelst einer Maschine, ! die in ihre Höhle hinabreicht, 1776, gr. fol.
Agrippina mit der Asche des Germanicus zu Brundisium, gr. qu. fol.
Arminius lässt den Kopf des Varus zu Marbod bringen, gr. u fol. 1
Die Römer schleudern Statuen gegen die anstürmenden Go- then, 1782, s. gr. fol. /
Die Verbrennung der Leiche des Julius Cäsar, nach einem
— Gemälde von 1750, und 1783 geätzt, s. gr. qu. fol. 128) Nero verbrennt im Circus eine grosse Anzahl von Christen, sehr reiche Composition, 1783, s. gr. fol. |
Darstellungen aus der modernen Geschichte.
Carl der Grosse sieht die Emma, wie sie zur Nachtszeit den Eginhart fortträgt, fol. .
Berchtold Schwarz in seinem Laboratorium während einer Pulverexplosion , 1784, fol. ;
Wallerhelm Tell schießt den Apfel vom Haupte seines Sohnes, 1776, fol. - a }
Ferdinand Cortez empfängt die Gesandten des Montezuma, 1785 , qu. fol.
- Johannes Huss auf dem Scheiterhaufen, qu. fol,
St. Bonifacius fällt die heilige Eiche, 1781, s. gr. fol.
Kaiser Friedrich I. findet im Cydnus bei Seleucia den Tod, 1781, s. gr. fol. .
Der Tod Friedrich II., Composition von sechs Figuren. Ge- malt und geätzt von B. Rode, vollendet von E. Henne, s. r. qu. fol. Eines der Hauptblätter.
Der junge Kaiser Heinrich IV. entkommt durch einen Sprung aus dem Schiffe der Gewalt des Erzbischofs von Mainz, 1781 , s. gr. fol.
Rudolf von Schwaben, verliert in der Schlacht gegen Hein- rich IV. den Arm, 1781, s. gr. fol. a >
Die Weiber von Weinsberg und Kaiser Conrad, 1781, s. r. fol. '
Der junge Conradin küsst den Kopf seines enthaupteten Freundes, 1781, s. gr. fol. ; )
Heinrich der Löwe lässt die gedemüthigten Wenden vor sich erscheinen, 1781 , s. gr. fol.
Bogislaus X. von Pommern vertheidiget sich auf dem Schiffe mit einem Balken, 1781, s. gr. fol. ;
Kaiser Rudolph ergreift beim Eid der Treue das Crucifix statt des Scepters, 1782, s. gr. fol. |
Der Köhler vertheidiget den sächsischen Prinzen gegen seinen Räuber Kuntz von Kaufungen, 1781, s. gr. fol.
Joachim II. von Brandenburg empfängt zuerst das Abend-
; mahl unter beiderlei Gestalten , fol.
Dieselbe Darstellung mit Veränderungen, 1783, s. gr. qu. folio, '
Albrecht Achilles entreisst einem feindlichen Fähndrich die Fahne, und vertheidiget sich allein gegen 10 Krieger, 1785, s. gr. qu. fol. . . .
Albrecht Achilles ersteigt zuerst die Mauern von Greiffen- berg, 1783, s. gr. qu. fol.
Der Burggraf Friedrich IV. liefert seinen Gefangenen, Fried- rich den Schönen, Ludwig dem Bayer aus, 1783, s. gr.
u. fol. ; 150) Friedrich, Wilhelm der Grosse setzt über die Frischhaff und be- freit Rathenau, 1786, s. gr. qu. fol. ; . 151) Derselbe , wie er seine Infanterie auf Schlitten über die Frischhaff führt, s. gr. qu. fol. ;
Die Büste des Grafen Hertzberg in einem Rund. Unten ist ein Genius mit Attributen und Kronen von Lorbeer und Dekretbrief. E. F. Com. de Hertzberg, 1779 gemalt, 1792 rad irt, fol.
Büste des Generals A. H. von Alvensleben, eine auf dem Ti- sche stehende Urne, mit der Inschrift: Praefecto equitum forti Pio Commilitones Amici, 1777 für die Kirche zu Friede ri berg gemalt, fol.
Der Arzt Moehsen, Medaillon mit Genien und Beiwerken, radirt von Rode, gestochen von J. C. Krüger und beendet von G. F. Schmidt, 4.
Das Bildniss der Frau Sulzer, mit allegorischer Umgebung, folio.
— Mythologische und allegorische Darstellungen.
Amor, von einer Biene gestochen, beklagt sich bei der Mut- ter, kl. 4.
Amor's nächtlicher Zuspruch bei Anacreon, kl. 4.
Die drei Parzen mit dem Genius der Gesundheit. Mit De- dication an Dr. Moesen, 4.
Amor mit der Fackel, während man ein Fass einschlägt und seinen Köcher mit Wein füllt. Nachtstück, 4.
Die Göttin der Nacht mit ihrem Gefolge, Plafond im kgl Schlosse zu Potsdam, qu. fol.
Ino und Melicerte unter die Götter des Meeres aufgenom- men, qu. fol.
Amyntas mit der Krone von Blumen, und Chloe im Bade, nach Ramler's Ode, gr. fol.
Silen im Schlafe geneckt, nach Virgil's Ecloge, 1777, fol.
Amyntas zieht zum Schutze eines Baumes einen Damm, nach S. Gessner's Idylle. H. 6 Z., Br. 14 Z.
Daphnis stiehlt die Phyllis dem Palämon vor, nach Gessner's Idylle, gr. 4.
Merkur, der Schmiede Vulkan's, während Venus die Pfeile Amor's in Honig taucht, nach Anacreon, qu. fol.
Sylvia beweint ihren verwundeten Hirten.
Vulkan, mit einem Feuerbrande, verjagt den Boreas mit sei- nem Gefolge, nach Ramler's Idee, qu. fol.
Venus beweint den Adonis, während Liebesgötter den Eber herbeiführen, nach Theocrit, qu. fol.
Die Liebesgötter mit dem Eber, ein kleiner Fries, von der Gegenseite genommen. H. 3 Z., Br. 10 Z.
Der Simois und Scamander ergiessen ihr Wasser, um des Achilles zu ergriffen, kl. qu. fol.
Die Industrie, ein sitzendes Weib mit dem Spinnrocken und einer geflügelten Sanduhr, 4.
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Die vier Elemente, unter weiblichen Gottheiten dargestellt, 4 Blätter, 4.
Die fünf Sinne, jugendliche Frauengestalten nach griechi- scher Art, mit Inschriften: Sehen, Fühlen, Riechen, Hören, Schmecken, 1778. Fünf Blätter, 4.
Die 12 Monate, unter Kindern und Thieren vorgestellt, und durch Zeichen des Zodiacus charakterisirt, 1791, 12 schöne Blätter qu. fol.
Das Fest der Ceres von Nymphen gefeiert, die Blumen und Früchte bringen, langer Fries, 1777, fol.
Allegorie auf die Schauspielkunst, auf den Vorhang des Ber- liner Opernhauses gemalt, grosse Composition, 1792, 8. gr. folio.
Das Fest der Göttin Berlin, mit der Inschrift: Pro Salute hospitis Pauli Petrowitz, M. D. Russ. 1776. fol.
Monument der Malerin A. D. Therbusch, gebornen Lisiew- ska. Der Medaillon ruht auf dem Altare, und daneben ist der Genius mit der erloschenen Fackel, 1783. fol.
Pallas auf einer Sphinx sitzend: Pallas Rutheniae, pacifera. Orbe pacata X. Jul. MDCCLXXIV. Rund fol.
Pallas bietet zweien Frauen (Europa und Asia) Olivenzweige. Pallas Rutheniae pacifera, Pax. Russ. et Turc. MDCCLXXIV., fol.
Die Gerechtigkeit mit der Waage und dem Schwerte, halbe Figur, 1793, qu. fol.
Eine Christin (Rode's Mutter) erhebt sich aus dem von En- geln geöffneten Sarge, Nach einem Bilde der Marienkirche zu Berlin, 1771, fol.
Die Religion am Todbette eines Christen (Rode's Vater), die Hoffnung in Wolken weiset ihn der Ewigkeit zu, 1793, fol.
Ein Mann auf dem Todbette ausgestreckt, anscheinlich Ro- de's Vater, flüchtig radirt, das oben erwähnte Blatt, wel- ches in einem Münchner Auctionskataloge als äusserst selte- nes Blatt des Sal. Konig erklärt wird, welches nirgends be- schrieben seyn soll. H. 4 Z. 3 L., Br. 6 Z. 2 L.
Dieses Blatt ist sehr selten. Ausser dem in München vor- gefundenen Abdrucke besitzt auch R. Weigel einen solchen.
Ein Christ auf dem Sarge (Rode's Sohn,) vom Tode und der Hoffnung umgeben, welche auf einen Schmetterling deutet, das Symbol der Unsterblichkeit, 1777, fol.
Bernhard Rode in der Gruft auf seinem Grabe sitzend, des- sen Deckstein in zwei Theile zerbrochen ist, An der grö- seren Hälfte steht: RODE, qu. fol.
Phantasiestücke.
Spiele von bacchischen Kindern, in zwei Friesen, Herbst und Winter vorstellend. H.3 Z., Br. 10 Z.
Zwei Kinder, wovon das eine die Ziege melkt, das andere selbe füttert, qu. 4.
Ein Kind im geschlossenen Sessel, 12.
Ein junges Weib hinter einem Gitter sitzend, reicht dem ei- nen ihrer beiden Kinder die Brust, 12.
Ein armes Weib sitzt auf dem Boden, ebenfalls mit zwei Kindern, wie sie das kleinere säugt, 12.
Zwei sitzende Kinder, welche die Büste eines Philosophen zeichnen, qu. 8.
Cupido auf einer Ulme, wie er Tauben aus dem Neste nimmt und sich verwundet, 201.
Ein Hirte bläst die Pfeife und ein Kind reicht darnach, 4.
Dieselbe Darstellung, als kleiner Fries.
Ein junger Bauer mit einem Ochsen pflügend, länglicher /
Fries, | 205) Ein Kind mit Malergeräthschaften , 12.
- Ein Maler arbeitend, mit allen Instrumenten seiner Kunst; '
Die Kunst geht nach Brod, 207.
- Ein Neger saugt seinem englischen Herrn das Schlangengift |
aus der Wunde, 4. 208) Der Inca Atahualpa lässt sich von einem Spanier den Namen Gottes auf einen Nagel des Fingers schreiben , 4.
- Eine Scene aus dem Leben Tamerlan's. Er hatte sich mit / der heissen Milch, die er mit dem Löffel mitten aus dem ı
Topfe nahm, die Zunge verbrannt, und daher rieth ihm das Weib, er möchte am Rande bleiben, und zugleich auch den Krieg nicht ins Herz eines Landes spielen, ohne Herr der Grenzen zu seyn.
- Ein kranker Cardinal auf dem Bette geräth ins Lachen, als er seinen Affen sieht, der den Cardinalshut aufsetzt. Diese
Erschütterung hatte für den Kranken wohlthätige Folgen. ı
1700, qu. fo. 211) Die Tochter des Töpfers Dibutades umzeichnet den Schat- ten ihres Geliebten, 1700, fol. . 212) Ein großer Fries nach der Weise eines antiken Basreliefs, 1703 , fol. , 213) Die Zeichenkunst. Ein Alter unterrichtet ein junges Weib im Zeichnen und Malen auf Vasen, . Radirt und geschabt, ein seltenes Blatt. H. 4 Z. 6 L., Br. 3 Z. 4 L.
Blätter nach A. Schlüter;
214 — 223) Neun allegorische Blätter nach Art der Basreliefs,
darunter die vier Welttheile etc. Eine schöne Folge, ver- schiedenen Formats, 1772 zu Berlin bei Nicolai erschienen, fol. 1
224 — 245) Die Masken und Helme am Zeughause zu Berlin. Fünf Blätter stellen die Helme von Aussen über den Fenstern dar, und zwanzig die Helme im Hofe des Gebäudes. Im Ganzen sind es 25 seltene Blätter, 4.
246 — 247) Zwei allegorische Blätter mit Figuren und Emble- men, fol.
- Eine Darstellung von sechs Figuren im Basrelief-Styl. Der Künstler scheint den Tod des Germanicus versinnlicht zu haben, mit der Agrippina am Bette des Gemahls. Ohne Zer- schen und zweifelhaft, gr. qu. 4. '
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