Roccati, Marietta — Rocca, Antonio. Studium, und huldigte der verderblichen Manier seiner Zeit un- gemessen. Im grossen Rathssaale zu Venedig malte er das Seegefecht zwischen den Venetianern und Kaiser Otto. In der Kirche des hl. Georg zu Venedig stellte er das Wunder mit den Broden dar. In Gallerien findet man selten Bilder unter seinem Namen. Einige gelten sicher für Jacopo Tintoretto, andere sind nicht würdig genug in einer grossen Sammlung zu erscheinen. In der k. Galle- rie zu Dresden ist ein Gemälde, welches Susanna mit ihren drei Zofen im Bade darstellt. Im Hintergrunde ist Laubwerk, hinter welchem die beiden Alten lauschen. In der k. Gallerie zu Schleissheim ist die Stig- matisation des heil. Franz. R. Sadeler stach nach ihm die Magda- lena in der Wüste, und dieselbe Darstellung erschien auch in Sandrart's Verlag. Lanzi rühmt besonders ein Bild der reuigen Magdalena auf dem Campidoglio. Tintoretto jun. starb im 75. Jahre. Ridolfi sagt, dass Domenico nach der Erfindung seines Vaters in Kupfer radirt habe. Robusti, Marietta, Jacopo's Tochter und Schülerin, zeichnete sich als Portraitmalerin aus. Sie malte mit einer Kunst, die der- jenigen ihres Vaters glich. In Goethe's Winckelmann heisst es, ihre Bildnisse hätten, wie alle Gemälde aus der guten Zeit der vene- tianischen Schule, eine mit kräftigem Natursinn aufgefasste derbe Gegenwart. Ihr erstes Werk war das Portrait des Marco de Ves- cori, woran man besonders den Bart bewunderte. In der Sammlung des Herzogs von Orleans sah man einen sitzenden Mann in schwar- zer Kleidung, der die Hand auf ein offenes Buch legt. Auf dem Tische ist ein Crucifix, eine Uhr, ein Schreibzeug und Papier. In Weizenfeld's Verzeichniss der Gallerie in Schleissheim (1775) wird ihr auch ein Gemälde beigelegt, welches eine Gesellschaft von Cava- lieren und Damen verstellt, wie sie sich bei Musik ergötzen. Der Ruf dieser Künstlerin drang auch ins Ausland. Maximilian und Philipp II. von Spanien luden sie an ihre Höfe ein; allein der Va- ter liess sie nicht von sich. Er gab sie einem reichen venetiani- schen Goldschmiede zur Frau, der aber 1500 das Unglück hatte, den Tod seiner noch nicht dreissigjährigen Gattin zu beweinen. In der Tribune zu Florenz ist das Bildniss dieser Künstlerin, welches P. A. Pazzi gestochen hat. Robyn, W. nennt Füssly einen Kupferstecher, der ein satyri- sches Blatt gestochen haben soll, unter dem Titel: Den Alleen opugte en onvervalste italiaansche doctor an Watzegger, roy. fol. Wir fanden über dieses Blatt keine näheren Angaben. Bocalia, Beiname von L. Murari. Rocamier, Maler zu Paris, ein jetzt lebender Künstler. Er ist Re- staurateur am kgl. Museum des Louvre. Rocca, Andrea, Musivarbeiter, arbeitete um 1500 zu Savona. Im Dom daselbst fertigte er mit Elias Rocca Chorstühle. Rocca, Antonio, Maler, stand um 1611 — 27 im Dienste des Ho- fes zu Turin. Seine weiteren Lebensverhältnisse sind unbekannt. Lanzi sagt aber, dass seine Arbeiten durch jene der beiden Vanloo verdrängt wurden.
Jahrhunderts. Nach seiner Zeichnung stach A. Neureutter das Cru- cifix auf der Brücke zu Prag.
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