Robusti, Jacopo, genannt il Tintoretto, (der Färber, nach dem Handwerke seines Vaters) Maler, geb. 1512, gest. . Die- ser grosse und eigenthümliche, aber leider sehr ungleiche Meister, war Titian's Schüler, aber nur kurze Zeit, da Vecelli, eifersüchtig auf das Talent seines Zöglings, ihn bald wieder entlassen haben soll. So behaupten die italienischen Schriftsteller, allein es ist kein Grund da, den Titian eines solchen Kunstneides zu beschuldigen. Tintoretto's Eigenthümlichkeit scheint in dieser Schule nicht ganz befriediget worden zu seyn; es zog ihn auch zu Michel An- gelo hin, obgleich ihm dessen Geistesart durchaus fremd blieb.
ein Talent war ein dem Titian verwandtes, was sich in seinen besseren Werken auf das deutlichste kund gibt. Die genannten Meister, blieben ihm aber auch stets im Andenken, und er vergass nie den Wahlspruch, den er nach dem Austritte aus Titian's Schule über die Thüre seiner ärmlichen Werkstätte schrieb: Il disegno di Michelangiolo e il colorito di Tiziano. Ganz vor-
trefflich ist er aber nur, wenn er in seiner naturalistischen Rich- tung den Titian nachahmte, verfiel aber nach Waagen (Kunst- werke etc. III. 476) in Verworrenheit der Anordnung, in Missfor- men und geistige Leerheit, wenn er Michelangelo im Sinne hatte. Dabei führte ihn die zuweit getriebene Bravour in der Behand- lung auf eine oberflächliche Flüchtigkeit und büsste er über dem Streben nach starken Effekten durch schwarze Schatten und weisse Lichter das schönste Erbtheil seiner Schule, eine warme, natur- wahre Färbung ein. Einige seiner Bilder sind im Verlaufe der Zeit schwarz geworden, andere theilweise nachgedunkelt.
Studiums gewesen seyn. Er pflegte oft die Modelle bei Laternen- lichte zu zeichnen, um stärkere Schatten zu bekommen und sich so ein sehr starkes Helldunkel anzubilden. In derselben Absicht machte er Modelle aus Wachs und Kreide, die er sorgfältig bekleidete und in kleine Pappen- und Bretthäuser setzte, wo er durch die Fenster kleine Lichterchen anbrachte, welche Licht und Schatten bestimmt angaben. Eben diese Modelle hängte er auch an Fäden an die Decke in dieser oder jener Stellung, und zeichnete sie von mehreren Standorten aus, um die Perspektive zu gewinnen, wel- che seiner Schule noch nicht so bekannt war, wie der lombardischen. Auch die Anatomie vernachlässigte er nicht, zeichnete so viel mög- lich Nacktes in allerlei Verkürzungen und verschiedenen Bewegun- gen, um die Compositionen mannigfaltig zu machen. Es ist also übertrieben, wenn Hirt (Bemerkungen auf einer Kunstreise S. 60) sagt, Tintoretto habe „sich ohne theoretische Studien in die Praktik ge- worfen, und die venetianische Schule zu Schanden gemalt. Die- ser Meister ist freilich in einer sehr unglücklichen Richtung befan- gen, er ist bei bedeutenden Verdiensten nicht von erheblichen Mängeln frei, aber er hat selbst bei seinem übertriebenen Streben nach Ostentation noch sehr Erhebliches geleistet. Sein schönes Talent entwickelte sich nur da in seiner vollen Bedeutung, wo er durch das Vorbild der Natur gefesselt war; wenn ihn sein auf Leiden- schaft und dramatische Bewegung gerichteter Sinn fortriß, über- schritt er nicht selten das Maass, besonders in größeren, oft ge- waltsam überfüllten Compositionen. Vasari konnte sich daher nicht eines scharfen Tadels enthalten, besonders bei Gelegenheit des Ge- mäldes des Weltgerichtes in St. Maria dell Orto, wo Vasari seine Fehler gegen die Besonnenheit und die malerischen Uebertreibun- gen tadelt. In anderer Hinsicht konnte ihm aber auch Vasari die Achtung nicht versagen und musste das Gewicht seines urkräftigen Geistes anerkennen. Ja selbst der große Titian zollte ihm Bewun- derung. Die Meinung, dass man in diesem Meister die Bewegung studiren müsse, war zum Sprichworte geworden. Als Beispiel sel- ner bewunderungswürdigen Leichtigkeit dient das Gemälde der Bru- derschaft des heiligen Rochus zu Venedig. Es wurde desswegen eine Art Concurs eröffnet, an welchem außer Tintoretto auch Paolo Veronese, A. Schiavone, Salviati und F. Zucchero Theil nahmen. Jeder dieser Maler lieferte bis zu einem bestimmten Tage eine Zeichnung, nur Tintoretto brachte zum Staunen der Anwesenden ein vollendetes Gemälde, welches er der Bruderschaft zum Ge- schenke machte. Alle Maler ließen ihm Gerechtigkeit widerfah- ren, und nannten ihn „il furioso Tintoretto, un fulmine di pe- nello". Auch Annibale Carracci erkannte das Verdienst dieses Meisters, bemerkt aber, Tintoretto sei in Vielem unter Tinto- retto. Auch Paolo Veronese, der Robusti's Talent so sehr bewun- derte, pflegte zu klagen, dass er durch das Malen in jeder Manier die Künstler verderbe und damit gerade den Begriff der Kunst- übung vernichtete. Vielleicht erinnerte sich Hirt gerade dieses Aus- druckes, als er schrieb, Tintoretto habe die venetianische Schule zu Schanden gemalt. Doch auch der gepriesene Mengs hat die- sen Künstler zu streng getadelt, ihm nur das Verdienst des Schnell- malens zugestanden; allein gerade dadurch hat sich Tintoretto sein Ver-
Dass ein Künstler von seinem Geiste und von so wunderbarer Leich- tigkeit, bei langem Leben und immerwährender Thätigkeit, viele Werke hinterlassen habe, ist offenbar. Einige seiner Werke sind von bedeuten- dem Umfange, aber diese gehören nicht immer zu seinen gediegen- sten. Die Portraitbilder, deren sich in mehreren Sammlungen fin- den, sind aber durchaus zu seinen geistreichsten, grossartigsten Leistungen zu zählen. Was ausserdem noch von Bedeutung ist zählen wir hier nach dem Inhalte der Bilder auf und geben einige Stiche nach denselben an. Venedig, wo der Künstler fast immer verweilte, und das übrige Italien, Frankreich, England und Deutsch- land, besitzt Werke von ihm. Ausgezeichnete bewahren die Gal- lerien in München, Wien, Dresden, Berlin, Paris und die engli- schen Sammlungen. Es ist indessen fast keine bedeutende Samm- lung, die nicht irgend ein Werk von Tintoretto aufzuweisen hat.
Bildnisse.
Bildniss des schon bejahrten Künstlers von vorn genommen, durch die breite Behandlung und die ganz schwarzen Schatten von etwas rohem Eindruck. Museum des Louvre.
Bildniss des Künstlers, wie er seinen Sohn dem Dogen zu empfehlen scheint, Kniestück in Lebensgrösse, Pinakothek zu München. |
Portrait des Künstlers in schwarzer Kleidung. Pinakothek zu München. |
(Tintoretto's Bildniss stach Marcenay de Guy. In Ridolfi's Biographie des Künstlers ist ebenfalls das Bildniss Robusti's und seiner Tochter gestochen.) |
Juan d'Austria, eines der schönsten Bildnisse Tintoret's. Mu- seum zu Neapel.
Das Bildniss des heil. Carolus Borromäus, von van Sommer in Mezzotinto gestochen.
Ein vornehmer, ritterlicher Herr in kräftiger Jugend, mit fei- nem geistvollen Gesicht. |
Ein würdiger Greis in der feierlichen Tracht der Procuratoren des hl. Marcus. |
Diese beiden Bildnisse, welche die Gallerie des Museums zu Berlin bewahrt, gehören zu den geistreichsten Werken des Mei- sters, wie Kugler (Besch. d. Gallerie S. 121) behauptet.
Bildniss eines bärtigen, kahlköpfigen Mannes in schwarzer Kleidung, in der Rechten ein Schnupftuch, in der Linken eine Mütze haltend, grossartig und wahr in der Auffassung, warm und
tief in der Färbung. Museum des Louvre. |
Portrait eines Mannes mit rothem Bart, im violetten Wams und schwarzem Rock, die Linke in die Hüfte gestemmt, in der Rechten ein Papier haltend. Anno 1540.
Bildniss eines venezianischen Edelmanns, edel und maßig auf- gefasst, trefflich modellirt, von röthlich warmem Fleischton 1588. Ehedem in der Gallerie Orleans, jetzt in der Bridgewater-Gallerie,
Bildniss des Herzogs von Ferrara, aus der Gallerie Orleans vom Grafen von Carlisle gekauft. Derselbe ist auch zu Castle Ho- ward in England,
Das Portrait des Aretino, ehedem in der Gallerie Orleans, Lord Gower kaufte es, und dann ging es in den Besitz des Herzogs von Sutherland über.
Jenes des Titian, welches gleiches Schicksal hatte.
Das Bildniss des Dogen Francesco Donati, Brustbild aus der besten Zeit des Künstlers, voll Geist und meisterlich im tiefen, kla- ren, warmen Ton ausgeführt. In der Sammlung des Sir Abraham Hume zu London.
Das Bildniss des berühmten Arztes und Anatomen Vesalius, Echt und sehr ausgezeichnet. In der Sammlung zu Corsham.
Portrait eines Mannes, edel und kräftig behandelt. Gallerie der kgl. Eremitage zu St. Petersburg.
Brustbild eines bejahrten, weißbärtigen Mannes, im rothen Kleid, lebensgross. Gall. zu Wien.
Bildniss eines jungen Mannes in schwarzer Tracht an einer Säule stehend. Halbe Figur in Lebensgrösse, Gall. zu Wien.
Büste eines bejahrten graubärtigen Mannes in dunkler Klei- dung, lebensgrosse halbe Figur. Gallerie in Wien.
Brustbild eines Mannes mit schwarzen Haaren und einer star- ken Adlernase, in der Kleidung eines Procurators von St. Marcus, in Lebensgrösse. Gallerie in Wien.
Bildniss eines Procurators von St. Marcus mit dunklem Haar und Bart, in rothsammetner mit weißem Pelz ausgeschlage- ner Amtskleidung, in halber Lebensgrösse. Gallerie in Wien.
Bildniss eines See-Officiers in der Rüstung, die Rechte auf den auf dem Tische stehenden Helm gestützt. Durch das Fenster im Grunde sieht man eine Galeere. An der Säulenbase: Anno XXX. Lebensgrosses Kniestück. Gall. in Wien.
Bildniss eines bejahrten Mannes mit weißem Haar und Bart, in einem braunen Pelzüberkleide. Lebensgrosse halbe Figur. Gal- lerie in Wien.
Bildniss des Dogen Nicolo da Ponte, in hohem Alter. Er sitzt im Ornate, in einem Armsessel, auf dessen Lehne er die Lin- ke legt. Lebensgrosses Brustbild. Gallerie in Wien.
Bildniss eines sitzenden Mannes im dunklen Pelzkleide, in der Linken die Handschuhe haltend. Lebensgrosse halbe Figur. Gal- lerie in Wien.
Bildniss eines vornehmen Venetianers mit weißsen Haaren, in einem rothen Pelzkleide. Maler: lebensgroße Figur. Gallerie in Wien.
Bildniss des 70jährigen Seehelden Sebastiano Veniero, in vol- ler Rüstung, mit dem Purpurmantel über der Schulter und dem Commandostabe in der Hand, als Befehlshaber der venetianischen Flotte in der Schlacht bei Lepanto 1571, welche im Grunde links vorgestellt ist. Lebensgrosses Kniestück, Gallerie in Wien.
Bildniss des greisen Dogen Nicolo da Ponte, mit dem Ornate angethan im Lehnstuhl sitzend. Das Sacktuch in der Rechten hal- tend. Lebensgrosses Kniestück, Gallerie in Wien.
Bildniss eines gebeugten Greises im Lehnstuhle sitzend, vor ihm ein Knabe stehend. Lebensgrosses Kniestück. Gallerie in Wien. (Gest. von Prenner in schwarzer Manier.)
Brustbild eines schwarzbärtigen Mannes in dunkler Kleidung. Lebensgross. Gall. zu Wien.
Bildniss eines Mannes in schwarzer Kleidung im Lehnstuhle am Tische sitzend. MDLII. ANN, XXXV. Lebensgrosses Kniestück. Gallerie zu Wien,
Bildniss eines ansehnlichen Mannes in einem schwarzen, mit grauem Pelze verbrämten Kleide, am Tische sitzend, worauf ein Buch liegt. Lebensgrosses Kniestück. Gall. zu Wien.
Brustbild eines Mannes mit kurzem Schnurr- und Spitzbarte in Lebensgrösse. Gallerie in Wien.
(Die Bildnisse der Gallerie des Belvedere in Wien, sind von Prenner, P. Troyen, L. Vostermann u. a. gestochen.)
Bildniss einer im Lehnstuhle sitzenden Frau in schwarzer Klei- dung mit einem Knaben, lebensgrosses Kniestück. Pinakothek zu München.
Portrait des Anatomen Vesalius im Lehnstuhle bei offenem Fen- ster, den Zirkel in der Hand haltend, halbe Figur. Pinakothek zu München.
Theophrastus Paracelsus, berühmter Arzt. (Gestochen von F. Chauveau.)
Darstellungen aus dem alten Testament.
Das Paradies, ein 30 Fuss hohes und 74 Fuss breites Bild im Saale des hohen Rathscolllegiums zu Venedig, mit fast unzähligen Figuren, von vielen bewundert und gepriesen, aber von Algarotti als Muster schlecht ersehener Composition getadelt. Auch von Quandt sagt in der Note zu Wagner's Uebersetzung des Lanzi, dieses un- geheuer grosse Gemälde verfehle ganz seine Wirkung und errege nur Langweile, wenn man die Menge von Figuren erwägt, deren keine einzige das Gemüth anspricht. Im Ganzen betrachtet erschei- nen die Gruppen wie grosse Wolken, überall sei Verschwendung von Farbe und Platz.
Die Skizze zu diesem berühmten Bilde ist im Museum des Louvre, wohin sie aus dem Hause Bevilacqua zu Verona kam,
Adam und Eva unter dem Baume, Fresco in St. Trinita. (Gesto- chen von Zucchi für das Teatro di Venezia und von Monaco.)
Cain tödtet den Abel. Fresco in St. Trinita zu Venedig, Ge- stochen von Zucchi für das Teatro di Venezia).
Moses sieht die Feuersäule, Fresco in St. Rocco zu Venedig. (Gestochen von Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Jakob, der Laban's Schafe weidet. (Gestochen von C. Mellan und von Schepk.)
Jonas vom Wallfische ausgeworfen. (Von V. le Febre zart radirt.)
Die Anbetung des goldenen Kalbes, und Moses, der von Gott die Gesetztafeln erhält, letztere Darstellung in der obern Abthei- lung, die erstere unten. Dieses Bild ist in St. Maria dell Orto und das Gegenstück zum jüngsten Gerichte. (Gestochen von J. Lenardis.)
Die Himmelsleiter, in der Schule des heil. Rochus zu Vene- dig. (Gestochen von A. Zucchi.)
Nagler's Künstler - Lex. Bd. XIII. 17
Die keusche Susanna im Bade, von den Alten überrascht, in der Zeichnung schwach, aber durch die helle, glühende, klare Färbung ansprechend. Museum des Louvre.
Susanna aus dem Bade steigend von den Alten überrascht, Im Grunde ein Garten. Lebensgrosse Figuren. Gallerie in Wien. Von J. Männl in schwarzer Manier gestochen. |
Eine ähnliche Darstellung. In Museum del Prado.
Das Opfer Isaak's in einer reichen Landschaft mit kühlen Berg- formen, durch die warme Beleuchtung von grossem Effekt, fleissig und klar. Ehedem im Besitze Tresham's, jetzt zu Castle Howard
Rahel und Jakob am Brunnen. (Gest. von C. Mellan.)
Esau verkauft das Recht der Erstgeburt. (Gest. von H. Falk)
Die Findung Mosis, lebensgrosse Figuren. Pommersfelden.
Das Manna sammeln in der Wüste, reiche Composition, von Or- senbeck radirt.
Esther und Ahasverus, ehedem in der Sammlung des König Carl I. von England, jetzt im Pallaste Kensington, (Gestochen von S. Gribelin.)
Eine ähnliche Darstellung ist im Escurial.
Daniel kündigt dem Balthasar das Ende seines Reiches an, Lebensgrosse Figuren. Gallerie in Schleissheim, |
Judith und Holofernes. Im Museo del Prado.
Die Tochter Pharao's. Im Museo del Prado.
Joseph und Potiphar's Frau. Im Museo del Prado, u
Darstellungen aus dem neuen Testamente,
Die Geburt des Johannes, ehedem im Cabinet Crozat, (Gesto- chen von F. Hortemels.) |
Die Geburt des Johannes, eine unpoetische Composition, gewöhnliche Wochenstube. Gallerie der kgl. Eremitage in St. Petersburg.
Die Verkündigung Mariä, lebensgrosse Figuren in der Gallerie zu Schleissheim. (J. Sadeler hat eine solche Darstellung gestochen.) |
Der Traum Joseph's, im Ton des Fleisches besonders warm und klar, in der hier sehr wesentlichen Landschaft reich und poetisch, in der Ausführung fleissig. In der Sammlung zu Altona Tower. | Die Geburt Christi und die Anbetung der Hirten, halbe lebens- grosse Figuren. Pinakothek zu München, |
Die Anbetung der Hirten, halbe lebensgrosse Figuren, in der Landschaft die drei Könige. Höchst charakteristisch für die edlere Geistesart dieses Meisters, in einem glühenden, dem Titian nahe- kommenden Ton, flüchtig-geistreich hingeschrieben. Aus der Sam- mlung Tresham, jetzt in Howard Castle, | Die Geburt Christi, ehedem, in der Sammlung Carl's I. von England. | Die Verkündigung der Hirten, skizzenhaft geistreich, In der Sammlung zu Altona Tower, |
Die Anbetung der Hirten, lebensgrosse Figuren, ehedem in Salzdahlum. |
(Eine Anbetung der Hirten hat Sacchi geätzt.)
Die Taufe Christi, ein Landschaftsbild mit kleinen Figuren, Gall. zu Wien. 5
Die Beschneidung, ein von Vasari erwähntes Bild, damals als Carmine zu Venedig, in Schiavoni's Weise colorirt, (J. Sadeler hat eine solche Darstellung gestochen.)
Maria geht zum Tempel, in der Kirche all' Orto zu Venedig, (Gestochen von Desplaces, dann von A. Zucchi, und von Frago- nardi im Kleinen radirt.)
Die Flucht nach Aegypten, schöne Composition, in der Gall. zu Wien. (Gestochen von Ossenbeck.)
Der Kindermord, reiche Composition. (Gestochen von Egid Sadeler; kleiner mit M. Sadeler's Adresse; von einem Anonymen in E. Sadeler's Manier, der Gertruyd Roghman zugeeignet, von J. Jackson in Helldunkel geschnitten.)
Die Versuchung Christi, reiche Landschaft mit kühnen Berg- formen, eines der Hauptbilder dieses Meisters, welches aus der Sammlung Tresham nach Castle Howard kam.
Die Hochzeit zu Cana, in der Kirche della Salute zu Venedig. (Gestochen von O. Fialetti.)
Die Hochzeit zu Cana, von Carl I. von England von A. de Cardenas gekauft, jetzt in Madrid.
Die Erweckung des Lazarus, kleine Figuren. Gall. zu Pom- mersfelden.
Die Erweckung des Lazarus, in der Katharinenkirche zu Lü- beck 1575,
(Die Erweckung des Lazarus ist in Abbildung vorhanden, von einem Unbekannten radirt, welcher mit Cortese wohl eine Per- son ist;)
Der reiche Mann und der arme Lazarus, in St. Rocco zu Ve- nedig. (Gestochen von A. Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Die Ehebrecherin von den Pharisäern zu Christus gebracht, der auf der Stufe einer Treppe sitzt. Lebensgroße Figuren, eines der Hauptwerke Tintoretto's, in der Gallerie zu Dresden. (Gestochen von P. A. Kilian.)
Das Wunder mit den Broden, (Gestochen von L. Kilian und dem Bischofe Wolfgang von Regensburg dedicirt. Ein Unbekannter (G. Courtois) hat es, für J. J. Russi's Verlag, gestochen.)
Christus heilt den Kranken. Gallerie zu Wien. (Gestochen von Prenner.)
Christus heilt den Lahmen im Tempel, reiche Composition (Gestochen von V. Jeane de Febre.)
Nicodemus kommt zu Christus zur Nachtzeit. Aus dem Ca- binet Derby. (Gestochen von Winstanley.)
Die Fusswaschung, aus der Sammlung Carl I. von England, und von D. A. de Cardenas gekauft, jetzt in Madrid im Museo del Prado.
Die Fusswaschung, in S. Gervasio zu Venedig. (Gestochen von A. Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Die Fusswaschung des Herrn. Im Escurial.
Magdalena salbt im Hause des Simon die Füsse Christi. In der alten Sammlung des Königs von Frankreich.
Magdalena im Hause des Pharisäers die Füsse des Heilandes trocknend, 5 F. 4 Z. hoch. Pinakothek zu München.
Eine ähnliche Darstellung ist im Escurial.
Magdalena wirft den Schmuck von sich. Im Escurial.
Das Abendmahl des Herrn, für den Speisesaal der Kreuzträger.
Das Abendmahl, ein Bild der alten französischen Sammlung, in welchem sich die verderbliche Richtung des Künstlers auf uner- freuliche Weise kund gibt. Es ist nicht aufgestellt. Ehedem war dieses Bild in der Sammlung des Prinzen von Carignan.
Das Abendmahl in der Sammlung zu Corshamhouse hält Waagen für ein gutes Bild des Giac. Bassano.
Das Abendmahl, nach einer Zeichnung von B. Picart gesto- chen, für die Impostures innocentes.
Das Abendmahl, in S. Gervasio zu Venedig. (Gestochen von A. Zucchi für das Teatro di Venezia, kleiner von E. Sadeler.)
Christus vor Pilatus, in der Kirche S. Rocco zu Venedig. (Ge- stochen von N. Braun, und N. Cochin für die Tabellae Patinae.)
Die Verspottung Christi. Im Johanneseum zu Gratz.
Die Austellung Christi durch Pilatus (Ecce homo), kleine Figu- ren, Pinakothek in München,
Der tode Christus von Engeln unterstützt und betrauert; eine geistreiche, in den Motiven lebhaft dramatische, in der Färbung tiefe und stehende Skizze. Museum des Louvre.
Die Kreuzabnehmung, ehedem in der Gallerie Orleans, von Herzog von Bridgewater um 600 Pfd. gekauft.
Christus vom Kreuze abgenommen liegt im Schoosse der ohn- mächtigen Mutter und wird von Joseph von Arimathia und Nico- demus, so wie von zwei Frauen betrauert. Ganze Figuren in hal- ber Lebensgrösse. Gallerie in Wien. (Gestochen von E. Sadeler; copirt von R. de Polent, der das ganze Kreuz und eine Leiter an- brachte; eine Copie mit Moncornet's Adresse; Stiche von G. Te- mini, Lisebetius und Lorenzini.); Der Leichnam Christi auf dem Schoosse der Mutter, Cabinet Boyer d'Aiguilles. (Gestochen von Cuvelmans.) Die Kreuzabnehmung, flüchtige Skizze, achteckig. In der al- ten, kgl. französischen Sammlung. Die Kreuzabnehmung, in der Theatinerkirche zu München. Der Leichnam Christi von Maria und Joseph gehalten, ehe- dem in Salzdahlum, lebensgrosse Figuren. Der Leichnam Christi auf dem Schoosse der Maria, von Mag- dalena und Johannes gehalten. Cabinet Reynst. (Gestochen von C. Visscher.)
Die Kreuzigung Christi, ein wegen der Originalität der Dar- stellung gerühmtes Bild, für die Schule des heil. Rochus gemalt, und mit dem Namen des Meisters bezeichnet. Ag. Carracci hat es in Kupfer gestochen. Tintoretto selbst gestand, es sei im Stiche Vieles besser gezeichnet, als in Gemälde. Eine alte Copie dieses Blattes ist von F. Valesius, ebenfalls im grossen Formate. Eine gegenseitige Copie hat die Adresse von M. Sadeler. E. Hainzel- mann stach das Bild von der Seite des Originals, und in der Grösse des Kupferstichs von Carracci ist der Holzschnitt von Jackson. Auch Ragot, S. Durelli und P. Soldatini haben diese Darstellung gestochen. Die Kreuzigung, edle Composition von fünf Figuren, geist- reich gemalt, aber etwas dunkel. Sammlung zu Corshamhouse.
Christus am Kreuze zwischen den beiden Schächern , im Vor- grunde Maria ohnmächtig in den Armen der Frauen. Finsterniss tritt ein, die Felsen spalten, die Todten erstehen, alles flieht vor Furcht und Schrecken. Ganze im Vorgrunde colossale Figuren, ehedem Altarbild in der Augustinerkirche zu München, jetzt in der Gall. zu Schleissheim.
Das Begräbniss Christi, im Vorgrunde die ohnmächtige Maria.
Die Grablegung, ein Bild mit 3 lebensgrossen Figuren, ehe- dem in der Gallerie Orleans, jetzt in der Bridgewater-Gallerie. Es ist ungleich edler und wahrer in den Motiven als meist, besonders die Gruppe der ohnmächtigen Maria mit zwei Frauen von würdigem
Anblick.
Die Grablegung Christi, edel in Charakteren, warm in der Färbung. Sammlung in Burleighhouse.
Die Grablegung. Im Escurial.
(Die Grablegung von Tintoretto wurde von mehreren Künst- lern gestochen: von J. Matham 1594, D. Custos, L. Kilien, A. Scacciati, L. Croutelle, von diesem für das französische Gal- leriewerk.)
Die Auferstehung Christi. Engel heben den Stein vom Grabe, (Gestochen von E. Sadeler.)
Der ungläubige Thomas. Ehedem in der Gallerie Orleans, von Lord Falmouth um 40 Pfd. gekauft.
Die Himmelfahrt Christi. (Gestochen von W. Kilian.)
Christus von zwei Heiligen umgeben, Fresco in S. Rocco zu Venedig. (Gestochen von Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Das jüngste Gericht in S. Maria dell'Orto, ein an 50 Fuss hohes Gemälde, welches Vasari zum Gegenstande seines Tadels macht, indem er sagt, Tintoretto habe es in einer ausschweifen- den Erfindung gemalt, die in der That etwas Furchtbares und Schreckliches an sich habe, indem der Künstler eine grosse Man- nigfaltigkeit von Figuren jeden Alters und Geschlechtes in Grup- pen vereinigte, welche durch Aussichten auf die seeligen und ver- dammten Seelen in der Ferne unterbrochen werden. Auch den Nachen des Charon brachte er an, aber auf ganz originelle Weise. Im Ganzen nennt Vasari die Erfindung phantastisch, er glaubt aber, es würde dieses dennoch das bewunderungswürdigste Ge- mälde seyn, wenn Tintoretto richtiger gezeichnet und die Compo- sition schärfer durchdacht hätte. So aber gerathe man auf den ersten Blick in Erstaunen, und bei der Prüfung im Einzelnen schei- ne es, er habe nur zum Scherze gemalt. (Gestochen von Leo- nardis.)
Das jüngste Gericht, ehedem in der Gallerie Orleans, vom Herzog von Bridgewater um 150 Pfd. gekauft.
Der Engelsturz, oben schweben Gott Vater und die hl. Jung- frau mit dem Kinde in einer Glorie, Ganze Figuren in Lebens- grösse. Gall. zu Dresden.
Der Fall der Engel, nach einer Zeichnung von le Suur in Holz geschnitten, für Crozat's Werk.
Darstellungen aus der heiligen Geschichte und Legende.
Die Himmelfahrt Mariä, in der Hauptkirche zu Bumberg. (Ge- stochen von G. C. Eimmart.)
Die Himmelfahrt Mariä, in der Jesuitenkirche zu Venedig. (Gestochen von A. Zucchi.)
Maris mit dem Jesuskinde auf Wolken von Engeln und Cherubim umgeben, in der unteren Abtheilung zwei Bischöfe mit St. Catharina und St. Barbara. Mitten im Bilde kniet ein junger Mann in Priesterkleidung. Ganze Figuren in Lebensgröße. Eines der besten Bilder Robusti's in der Gall. zu Dresden, gestochen und lith. für das Galleriewerk.
Die heilige Jungfrau, von den Engeln in der Luft getragen, erscheint dem heil. Hieronymus. (Gestochen von Ag. Carracci; eine Copie aus Mariette's Verlag.)
Großes Wunder, das sich beim Fortschaffen des Leichnams des heiligen Marcus zeigte. In der Schule des heiligen Marcus in Venedig. (Gestochen von A. Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Das Wunder des heiligen Marcus, der einen zur Folter ver- dammten Sklaven befreit. Es ist dies ein in türkische Gefangen- schaft gerathener Venetianer, der, auf der Erde ausgestreckt, be- reits den Tod erwartet, als der heilige Marcus erscheint. Seine Bände lösen sich, und die Marterwerkzeuge zerspringen in den Händen der Henker, zum Erstaunen des Richters und des Volkes. Dies Bild malte Tintoretto gegen 1548 für die Schule des heiligen Marcus zu Venedig. Es ist eines seiner Hauptwerke, im Ge- schmacke Titian's, aber mit grosser Energie behandelt, mit Jacopo Tintoret. F. bezeichnet. Unter Napoleon musste es die Wanderung nach Paris machen. Jetzt ist es in der Gallerie der Akademie zu Venedig. Die Original-Skizze ist in der Sammlung des Poeten Rogers, zu London, eben so geistreich, als saftig und tief im Ton. (Gesto- chen von J. Matham; in Holz geschnitten von Jackson.)
Die Marter des heiligen Marcus. In der alten kgl. franzö- sischen Sammlung, schwaches Bild.
St. Agnes erweckt den Sohn des Präfekten Symphronius zum Leben. Die Heilige fleht auf den Knien zu Gott um das Leben desjenigen, der sie schänden wollte, aber während seines Ansin- nens todt zur Erde fiel. Ihre Bitte fand Gewährung, in Gegen- wart des Vaters und einer grossen Anzahl von Zeugen. Dieses Gemälde führte Tintoretto für die Kirche der Madonna dell' Orto zu Venedig aus. Unter Napoleon wurde es nach Paris gebracht, später wieder zurück.
Ein zweites Bild aus dem Leben der heiligen Agnes, stellt ebenfalls eine Wunderscene dar, in St. Maria dell' Orto zu sehen.
Die heilige Helena, welche das Kreuz Christi als wahr er- kennt, schöne Composition in der Marienkirche zu Venedig. Ge- stochen von G. M. Mitelli.
St. Rochus, wie er die Kranken heilt,
Derselbe Heilige im Gefängnisse vom Engel getröstet.
Diese beiden Bilder, in welchen Tintoretto den Michel An- gelo nachahmte, sind in der Kirche des heil. Rochus zu Venedig.
Die Skizzen dieser berühmten Bilder sind in der Gallerie Lichten- stein zu Wien.
Derselbe Heilige, wie er einen Kranken emporhebt, welchem dann ein Engel den Weg zum Paradiese zeigt. Gall. Lichtenstein.
Die Versuchung des heiligen Anton. (Gestochen von A. Car- racci.)
St. Sebastian an den Baum gebunden. (Gest. von O. Fialetti.)
St. Petrus als Papst sieht das von Engeln getragene Kreuz
In St. Maria dell' Orto zu Venedig. (Gestochen von D. Uranus; von A. Zucchi für das Teatro di Venezia, und von Zanetti.) Der Kampf des hl. Georg mit dem Drachen, im Mittelgrunde
einer Landschaft von sonniger Beleuchtung, wo schön geformt
St. Georg befreit die Löwintochter, fresco in S. Gemignano zu Venedig. (Gestochen von Zucchi.)
Die Enthauptung des heil. Christoph, über der Orgel von la Madonna dell'Orto zu Venedig. (Gestochen von A. Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Ein Heiliger erscheint den Lahmen und Kranken. Gallerie zu Florenz. (Gest. von F. A. Lorenzini.)
St. Lorenz zum Martertod geführt, nach einer Zeichnung von C. Metz gestochen, für die Imitationen.
Eine Kirchenversammlung, ehedem in der Galerie Orleans. Von Lord Gower um 40 Pfund gekauft.
Das Bild Allerheiligen. Im Museum zu Grätz.
Der Blinde, welcher den Blinden führt, aus dem Cabinet Chester- field, (Gestochen von W. Smith.)
Mythologisch dargestellte, und alte Geschichte.
Die neun Musen auf dem Parnass, Apollo mit Geige und Bo- gen kommt von oben herab in ihren Kreis. Kleine Figuren. Ehe- dem in Brüssel, jetzt in der Galerie in Wien. (Gestochen von N. van Hoy.)
Apollo mit dem Brummbass auf einer Wolke über dem Parnass sitzend, wo die Musen und die Grazien versammelt sind. In der Ferne ist eine schöne Landschaft. Die Figuren sind unter Lebens- größe. Gall. zu Dresden.
Apollo als Sonnengott in Mitte der Musen, nach einem Bilde in England von S. Gribelin gestochen.
Herkules von Juno gesäugt. Ehedem in der Galerie Orleans, von H. Bryan um 50 Pfund gekauft. Bei Lord Darnley zu Cob- ham Hall.
Leda mit dem Schwan, ehedem in der Galerie Orleans, aus dieser von H. Willet um 200 Pfund gekauft. (Gestochen von G. Mondet.)
Venus, oder eine nackte Schöne, welche dem Bade entsteigt.
Galerie zu St. Petersburg.
Diana und Flora auf einem Wagen von Nymphen gezogen. (Gest. von D. Rousetti.)
Herkules stösst den Faun, der bei Nacht die Omphale im Bette würgen wollte, aus demselben. Kleine Figuren. Galerie in Wien.
Dädalus und Ikarus, ganze Figuren. Galerie zu Schleissheim,
Vulkan und Venus auf dem Bette sitzend. Im Grund schleicht Mars im Mantel in das Gemach. Lebensgrosse Figuren. Gall. zu Schleissheim.
Juno, welche der Stadt Venedig einen Pfau und den Blitz des Jupiter gibt. Im großen Saale zu Venedig. (Gest. von Zucchi für das Teatro di Venezia.)
Andronicus und Aeneas flüchten aus Troja. Das Bild in der Sammlung des Herzogs von Devonshire. (Gest. von R. Earlom.)
Merkur und die Grazien. (Gestochen von A. Carracci.)
Mars von Venus fortgeschickt. (Gestochen von A. Carracci.)
Tarquin und Lucretia, lebensgrosse Figuren, ein gerühmtes Bild in der Galerie Lichtenstein zu Wien.
Der Einzug Carl V. zur Krönung in Bologna, ganze Figuren, in der Gallerie zu Schleissheim.
Acht Darstellungen aus dem mailändischen Kriege im Saale des Rathhauses zu Augsburg an die Mauer gemalt.
- Die venetianischen Gesandten vor Friedrich Barbarossa, im
grossen Rathssaale zu Venedig. (Gest. von D. Rosetti,)
Der Doge im Rathssaale von den Senatoren umgeben. (Von E. Vico in Holz geschnitten , seltenes und vortreffliches Blatt.)
Die Thaten des Herzogs Francesco Gonzaga von Mantua, in 10 Gemälden, aus Auftrag der mantuanischen Fürsten gemalt,
Ein alter Mann, welcher gekrönt wird. Von fleissiger, sehr warmer und klarer Malerei. Sammlung zu Lutonhouse.
Ein bejahrter Mann sitzt im Lehnstuhle und horcht mit Auf- merksamkeit auf das, was ein hinter ihm stehender Jüngling zu ihm spricht. Kniestück. Gallerie zu Dresden.
Einige weibliche, grösstentheils nackte Figuren in einer freien Gegend mit Musik sich beschäftigend. Ganze Figuren, etwas un- ter Lebensgrösse. Gall. zu Dresden.
Männer und Weiber bei Wein und Musik. Ehedem in Salz- anlum.,
Ein Lautenschläger, ehedem in Salzdahlum,
Tintoret soll auch in Kupfer radirt haben; allein es ist nicht streng bewiesen, dass das unten erwähnte Bildniss des Dogen Pa- schalis Cicogna wirklich ein eigenhändiges Blatt des Künstlers ist. Vasari sagt nichts von diesem Blatte, wenn es aber dennoch von ihm herrühret, so muss es der Künstler in seinem hohen Alter ra- dirt haben. Cicogna wurde 1585 zum Dogen erwählt und 1610 starb
er, in demselben Jahre wie Tintoretto, der ein Alter von 82. Jah- ren erreichte.
Das Bildniss des Dogen Pasqual Cicogna, Büste im Ornate, Nach rechts unten steht: Paschalis Ciconia dux Venetiar., und links unten: J. TINTORETO. Dieses Blatt ist ausserordentlich geist- reich behandelt, mit einer Meisterschaft, wie man sie von einem alten Manne, der sonst nichts mit der Nadel gearbeitet zu haben
scheint, nicht erwarten dürfte, H. 9 Z., Br. 7 Z. 9 L. Sehr selten. Bei Weigel 12 Thlr.
Zani (Enec. VIII 2. p. 278.) meint, dass auch folgendes Blatt dem Tintoretto angehören dürfte:
Der vom Kreuze abgenommene Leichnam Christi von Magda- Jena unterstützt. Eine der Marien fasst den linken Arm, eine zweite Frau und Joseph von Arimathea sind dabei; Neben der Dor- nenkrone steht: J. TENTORETTO. H. 7 Z. 11 L., Br. 8 Z. 2 L.
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