Robetta, Goldschmied und Kupferstecher von Florenz , ein für seine Zeit merkwürdiger Künstler, ist nach seinen Lebensverhältnissen dennoch unbekannt. Vasari erwähnt seiner nur obenhin im Leben des Gio. Francesco Rustici, als Mitglied einer Gesellschaft von Künstlern, die sich „Compagnia del Pajuolo" nannten. Darunter war Andrea del Sarto, Sangallo, etc. und auch Robetta. Dann nennt Vasari diesen Goldschmied auch in der Biographie des Marc- Antonio Raimondi, unter den Kupferstechern, die diesem voraus- gegangen sind, die Lebensgränzen Robetta's bestimmt er aber auch nicht. Malpica (Notice etc. p. 171) will zwar mehr wissen als Vasari, indem er behauptet, dass Robetta gegen in Florenz geboren und von Rustici unterrichtet worden sei, allein beides be- ruht nur auf willkürlicher Annahme. Beim Vergleiche seiner Ar- beiten zeigt sich, dass der Künstler nur stufenweise zur Ausbil- dung im Stiche gelangte, und dass die Zeit seiner Thätigkeit et- wa zwischen 1400 — 1520 fallen dürfte, da er meistens nach Zeich- nungen des Filippino Lippi und zunächst des Luca Signorelli ge- arbeitet hat. Die früheren Blättern sind nielloartig und sehr un- geschickt behandelt. In denjenigen Blättern, wo sich die Härte mildert, und die Zeichnung geschmackvoller und freier wird, scheint er Vorbilder von L. Signorelli gehabt zu haben. Die Blätter seiner reifsten Zeit athmen ganz den feinen und edlen Geist Filippino's Von diesen Blättern gilt es also nicht, wenn Longhi in seinem Werke über Chalkographie p. 70. im Allgemeinen sagt, dass Robetta zu seinen Physiognomien mehr den Affen als Menschen zum Vorbilde genommen habe. Diese Vollendung erreichte er vermutlich nicht früher vor 1530. Die Angaben über die Zeit sind aber in den Werken über Chalkographie verschieden. Ottley, Inquiry I. 459, setzt alle
Mehrere Blätter dieses Meisters sind mit dem Namen Robetta's, andere mit den Buchstaben RBTA, (manchmal durch Punkte getrennt), mit ROBTA (das R verkehrt) und mit RBETA bezeichnet. Malmst sagt, dass im kgl. Cabinete zu Paris 31 Blätter von Robetta aufbewahrt werden, darunter auch einige mit Thieren. Bartsch P. gr. XIII. 392 ff. beschreibt deren nur 26, keines mit Thieren, glaubt aber nicht, dass damit das Verzeichniss geschlossen sei. In der Dimension sind die Platten oft ungleich, so dass die Seiten, unten oder oben, rechts oder links gemessen, verschiedene Maasse geben. Die folgenden Nummern sind jene von Bartsch, mit einigen Zusätzen und einem Anhange, erstere besonders nach Waagen III. 601. ff., wo über die Behandlung und die Composition der Blätter nach Anschauung geurtheilt wird.
Die Erschaffung der Eva. Adam sitzt links auf dem Boden und schlummernd entsteigt ihm die Eva, die sich mit gefalteten Händen gegen den geübten werdet, der rechts auf einer Erderhöhung steht, selbst als unbarbiger junger Mann. Ohne Namen und Zeichen. H. 6 Z. 2 L., Br. 5 Z. 1 L.
Adam und Eva aus dem Paradiese vertrieben. Links ist der Engel mit dem Schwerte, und Adam flieht vom Mittelgrunde aus nach rechts, wo Eva im Gefühle ihrer Schwäche den Busen und die Scham verhüllt. Ohne Namen, hart und geschmacklos behandelt. H. 6 Z. 5 L., Br. 5 Z. 1 1/2 L.
Adam und Eva mit ihren beiden Kindern. Adam sitzt links auf einer Erderhöhung, und zu seinen Füßen der kleine Cain mit einem Vogel, den er auf den Boden zu werfen scheint. Dieser Knabe erscheint auch auf Nro. 4, und auf Nro. 18, mit kleinen Veränderungen. Rechts steht Eva mit der Spindel und neben ihr der freundliche Knabe Abel. Im Grunde ist Landschaft, und in der Mitte unten stehen die Buchstaben RBTA. Hart und geschmacklos gestochen. H. 8 Z. 8 L., Br. 6 Z. 4 L.
a) Der Himmel erscheint ganz weiss,
II. Die Platte ist retouchirt und in der Luft sind Wolken angebracht.
Adam und Eva mit ihren Kindern. Adam sitzt traurig an der Seite des Weibes, welches den kleinen Abel auf dem Schoosse hält. Rechts vorn sitzt Cain, und im Grunde ist Landschaft. Dieses Blatt ist ohne Zeichen, es ist aber in Bezug auf Kenntniss des Helldunkels das vorzüglichste der Blätter Robetta's, so wie im Allgemeinen aus seiner reifsten Zeit. H. 9 Z. 3 L., Br. 6 Z. 6 L.;
Adam und Eva mit ihren beiden Kindern, ersterer links sitzend und bei ihm Cain, Eva rechts mit dem kleinen Abel auf dem Schoosse auf einem Steine. Die Spindel hält sie unter der linken Achsel. Die Figur Adam's ist dieselbe wie Nro. 4. nur ist er mit blossen Füßen dargestellt, während er auf
An diese von Bartsch erwähnten Darstellungen aus dem Leben des ersten Menschenpaares reihen sich zwei andere Blätter, die Bartsch nicht kannte, aber Ottley im Inquiry into the origin and early history of engraving etc. dem Robetta bei- legt. Wir geben sie im Anhange.
- Die Anbetung der Könige. Maria sitzt mit dem Kinde in Mitte des Blattes unter einem Dache, welches auf zwei Baumstämmen ruht, und worunter drei Engel eine Band- rolle halten. Die Könige, von welchen zwei knien, haben zahlreiches Gefolge, und in der Ferne zeigt sich Landschaft und ein breiter Fluss zwischen steinernen Ufern. Rechts un- ten steht: ROBETTA. Diess ist nach Waagen ein Blatt, welches den Geist Filippino's athmet. Auch Zanetti, Cabi- net Cicognara Nro. 224, erklärt es in Composition und Aus- führung für eines der beträchtlichsten Werke des Meisters. Die Platte existirt noch. Der Kunsthändler C. del Maino zu Mailand brachte sie 1806 käuflich an sich, und veranstaltete Abdrücke. Die alten sind sehr scharf und frisch. H. 11 Z. 2 L., Br. 10 Z. 2 L.
In der Derschau'schen Auktion galt ein alter Druck 18 £.; Weigel werthet einen neuen auf 2 Thlr.
Die Geburt Christi. Maria betet mit gefalteten Händen das Jesus- kind an, welches rechts ein Engel in den Armen hält. Zu den Sei- ten der heiligen Mutter sind ebenfalls zwei Engel, und ein vier- ter etwas weiter zurück, alle Figuren kniend in Anbetung. Rechts vorn steht Joseph und richtet den Kopf nach dem Hirten, der in der Mitte vorn mit erhobenen Händen sich hinneigt, von seinen zwei Hunden begleitet. Drei andere Hirten kommen links heran. Durch die Thüre des verfallenen Gebäudes sieht man die beiden Thiere und in der Ferne die Stadt. Dieses Blatt ist hart und geschmacklos behandelt, aber nach Bartsch unbezweifelt von Robetta. Es trifft we- der Namen noch Zeichen. H. 9 Z. 9 L., Br. 6 Z. 4 L.
Die Taufe Christi. Johannes, rechts des Blattes von zwei grossen Engeln begleitet, giesst mit der Rechten über das Haupt des im Jordan stehenden Heilandes. Links am Ufer sind zwei entkleidete Männer, der eine sitzend, der andere stehend. Oben erscheint Gott Vater in halber Figur vom vier Engeln umgeben. In der Mitte unten steht der Name ROBTA. Dieses Blatt stammt aus der Blüthezeit des Meisters. H. 11 Z. Br. 8 Z.
Der Abschied Christi von der Mutter. Jesus, von seinen Jüngern begleitet, steht nach rechts hin, und neigt das Haupt gegen die heil. Mutter, die links steht, da wo Volk versammelt ist, welches an der Scene theilnimmt. Im Vor- grunde spielt ein nacktes Kind mit dem Hunde, und im Grunde sieht man mehrere an einem Brunnen versammelte Soldaten. Auf dem Hügel liegt eine Stadt. H. 9 Z. 8 L., Br. 8 Z.
Die Auferstehung Christi. Der Heiland schwebt mit der Sie- gesfahne in der linken über dem Grabe, während zwei Sol- daten fliehen, und der dritte sich mit dem Schilde deckt.
Am Grabe bemerkt man im Basrelief zwei Engel mit de
Schweissstücher. In der Mitte unten: RBTA. Diese Composition ist im Geiste Filippino's behandelt. H.11 Z.1L., Br. 8 Z.
Die Madonna, wie sie dem Kinde die Brust reicht. In der Ferne ist Johannes, und weiter zurück sind fünf Engel in Anbetung. Dieses Blatt gehört der reichsten Zeit des Mei- sters an. Es ist mit ROBTA bezeichnet. H. 4 Z. 6 L., Br. 4 Z. 9 L.
Die heilige Jungfrau in einer Landschaft sitzend, wie sie dem auf ihrem Schoosse sitzenden Kinde einen Vogel reicht, In der Mitte unten steht: RBTA. H.7 Z.3L., Br. 5 Z, 11 Linien.
Die heil. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse, wel- ches den kleinen Johannes umarmen will. Links steht ein grosser Engel, und rechts zwei andere, der eine mit gefal- teten Händen. Diese Darstellung ist ganz in dem edlen Ge- schmacke des Filippino behandelt, ein Hauptwerk des Meisters. Ohne Namen und ohne Zeichen. H. 0 Z.3L., Br. 6 Z. 9 L.
St. Sebastian und St. Rochus; ersterer links am Brunnen von Pfeilen durchbohrt, der andere gegenüber als Pilger, wie er seine Wunde zeigt. Der Engel schwebt mit der Krone herab. H.7 Z. 10 L., Br. 5 Z. 2 L.
Der Glaube und die Charitas mit ihren Attributen, ersterer
mit Kelch und Kreuz, letztere mit einem Kinde auf dem
Schoosse. Ein anderes sitzt auf dem Boden. Dieses mit RTBA
bezeichnete Blatt scheint nach einer Zeichnung des L. Sig-
norelli gestochen zu seyn. Es ist bereits mit ziemlicher Freiheit behandelt. H. 7 Z., Br. 6 Z. 3 L.
Ceres mit dem Thyrsus und einem ziegenfüssigen Kinde. Ein zweites folgt ihr nach. Die Erfindung ist sehr poetisch, das Ganze im Geiste Filippino's gehalten. Die Buchstaben RBTA bezeichnen den Stecher. H. 6 Z. 8 L., Br. 5 Z. 1 L.
Der Liebesgarten. Ein junger Mann ist an den Baum gebun- den, aber auf einem Steine sitzend. Neben ihm steht ein Weib mit auf der Brust gekreuzten Händen, ein anderes Weib spielt die Harfe, und Pan bläst in sein Horn. Vorn sitzt ein anderer Mann, zu dessen Füssen sich eine Schlange ringelt. Alle diese Figuren sind nackt und in einer Land- schaft. Die Zeichnung ist bereits ziemlich gut, und die Ausführung frei. L. Signorelli könnte zum Vorbilde gedient haben. In der Mitte unten steht RBTA. H. 8 Z. 9 L.
Br. 6 Z. 4 L. Bei Weigel 6 Thlr.
- Venus von Liebesgöttern umgeben. Sie sitzt auf einem Hü- gel, einen Stock, der in eine Vase mit Blumen und Früchten ausläuft, in der Rechten haltend. Sie unterhält sich mit zwei Amoretten, ein dritter hält einen Vogel und ein vierter führt im Grunde einen Hund an der Leine. Am Brunnen hängt ein Täfelchen, auf welchem einige Buchsta- ben des Namens Robetta zu bemerken sind. H. 9 Z. 2 L.
Br. 6 Z. 7 L. Bei Weigel 6 Thlr.
Dies ist sicher dasselbe Blatt, welches im Cabinet Paignon Dijonval Charitas betitelt ist. Da heisst es, dass die Buch- staben des Täfelchens ausgekratzt seyn, was vielleicht auf einen späteren Abdruck schliessen lässt.
- Apollo und Marsyas. Ersterer bläst die Rohrflöte, und Marsyas,
Boden liegt die Violine. Zwei sitzende Männer und ein stehendes Weib scheinen die Schiedsrichter zu seyn. Zu den Füßen des Marsyas ist ein Kind mit einem kleinen Affen. Die Buchstaben RBTA bezeichnen den Stecher, H. 9 Z. 6 L., Br. 6 Z. 9 L.
Herkules zwischen der Tugend und dem Laster. Er steht auf die Keule gelehnt nach links hin, und hört auf die Worte zweier nackten Weiber. Das in Mitte des Blattes sieht man von vorn, jenes zur Rechten vom Rücken. Im Grunde links sind die drei Grazien, so wie in der Luft schwebende Genien und Amoretten. Dieses Blatt gehört der früheren Zeit des Künstlers an. H. 9 Z. 6 L., Br. 7 Z.
Herkules tödtet die Hydra. Er steht in Mitte des Blattes und führt einen Schlag gegen die links vor einer Höhle erscheinende Hydra. Im Grunde ist bergige Landschaft, in der Mitte: RBTA. H. 8 Z. 7 L., Br. 6 Z. 10 L.
I. Der Himmel ist weiss. 2. Es sind da Wolken angebracht, und zwei Vögel.
Herkules erdrosselt den Antheus. Rechts vorn sitzt ein Kind auf dem Boden. Dieses Blatt ist in der Zeichnung schwach, zeigt aber bereits einige Fortschritte im Stiche. H. 9 Z. 5 L.; Br. 7 Z. 1 L.;
Zwei Frauen, von denen die eine mit der Maske sich auf einen Altar stützt, während die andere rechts die Lyra spielt. Die Composition rührt nach Waagen der schönen Empfindung nach von L. Signorelli her. Ottley glaubt, das Vorbild sey Lippi's Bild in der Capelle Strozzi in S. Maria Novella zu Florenz, wo ein solches Gemälde im Chiaroscuro sich befindet. In der Mitte unten steht RBTA. H. 7 Z. 9 L. Br. 5 Zoll.
Die Alte im Aerger über Liebeleien von zwei verliebten Paa- ren, wovon das eine rechts steht, das andere links auf einem Hügel sitzt. Das auf dem Boden sitzende Kind hält einen Vogel, im Grund ist Landschaft und eine Stadt. Ohne Namen. H. 9 Z. 6 L., Br. 6 Z. 6 L.
Ein junger Mann, in Mitte des Blattes sitzend, wird von Amor an den Baum gebunden, während ein Weib neben ihm steht, das ihm süße Worte sagt. Links vorn steht ein zweiter Mann mit einem Kinde, und rechts vorn führt ein anderer Mann, der ebenfalls von einem Kinde begleitet ist, ein Weib weg. Alle diese Figuren sind nackt, auf allegorische Weise vereinigt. Sie sollen die Qualen der Eifersucht vorstellen. Im Grunde ist Landschaft. Die Composition scheint von L. Signorelli zu seyn. Die Physiognomien sind angenehm, und da sich auch in der Behandlung ziemlich viel Freiheit kundgibt, so ist dieses eines der beträchtlichsten Werke des Mei- sters. Der Name Robetta's steht auf dem am Baume hängenden Täfelchen. H. 11 Z., Br. 10 Z. 3 Ln
Es gibt davon eine Copie, die Bartsch nicht kannte. Sie ist in gleicher Grösse, und mit dem Namen des Künstlers versehen, aber von der Gegenseite. Dann unterscheidet sie sich auch in dem Strichlagen vom Originale. Der Copist suchte kunstgerechter zu verfahren, erreichte aber dadurch seinen Zweck weniger.
- Mutius Scävola, wie er in Gegenwart Porsenna's, welcher
in Begleitung eines Kriegers steht, die Hand über das Feuerbecken hält, zum Erstaunen zweier Soldaten. Mit RBTA bezeichnet. H. 7 Z. 8 L., Br. 5 Z. 10 L.
Anhang.
- Das Opfer des Cain und Abel. In der Mitte steht der reich
mit Sculptur in antiker Weise verzierte Altar, auf welchen der rechts stehende Cain sein Opfer gelegt hat. Er erhebt die linke Hand, und blickt nach seinem Bruder hin, der links ein Lamm opfert. Im Grund ist Landschaft mit weini- gen Häusern am Wasser. H. 6 Z. 5 L., Br. 4 Z.
Der Tod Abel's. Er liegt im Hintergrunde auf dem Rücken mit dem Kopfe nach dem Beschauer gewendet. Im Vor- runde steht Cain, und blickt nach dem ewigen Vater, welcher, in halber Figur sichtbar, über dem ermordeten Bruder hinausblieit. Ohne Namen und Zeichen. H. 6 Z. 4 Z., Br 5 Z.
Diese beiden Blätter schreibt Ottley dem Robetta zu, und so sind sie dem obenerwähnten Cyclus aus dem alten Te- stamente anzureihen.
- Der Tod der Virginia, oder vielleicht die Marter einer Hei- ligen. Der Vater steht in Mitte des Blattes, und durch- bohrt der Tochter mit dem Dolche die Brust. Hinter ihr ist eine Dienerin, welche den Stuss aufzuhalten sucht. Rechts im Grunde sind mehrere Männer, und in ihrer Mitte der Co- sul Appius mit der Lorbeerkrone auf dem Haupte, Links kommen Soldaten herbei und im Vorgrunde bemerkt man zwei Kinder am Fusse eines grossen Baumes. Im Gruude sind Berge und dürre Bäume. Dieses Blatt ist hart und ge- schmacklos behandelt, nach Bartsch in der Manier dem Ro- betta verwandt, nach Zanetti sicher von ihm. Bartsch XllI.
- zählt es unter den Blättern anonymer Meister auf. H 8 Z. 7 L., Br. 11 Z.
- Die Herodias, oder die Enthauptung des Täufers, Der Hen-
ker ist im Begriffe das Schwert in die Scheide zu stecken, die Magd tragt das Haupt in der Schüssel, und die Hero- dias eilt im Schrecken davon. Ohne Zeichen, aber von Zani, Materialı VII, 2. p. 28. dem Robetta beigelegt. H. 7Z. 9L Br. 6 Z. 2 L.
Zani legt diesem Künstler noch zwei andere Blätter bei: 31) Die Samariterin.
Die heil. Jungfrau mit dem Leichnam Christi, Von dem er- steren dieser Blätter ist ein Abdruck im kgl. Kupferstichka- binette zu Paris, von dem zweiten sah Zani einen solchen zu Bassano im Kabinett Remondini. Die Grösse ist ohnge- fähr dieselbe wie Nro. 30.
Der heil. Hieronymus auf den Knien nach rechts gerichtet, der obere Theil des Körpers nackt, der untere mit einer Draperie bedeckt. Er schlägt sich mit einem Steine die Brust. Der Löwe liegt ihm zur rechten Seite, wo man zwei Bäume und ein Crucifix sieht. Weiter zurück ist eine Höhle, links im Grunde eine Kirche, Wald und Meer. H. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 3 L.
Dieses Blatt glaubt Zanetti dem Robetta zuschreiben zu
So beschreibt Zanetti dieses Blatt, es ist aber nach dieser Angabe nicht jenes, welches Ottley in Marc Masterman Sy- kes' Catalog beschreibt. Auch jenes Blatt ist in Robetta's Manier, aber von der Gegenseite. Der Heilige kniet in ei- ner Landschaft vor dem Crucifix, gegen links gewendet, in der Rechten einen Stein vor die Brust haltend. Links ist der Löwe mit offenem Rachen, H. 8 Z. 14 L., Br. 6 Z. 3 L.
Weigel werthet dieses sehr seltene Blatt auf 5 Thlr.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_aOGNgqRCyr4C/