Robert, Felicitas , geborne Tassaert, die Gattin des Justiz-Com- missarius Robert in Berlin , übte mit Beifall die Malerei, beson-
ders in Pastell. Sie malte Bildnisse und andere Darstellungen. Zu den letzteren gehören mehrere treffliche Copien älterer hollän- discher Meister, die sie mit grosser Sorgfalt behandelte. Mme. Robert wusste die Farbenstifte bis in die zartesten Einzelheiten wirksam zu führen. Im Jahre 1841 schenkte der Gatte der Künst- lerin dem kgl. Museum zu Berlin einige dieser Bilder, Das Bildniss des Königs von Preussen hat sie in schwarzer Manier ausgeführt. Robert, Fleury, Maler zu Paris, machte sich daselbst um 1824 bekannt. Seine Werke bestehen in Genrebildern, deren einige an Italien erinnern, da sich der Künstler auch zu Venedig , in Rom und zu Neapel einige Zeit aufhielt. Im Jahre 1824 wurde ihm eine goldene Medaille erster Classe zu Theil. Seine Bilder sind im verschiedenen Besitze; einige zählt Gabet auf. M. Dieu stach das Gemälde mit Tasso im Kloster des heil. Onufrius zu Rom. Dieses Bild malte er im Auftrage des kgl. Mi- nisteriums. Robert, Hubert, Maler und Radierer , geboren zu Paris 1753, ge- storben 1808. Zum Geistlichen bestimmt vollendete er seine ersten Studien im College de Navarre, übte sich aber nebenbei mit sol- chem Erfolge der Zeichenkunst , dass der bekannte Aesthetiker Batteux ihm rath, sich ausschliesslich der Kunst zu widmen. Seine Eltern waren ihm auch nicht entgegen, und als der Marquis von Marigny dem jungen Künstler ein Jahrgeld ermit- telt hatte, ging dieser nach Italien. Er hielt sich zwölf Jahre in Rom auf, und wurde da Schüler Pannini's, da ihn, gleich diesem, die Neigung zur Darstellung der alten Monumente der Stadt für alles Andere unempfänglich gemacht hatte. Er zeichnete und malte eine grosse Anzahl römischer Denkmäler, unter welchen diejeni- gen Bilder, welche er unmittelbar in Rom ausgeführt hatte, vor den späteren den Vorzug verdienen, da er hier die Natur fleissig zu Rathe zog, auf eine naturgemässe Färbung sah, und mit lo- benswerthem Fleisse vollendete. Später, nachdem er in Paris sei- nen Wohnsitz aufgeschlagen hatte, erscheint er manierirt, und flüchtig in der Behandlung. Gabet zählt seine besten Gemälde auf, worunter die Ansichten der Ruinen von römischen Tem- peln, Villen und anderen Bauwerken des alten und neuen Roms gehören, so wie die alten römischen Denkmäler des südlichen Frankreichs u. a. Diese Bilder findet man in Pri- vatsammlungen, in den Schlössern zu Fontainebleau, Trianon, Meudon etc. Die historischen Darstellungen, und die einfachen Landschaften machen den geringsten Theil seiner Werke aus. Da- gegen machte er mehrere Pläne zu englischen Gartenanlagen; be- sonders im Versailler. Da ist auch das Bad des Apollo nach sei- ner Zeichnung angelegt. Seine Gemälde sind ausserordentlich zahlreich; Landon schätzt sie gar auf 3000, es möchte aber scheinen, dass darunter auch die Zeichnungen gehören. Robert wurde 1776 Mitglied der Akademie in Paris, später Rath derselben und Ehrenmit- glied der kgl. Akademie zu St. Petersburg. Die Kaiserin Catha- rina ITI. berief ihn nach ihrer Hauptstadt, Robert liebte aber sein Vaterland, und blieb in Paris. Robespierre wusste indessen diesen Patriotismus nicht zu schätzen, und hielt den Künstler zehn Monate in der Bastille gefangen. Dieses hatte indessen auf seine folgenden Jahre wenig Einfluss, da er noch als Siebzi- ger lebte. Robert genoss die festeste Gesundheit, eine Kraft an Geist und Körper, wie wenige. Im Publiciste français von 1808,
Nach diesem Meister wurde auch Vieles gestochen: von Jani- net die Ansichten der Villa Madama und der Villa Sacchetta, der Reste des Palastes Papst Julius II., und der Säule und des Gartens des Palastes Medici. Lienard stach ein grosses Blatt, auf welchem die vorzüglichsten Monumente Roms abgebildet sind, und ein grosses Blatt von Martini stellt die Brücke der Sphinx dar. J. St. Helman stach die Ansicht des Tempels der Sybilla zu Tivoli. Zwei kleinere Blätter von N. Maugein haben den Titel: L'escalier des laveuses de Charenton, und la Cascade dans les rochers de Roncilione. Abbé de St. Non stach nach ihm sechs Blätter mit römischen Ansichten in Lavismanier. Adelaide Allou radirte die Ruinen des Dianentempels und der Bäder des Nero bei Baia. Chatelain stach zwei Blätter, unter folgenden Ti- teln: La diviseuse italienne, und la cuisiniere italienne. Auch an- dere Meister stachen nach Robert, besonders für die Tableaux pit- toresques de Naples.
Dann hat H. Robert selbst geistreich in Kupfer radirt,
1 — 10) Les Soirées de Rome, dédiées a Mr. de le Comte, dessinés et gravés par Mr. Robert, Pensionnaire du roi de France a Rom. Auf einigen Blättern steht: H. Roberti Ru- ma. Diese im Geschmacke Wiertter's radirten Blätter stel- len antike Fragmente in landschaftlicher Umgebung dar. H. 4 — 9 — 10. Bl. 3 3 — 5 L.
Es gibt Abdrücke ohne Adresse, dann solche mit den Adressen von Wille und Basan.
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