Robert Drummond, Erzbischof von York

Robert Drummond, Erzbischof von York, gest. von Watson.

Der junge Herzog von Bedford, als Jason, mit seinen beiden Brüdern und Miss Vernon, gest. von V. Green .

Edmund Burke, gest. von J. Hardy.

John Manners, Marquis of Granby, Commander in Chief, gest. von Houston.

Abraham Hume, Baronet , gest. von J. Jones.

Charles James Fox, gest. von Jones,

Dr. Goldsmith, gest. von J. March.

Francis Bartolozzi, gest. von Marcuard,

Joseph Deane Burke, Erzbischof von Tuam, gest. von Smith.

Lieutenant Colonel Tarleton, mit dem Pferde, gest. v. Smith,

Sir William Bootby, Lieut. General, gest. von Smith,

John Hawkesworth, gest. von Watson.

Ein junger Mann mit einer Art Turban, gest. von Spilsbury,

Historische Darstellungen und Genrebilder.

In der Nationalgallerie zu London ist eine heilige Familie, ein Geschenk der British Institution, 6 Fuss 5 Zoll hoch, und 5 F. 9 Z. breit. Dieses Bild beweist, dass Reynolds nicht zum Historienmaler berufen war. Charaktere und Ausdruck sind nach Waagen (Kunstwerke I. 253) unbedeutend und lahm, die Formen flach, die Ausführung flüchtig, die Färbung zwar warm, aber unwahr und noch dazu stellenweise verblichen und verwaschen. (Gest. von W. Sharp.)

In der Sammlung des Sir Robert Peel ist eine Venus mit dem Amor, nach Waagen ungraziös im Motiv, schwach in der Zeichnung und in dem übertrieben warmen Ton so branstig, unwahr und schwer, dass der genannte Schriftsteller einige Zweifel gegen die Originalität nicht unterdrücken kann. (Gest. von Bartolozzi.)

Die Privatsammlung Georg's IV. von England bewahrt das Bild der sterbenden Dido von ihrer Schwester Anna beklagt, lebensgroße Figuren, glühend und klar in der Färbung, welche aber, nach Waagen's (II. 185) Bemerkung, für die schwache Zeichnung und die manierierte Grazie keinen hinreichenden Ersatz gewährt. (Gest. von W. S. Reynolds für The Royal Gallery of pictures beiug a Selection of the Cabinet in H. M. Private Coll. London 1839.)

Reynolds stach für dieses Werk auch das Bildniss des Marquis of Granby, dessen wir schon oben erwähnt haben.

Nagler's Künstler-Lex. Bd. XII, 6

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In Dulwichcollege sieht man den Propheten Samuel als König, besonders glühend gemalt, aber weder ein rechtes Kind, noch ein rechter Prophet, wie Waagen bemerkt. Ein anderes Bild dieser Sammlung stellt eine Mutter mit einem kranken Kinde vor, von welchem ein Engel den Tod abwehrt. Die Mutter mit dem Kinde hat etwas sehr Rührendes, der Tod und der Engel, als das frei

poetische Element, sind dagegen höchst widrig. In einem noch höheren Grade ist aber dies in einem anderen Gemälde dessel- ben Collegiums der Fall. Es stellt den Tod des Cardinals Beau- fort dar, den uns Shakespeare mit wenigen Meisterzügen so furcht- bar wahr schildert. Den Ausdruck des Cardinals findet Waagen (II. 1906) zu übertrieben grässlich, und zu der bei Reynolds häu- fig schwachen Zeichnung kommt hier noch eine fahle und kalte Färbung. (Samuel ist gestochen von Dean, und Smith, doch nicht ganz dieselbe Darstellung, der Schutzengel von C. H. Hodges).

In der Sammlung zu Bowood ist eine heil. Cäcilia. Reynolds malte die Mrs. Sheridan (Lindley) als solche. Gest. v. Dickinson.

Ein Johannes der Täufer ist uns nur durch Grozer's Stich be- kannt, Reynolds malte den Sohn des Chev. W. W. Wynne als kleinen Johannes, Dieses Bild hat J. Dean gestochen.

Das unter dem Namen der Charity bekannte Bild, welches Lord Normanton 1821 aus dem Nachlasse des Künstlers um 1500 Guineen erkaufte.

Johannes mit dem Lamme, 1821 von Hrn. Damby für 175 Gui- neen erworben.

Eine Madonna, von Th. Watson in Mezzotinto gestochen.

Fünf herrliche Engelköpfe in Wolken, gest. von Simon.

Eine bedeutende historische Arbeit sind seine Zeichnungen und Gemälde, welche er für Jarvis ausführte, der darnach das westli- che Fenster der Capelle von New-College zu Oxford malte. Der Haupttheil stellt die Verkündigung an die Hirten dar, und dann erscheinen die sieben Haupttugenden. Für das Mittelbild bezahlte der Herzog von Rutland 1200 Guineen, allein es ging zu Belvoir- Castle durch Brand zu Grunde. Die elf andern Zeichnungen kaufte der Herzog von Normanton 1821 um 5300 Guinen. Die Bildnisse von Reynolds und Jarvis erstand Graf Fitz-William für 410 Gui- neen. Ein Hirtenknabe mit dem Hunde, in Oel gemalt, wurde mit 400 G. bezahlt. Dieses berühmte Glasfenster ist auch in Abbil- dung vorhanden und beschrieben in dem Werke: The West Win- dow of the Chapel of New-College etc. Die beiden Boydell haben die Bilder gezeichnet, G. S. und J. G. Facius selbe in Punktirma- nier gestochen, auf 14 grossen Blättern. R. Earlom hat sämmtliche Darstellungen im Fenster auf einem sehr grossen Blatte radirt.

Dann malte Reynolds auch für die von Alderman Boydell her- ausgegebene Shakespeare-Gallery einige Bilder, die alle in dem genannten Werke gestochen sind. Den Tod des Cardinals Beau- ford (King Henry VI. Act. III. Scene 3.) haben wir schon oben unter den Bildern von Dulwich-College erwähnt. C. Watson hat dieses Bild gestochen. Die Hexenscene aus Macbeth (Act. IV S. 1.) ist von R. Thew gestochen, Sommernachts-Traum (Act II, S. 3.) oder Puck, das Bild in Besitze des Poeten Rogers, von L. Schia- vonetti, und der dritte Akt Scene 3. aus Heinrich VI. von A. Gray.

King Lear, gest. von W. Sharp (Boydell).

Ugolino mit seinen Söhnen im Hungerthurme zu Pisa, ein grauenerregendes Bild, im Besitze des Dr. Dorset. (Gest. von Di- xon und von Sailliar, letzterer für Boydell).

Scipio's Enthaltsamkeit, für den Prinzen Potemkin gemalt.

Hebe, gest. von Jacobi (Boydell).

Herkules als Kind, wie er in einer Art Wiegel die Schlangen tödtet, 1786 für die Kaiserin von Russland gemalt. (Gestochen von Hodges für Boydell.)

Die verlassene Ariadne, gest. von W. Doughty.

Contemplation, gest. von C. Watson (Boydell)

Reflections on Clarissa Harlowe, gest. v. Scoradomoff (Boydell).

Infancy, gest. von Thew (Boydell),

Love nursed by Hope, gest. von E. Fischer.

Hope nursing Love, gest. von F. Bartolozzi, nicht als Gegen- stück, das erste gr. fol., das zweite 4.

Garrick zwischen der Comödie und Tragödie, gest. von Fi- sher für Boydell; dann von Corbutt in dem Werke: The fine arts of the english school.

Garrick in the character of Othello, gest. von Finlayson, Major Crew in the character of Henry VIII., gest. von Smith (Boydell).

Mrs. Halle, Allegro. Mit Miss Chalmer und Bacchantinnen, gest. von Watson. Ein Alter mit blossem Kopfe und kurzem Barte im Lehnstuhle sitzend, gest. von J. Watson.

Von Kindergestalten und jugendlichen Figuren nennen wir vor allem das berühmte Stachelbeermädchen (Strawberry-girl), welches die Hände einfach übereinander legt, und mit dem Korbe in dem Arm, stehend den Beschauer anblickt. Das treffliche Impasto, der helle Goldton von Rembrandt'scher Klarkeit, der dunkle landschaftliche Hintergrund bringen nach Waagen (II. 406) eine schlagende Wirkung hervor, Sir Joshua hielt dies selbst für eines seiner besten Bilder. Jetzt ist es im Besitze des Poeten Rogers, gest. von Th. Watson. In der Sammlung dieses Kunstfreundes ist auch ein schlafendes Mäd- chen, von ungemeinem Reiz, die Färbung von der grössten Gluth. Die stark gerissene Farbe in Grund und Gewand beweist indessen die Unsicherheit der Technik des Künstlers. Weniger ansprechend ist ein Mädchen mit dem Vogel, ebenfalls in der Sammlung Ro- gers. Das etwas verzerrte Lachen ist hier nicht der Natur abge- schrieben, sondern von der nicht glücklichen Erfindung des Malers; die glühende Farbe hat etwas Speckiges und Unwahres. Ein viel bewundertes Werk dieses Künstlers, ebenfalls im Besitze des Dicht- ers, ist Puck, der lustige Elfe aus Shakespeare's Sommernachts- traum, von den Engländern „Robin good fellow" genannt, ein Kind von schalkhaftem Ausdruck, welches, auf einem Pilze sitzend, voll Ausgelassenheit Arme und Beine ausstreckt. Waagen (II. 407) findet indessen die Auffassung keineswegs genügend, sie scheint ihm zu kindisch und zu wenig phantastisch. Die Färbung ist aber klar und warm. Im Hintergrunde sieht man Titania, mit dem eselsköpfigen Zettel. Ein weiteres Bild dieser Sammlung, Psyche, welche mit der Lampe den Amor betrachtet, lebensgrosse Figuren, ist von der brillantesten Wirkung, und in den zartfarbigen Halbtönen zugleich von grosser Feinheit. In solchen Bildern Rey- nolds stört aber immer die zu schwache Zeichnung. (Stiche: das Mädchen mit dem Vogel von Houston (Chloe's Sparrow); das schlafende Mädchen (the sleeping child) von Doughty.

In der Sammlung zu Bowood sieht man das Bild eines klei- nen nackten Kindes, neben dem Portraite eines Mädchens und einer Griechin.

In Warwickcastle ist die halbe Figur eines Schulknaben, rei- zend in der Naivetät des Ausdruckes, und an Gluth und Klarheit der Farbe dem Rembrandt nahe. Waagen II. 370. (Gest. v. J. Dean.)

A Venetian boy, gest. von J. Dean.

A studious boy, gest. von G. Keating.

The student, gest. von R. Smith.

The Infant Academy, gest. von F. Haward.

Muscipula, ein junges Mädchen mit einer Maus, gest. von J. Jones.

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