Ritz, Heinrich, auch Riez, Riltz und Rist genannt, Medail- leur und Goldschmid, arbeitete in der ersten Hälfte des 16. Jahr- hunderts in Leipzig . Er ist ein Künstler von Bedeutung, aber nach seinen Lebensverhältnissen dennoch unbekannt. Nur ei- nige Schaustücke finden sich von ihm, die mit dem Buch- staben H. R. bezeichnet sind; es ist aber zu bemerken, dass der im folgenden Jahrhunderte lebende H. Rieger sich derselben Buchstaben bediente. Die Arbeit verräth durchaus den Goldschmid. Die meisten Figuren und Zierathen sind angelöthet. Einige sil- berne Medaillen sind gegossen und fein ciselirt. Folgende Werke gehören ihm an:
Ein Schaustück mit Adam und Eva unter dem Lebensbaume von Thieren umgeben; auf dem Revers die Kreuzigung Christi. 4 L. 1 Q. schwer.
Ein Schaustück mit derselben Darstellung, aber fast um die Hälfte geringer.
Diese beiden Denkmünzen liess Churfürst Johann Friedrich prägen, Abgebildet in Tenzel's sächsischem Me- daillen -Cabinet I. 8. Nro. 1 und 2.
Ein grosses und schweres Schaustück mit der Dreieinigkeit. Gott Vater mit der Krone auf dem Haupte sitzt auf dem Throne und hält den Leichnam Christi auf dem Schoosse. Auf der Rückseite ersehen wir, dass H. R. (H. Ritz) diese Medaille 1544 zu Leipzig gefertiget habe. Abgebildet bei Tenzel II. 8.
Eine grosse Medaille mit dem Bildnisse Kaiser Carl V., mit H. R. bezeichnet. Abgeb. bei Luckius, S. 90.
Medaille mit dem Bildnisse des Churfürsten Johann Friedrich 1538. Abgeb. bei Tenzel, I. 7. Nro. 1.
Ein satyrisches Schaustück mit der Umschrift: Effigies Car-
dinum Mundi, 1541, nach der Zeichnung des N. Amsdorf ausgeführt,
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