Rittershausen, Johann Sebastian von, Maler und Schrift- steller, geboren zu Immenstadt im Algau 1748, brachte seine er- sten Studienjahre zu Augsburg und in Constanz zu, kam dann als Student nach Innsbruck , studirte später zu Freiburg im Breisgau die Rechte, und hatte schon Gerichtspraxis genommen, als er zu München Theatner wurde, als welcher er auch die Stelle ei- nes Professor am Lyceum bekleidete. Kurz vor der Aufhebung der Klöster wurde er churfürstlicher wirklicher geistlicher Rath, übte aber immerhin nach die Kunst, die er von früher Jugend lie- ben gelernt hatte. Johann Herz und Joseph Winter waren seine ersten Meister, dann förderte ihn Spiegler in Constanz, hierauf Rösch im Freiburg, und als er nach München gekommen war, ertheilte ihm Desmarees Anweisung im Oelmalen. Früher malte er gewöhnlich nur in Miniatur , jetzt aber auch Altarbilder in Oel, deren man einige in bayerischen Klosterkirchen fand. Lipowski, im bayerischem Künstler-Lexicon, zählt mehrere solcher Arbeiten auf, worin sich das lobenswerthe Streben äussert, in edler Form Geist und Ausdruck zu erfassen. Nach dem Maassstabe der neuen Kunst dürfen seine Werke freilich nicht gemessen werden, und im Ganzen ist Rittershausen nur als Dilettant zu betrachten. Dann gab er neben anderen folgende Werke heraus: Merkwürdig- keiten der Stadt München. München ; Betrachtungen über die Gallerie in Wien , 2 Th., Bregenz 1785; Vorlesungen über bildende Kunst, München 1801. Starb 1820.
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