Riquier, Maler, wurde zu Antwerpen geboren, und von van Bree, so wie an der Akademie der genannten Stadt zum Künstler herangebildet. Nachdem er den grossen Preis erhalten hatte, begab er sich mit Ph. van Bree nach Paris , um daseib seine Studien fortzusetzen. Seine Bemühungen führten ihn auch in kurzer Zeit zur Auszeichnung, besonders durch das Bild, wel- ches Ferdinand Cortez vorstellt, wie er sich der Person des Mon- tezuma versichert. De Bast beschreibt dieses Werk in den Annales du Salon de Gand 1823, und gibt auch einen Umriss davon. Nach Vollendung dieses Gemäldes reiste Riquier mit van Bree nach Italien , hielt sich einige Zeit zu Rom und in Neapel auf, und kehrte dann nach Antwerpen zurück, wo er seit mehreren Jahren den Ruf ei- nes genialen Künstlers behauptet. Er malt historische und andere Darstellungen, dann Porträts , die sich durch charakteristische Le- bendigkeit empfehlen. Eines seiner früheren Bildnisse, jenes des Admirals B. de Treslang von Wieringhen ist in den obenerwähn- ten Annales du Salon de Gand p. 147 abgebildet. Ein späteres hi- storisches Bild, welches 1820 grosses Aufsehen erregte, stellt die Entdeckung der neuen Welt durch Columbus dar, in einer figu- renreichen Composition, die vielleicht noch mehr durch die aus- serordentliche Bewegung, die darin herrscht, hinriss, als durch Klarheit und Gediegenheit des Werkes. Immerhin aber ist dies eines der vorzüglichsten Werke, welche der Künstler bis dahin hervorgebracht hatte. Uebrigens malte er noch zahlreiche kleinere historische Darstellungen und Genrebilder, die einen Künstler von entschiedenem Talente beurkunden.
Qudln ist neben Waismuith einer der vorzüglichsten deutschen Känst- ler des 12. Jahrhunderts. Sie fertigten die Bronzebekleidung von ein Paar Thürflügeln der Sophienkirche von Nowgorod, auf wel- chen neben andern auch das Bildniss des Erzbischofs Wichmann von Magdeburg angebracht ist, so dass dieses die Gegend bestim- men könnte, wo diese Thüren gemacht wurden. Man siecht da- rauf eine Menge biblischer Scenen, dann allegorische, mythologische und Bildniss-Figuren. Eine Inschrift nennt beide als Verfertiger dieser Arbeit. Abgebildet sind diese Thüren in einem eigenen Werke von F. Adelung: die Korssun'schen Thüren in der Cathedral- kirche zur hl. Sophia in Nowgorod. Berlin 1823.
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