Rincon, Antonio del

Rincon, Antonio del, Maler, ein Künstler, welchen die Spanier als denjenigen bezeichnen, der die Malerei zu einer naturgemäs- seren, lebensvolleren Darstellung geführt hat. Er wurde um 1410 zu Guadalaxara geboren, und in Italien herangebildet, wo er Schüler von And. del Castagno und Dom. Ghirlandajo gewesen seyn soll, wie Cean Bermudez angibt, jedoch ohne sichere Belege dafür zu haben. Rincon scheint schon in Spanien die Kunst geübt zu haben; denn Bermudez fand im Archive des Cathedrale zu To- ledo eine Notiz, nach welcher Maestro Antonio und Pedro Berruguette die Wandbilder des alten Sagrario ausgeführt haben, bedeutende Werke für den jungen Rincon, wenn wirklich jener Antonio dieser ist. In einem Oratorium bei den beschuhten Augu- stinern zu Granada schreibt man ihm nach alter Tradition den Oelberg zu, und in der Pfarrkirche von Robledo de Chavela sind sieben Darstellungen aus dem Leben Mariens, wovon die mittlere ihre Himmelfahrt vorstellt, schöne Bilder, voll Charakter und Aus- druck. Rincon stand im Dienste Ferdinand V. und der Donna Isa- bel. Mann schreibt ihm die Bildnisse dieses Königspaares in San Juan de los Reyes zu; allein mit voller Sicherheit kann man die- ses so wenig behaupten, als dass er den letzten maurischen König, den Boadil gemalt hat. Er lebte am Hofe Fernando's, welchen er in Sevilla aufsuchte. In diesem Jahre starb der Künst- ler in der genannten Stadt. Bermudez konnte den Ort nicht be- stimmen.

Im Auslande sind seine Werke sehr selten. In der kaiserl. Ere- mitage zu St. Petersburg führt ein Gemälde seinen Namen, welches die Madonna vorstellt, wie sie das Kind säugt. Ehedem war die- ses Bild in Hope's Sammlung. Man könnte es mit Werken A, Dürer's vergleichen, doch hat das Gemälde durch spätere Über- malung verloren. Im Helldunkel zeigt es einzelne sehr gelungene Partien. Die Maria ist eine Gestalt voll zarter weiblicher Schönheit,

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