Riminaldi, Orazio, Maler von Pisa, war daselbst Schüler des äl- tern Lomi, in Rom des Jüngeren, ahmte aber keinem von bei-
den nach. Auch dem Corradagio folgte er nur kurze Zeit, denn er hatte Werke von Dominichino gesehen und die Carracci schät- zen gelernt. In den Umrissen und Gewändern erscheint er gross- artig im Carraccischen Style, auch in der Composition ist er rei- zend und anmuthig; allein seine Farbenmischung und die schlechte Grundierung hat seinen Werken sehr geschadet. Lanzi erkennt in ihm den besten Pisanischen Maler damaliger Zeit, den selbst in Florenz keiner übertraf. Dass er ein Meister von edlem Charakter ist, beweisen auch die nach seinen Werken vorhandenen Blätter. In Pisa waren sehr schöne Altartafeln von ihm, und davon wurde ein Bild der heil. Cäcilia später im Pitti aufgestellt. Zwei bibli- sche Darstellungen auf dem Chore im Dome zu Pisa nennt Lanzi ein wahres Studium für den, der die Kunst jener Periode kennen lernen will. In der Kuppel des Domes malte er die Himmelfahrt der heil. Jungfrau, nach Lanzi eines der bestverstandenen und vollendetsten Oelbilder, die man in Toskana sieht. Es war Rimi- naldi's letztes Werk. Der Künstler starb 1653 an der Pest, erst 32 Jahre alt. Sein Bruder Girolamo malte in der Kuppel die letzte Figur aus, und die Familie erhielt dafür 5000 Scudi. In der Gal- lerie zu Florenz ist sein Bildniss, welches D. Campiglia gestochen hat. Piccini stach das erwähnte Gemälde der Marter der heil. Cä- cilia. Auch Lorenzini stach dieses Bild für das florentinische Gal- leriewerk, und dann die eherne Schlange. C. Mogalli stach den Genius der Tugend von allerlei Attributen umgeben. G. Cecchi stach diese Darstellung für M. Lastri's Felsina pittrice.
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