Rigaud, John Francis, Historien- und Portraitmaler, aus der
französischen Schweiz gebürtig, begann in England seinen Wir-
kungskreis, und malte in London zahlreiche Werke, die ihre Lob-
redner fanden, besonders jene aus seiner frühern Zeit, Rigaud war
auch Mitglied der k. Akademie zu London, huldigte aber dem damals
herrschenden Systeme weniger, als seine englischen Kunstgenos-
sen. Er strebte nach grösserer Naturwahrheit in der Form, vermied
die grellen Contraste, trachtete nach grösserer Wahrheit in der
Färbung, blieb aber nicht frei von dem Einflusse der theatralischen
Weise der französischen Schule, aus welcher er in seiner frühesten
Zeit die Vorbilder genommen hatte. Ueber seine Kunst in der
Composition können wir uns durch mehrere nach seinen Gemälden
gestochene Blätter überzeugen, worunter wir zunächst jene in der
von Boydell herausgegebenen Shakespeare-Gallerie nennen, Ryder
stach dafür Rigaud's Scene aus Heinrich IV. Act. 5. S. 4., wo
Prinz Heinrich, Hotspur und Falstaff auftreten. Aus der Comedy
Dann haben wir von diesem Künstler auch eine englische Übersetzung des Tractates von Leonardo da Vinci, unter dem Titel: A Treatise on Painting by L. da Vinci, faithfully translated from the original italian, and digested under proper hands by John Fr. Rigaud. Illust. with 23 copper-plates, and other views etc. London und 1838. Der Künstler starb 1810.
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