RIES, Matthias, Edelsteinschneider, der Sohn des Obigen, wurde 1685 zu Frankfurt geboren. Er besuchte Rom und zeichnete dort mit grosser Vorliebe nach antiken Werken. Dadurch gewann er grosse Geschicklichkeit und wurde in den Stand gesetzt, auch Fi- guren und Köpfe in Edelsteine zu schneiden. Seine Werke, unter mehrere Characterköpfe sind, fanden ihrer feinen Behand- lung wegen grossen Beifall, und gingen zu hohen Preisen weg. Zu seinen Hauptwerken gehören die Bildnisse des Churfürsten Jo- hann Wilhelm von der Pfalz und seiner Gemahlin, in einem hal- bgrossen Carniol geschnitten. Auch ein Bacchuskopf in Carniol auf Elfenbein geschnitten, der nach Schweden kam, wird gerühmt. Zu seinen Lebzeiten liess er von seinen Arbeiten keine Abgüsse machen, erst nach seinem 1738 erfolgten Tod wurden seine Werke in Abdrücken bekannt. Sein Lobredner ist Hüssgen.
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