Riepenhausen, Ernst Ludwig, Kupferstecher zu Göttingen , ein rühmlich bekannter Künstler, widmete sich schon in früher Jugend mit Eifer der Zeichenkunst , und war auch bereits als achtzehnjähriger Jüngling (1783) im Stande, neben Chodowiecki sich zu behaupten. Er ätzte damals in der Manier, und theilweise nach den Zeichnungen dieses Meisters, mehrere kleine Blätter für den Göttinger Almanach und für andere Taschenbücher. Die Göttinger Almanache gewannen von 1780 an durch seine kleinen Copien der berühmten Hogarth'schen Blätter grosses Interesse. Diese Copien erschienen auch vom Jahr 1794 an mit Lichtenbergs Erklärung. Es ist dieses das Hauptwerk unsers Künstlers, welches Einige sogar den trefflichen Hogarth'schen Blättern vorzogen. Ueberdiess gab er ein Heft von 6 Blättern mit Umrissen einzelner Gruppen aus Hogarth's
Riepenhausen war Universitäts-Kupferstecher in Göttingen, mit Heyne, Heeren, Blumenbach befreundet, und Bürger brachte in seinem Hause die letzten sechs qualvollen Lebensjahre zu. Die zwei folgenden berühmten Künstler sind seine Söhne, er hatte aber den Schmerz, den einen durch den Tod zu verlieren. Er selbst starb 1839 als hoher Achtziger.
Die kleinen Hogarth'schen Carrikaturen, von 1780 an für den Göttinger Almanach radirt. 80 Blätter 12. ;
Das Werk Hogarth's, die grösseren Copien, wozu Lichten- berg die Erklärungen schrieb, 88 Blätter in 10 Lieferungen, 1784 — 1795 fol.
Die Copien der Flaxman'schen Compositionen zum Homer , 34 Blätter aus der Ilias, und 28 Blätter aus der Odyssee, qu. fol.
Der Einzug der Studenten in Göttingen den 29. July 1790, nach Zimmer's Zeichnung, qu. fol.
Der Degenkopf des Kaisers Maximilian, Copie nach Dürer, ohne Namen.
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