Riedinger, Johann Jakob, Kupferstecher , der jüngere Sohn des berühmten Joh. Elias, genoss den Unterricht des letzteren, fand aber größere Lust in schwarzer Manier zu arbeiten, als mit der reinen Nadel. Dennoch half er dem Vater an seinen weitläufigen Werken, und liess sich auch den Kunsthandel angelegen seyn. Er starb um .
Das Bildniss des Johann Elias Riedinger, wie er bei der Lampe zeichnet, fol.
Die vier Welttheile, fol.
Biedel, Christoph, Bildhauer, der ältere uns bekannte Künstler die- ses Namens, arbeitete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu München . Im Jahre 1620 machte er sein Meisterstück, wie wir aus den Akten der Münchner Zunft ersehen. Von seinen Schick- salen war nichts aufgezeichnet,
Biedel, Castulus, Zeichner und Architekt, wurde 1701 zu Moos- burg in Bayern geboren, wo sein Vater bürgerlicher Baumeister war. Der junge Riedl wollte sich anfangs der Schreiberei widmen, dann Jäger werden, aus welchem endlich ein Geometer wurde. Hierauf (1733) trat er als Lieutenant in ein Österreichisches Inge- nieur - Corps, um beim Festungsbau zu Temeswar in Ungarn thä- tig zu seyn; allein Riedl wurde bald wieder nach Bayern berufen, da er die Stelle eines Lehrers der Mathematik und der architek- tonischen Zeichenkunst an der Ritterakademie in Ettal ersetzen musste. Im Jahre 1741 trat er als Ingenieur-Officier in die baye- rische Armee, 1747 wurde er als Wasserbaumeister in München angestellt, später bei der Erhebung der Heer- und Landstrassen erster Ingenieur, dann Ingenieur-Hauptmann, und endlich Cammer- rath und Wasser- und Strassenbau-Commissär. Riedl machte viele
Plane zu Brücken, auch jenen zu der Isarbrücke bei München,
die 1813 bei dem grösseren Hochwasser viele Menschen unter ihren
Trümmern begrub. Ueberdiess hinterliess er viele architektonische
und topographische Zeichnungen. Mauer hat nach einer solchen die
Ansicht der Kirche und des Klosters Ettal gestochen, und J. G.
Thelott einen militärischen Uebungsakt der Ritterakademie daselbst,
Dann haben wir von ihm eine Karte des Banat Temeswar, die
1789 Mettenleiter unter Leitung des J. G. Winter gestochen hat.
Riedl starb aber schon 1785.
Biedl, Adrian von, geb. zu München 1746, gest. daselbst 1800. Unter der Leitung seines würdigen Vaters, des Castulus Riedl, vorzüglich für Mathematik und Mechanik gebildet, wurde er zu- erst als Ingenieur verwendet, und schon 1772 als churf. Hofkam- merrath und dann als Strassen- und Wasserbaudirektor angestellt. Im Jahre 1790 beförderte ihn der Churfürst Karl Theodor zum Generaldirektor des Strassen- und Wasserbaues, und erhob ihn bald darauf in den Reichsritterstand. Auf dieses Fürsten Befehl ebnete v. Riedl die steilen Berge bei Dachau und Friedberg, er-
sen die am Donauufer sich hinziehende Landstrasse, höchst wich- tige Unternehmungen, leistete bei Trockenlegung des Donaumoo- res nützliche Dienste u. s. w. Bei Postsaal an der Donau ist auch ein Monument, welches seinen Namen verkündet. Man liest an der Steintafel des schroffen Felsens: der churfürstliche Oberst, Ge- neralstrassen - und Wasserbaudirektor, auch Hofkammerrath Adrian von Riedl führte und vollendete diesen Strassenbau im Jahre 1797. Abgebildet im Stromatlasse. Im Jahre 1706 erhielt er Obersten Rang und 1808 wurde er zum Direktor des topographischen Bureau's er- nannt. Seine vorzüglichsten literarischen und artistischen Werke sind: 1) Eine gekrönte Preisschrift über den Wasserbau; 2) der Reiseatlas von Bayern, oder geographisch - geometrische Darstel- lung aller bayerischen Strassen etc. München 1706 ff. kl. fol. 3) Der Stromatlas von Bayern, mit der hydrographischen Karte in 4 Blättern. München 1806. gr. Fol. 4) Die Mautkarte von Bayern; u. a. Riedl war ein als Künstler und Beamter gleich ausgezeich- neter Mann. Ettlinger hat sein Bildniss gemalt, John und Schleich es gestochen,
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