Richter, Carl August, Zeichner und Kupferstecher , wurde 1776 zu Dresden geboren, und daselbst von Zingg in seiner Kunst un- terrichtet, was auch aus seinen Werken unläugbar hervorgeht. Er arbeitete sogar Mehreres unter dem Namen dieses Meisters, da der letztere seines vorgerückten Alters wegen den Aufträgen der Kunstfreunde allein nicht mehr nachkommen konnte. Auch die Zeichnungen Richter's wurden damals für jene eines Zingg ge- nommen, da sie vollkommen in dessen Manier behandelt sind; al- lein später mässigte Richter die Härte desselben, ohne jedoch aufzuhören mit Sorgfalt und Bestimmtheit zu verfahren. Seine Werke sind ungemein zierlich behandelt, und was bei Künstlern seines Faches selt ist, auch die Zeichnungen von hohem Wer- the. Diese sind mit Bister, in Sepia, in Tusch oder mit der Fe- der meisterhaft behandelt. Einem so verdienstvollen Künstler konnte auch Auszeichnung nicht fehlen; er wurde 1810 Mitglied der Akade- mie der Künste in Dresden , und endlich ausserordentlicher Professor der Kupferstecherei an derselben. Der obengenannte Adrian Lud- wig ist sein Sohn und Schüler, so wie Theilnehmer an grösseren landschaftlichen Folgen, die um so interessanter sind, da beide Künstler in hohem Grade tüchtig sind.
La Solitude forestiere, schöne Waldlandschaft Ruysdael's in der kgl. Gallerie zu Dresden. H. 15 Z., Br. 22 Z. I. Im reinen Aezdrucke. Il. Abdrücke vor der Schrift, III. Mit der Schrift.
Les beaux Environs, schöne Landschaft, nach Swanevelt, das Gegenstück zum obigen. Die Abdrücke wie bei demselben.
Dresden von der Bautzener Strasse und Dresden von Mo-
Beschreibung aller Gegenstände in einer Ansicht auf der Frauenkirche zu Dresden, nebst einem grossen Rundgemäl- de, gr. fol. ;
Neußtadt Dresden vom Finanzhaus aus aufgenommen , nach eigener Zeichnung.
Ansicht von Dresden, vom Blockhause aus, ebenfalls. '
Dresden von Calberla's Zuckersiederei aus, nach Jentsch.
Eingang in den Plauen'schen Grund bei Dresden , nach ei- gener Zeichnung. ; i
Tharand mit Kirche, Teich und Ruinen, ebenfals. Jedes dieser Blätter ist 22 Z. hoch, und 28 Z. breit. Co- lorirt wurde es zu 6 Thlr. verkauft.
Findlaters Weinberg bei Dresden. H. 18 Z., Br. 23 Z.
Herrnhut mit dem flutberge, in gleicher Grösse,
Ansicht von Florenz, vom Volksgarten aus, mit Dedication
an Maria Theresia. H. 18 Z., Br. 23 Z.
Die Ansicht von Neapel mit dem Hafen.
Eine zweite Ansicht dieser Stadt, gr. qu. fol.
Ansicht der Festung. Königstein, gr. qu. fol.
Das Bad Berggiesshübel in Sachsen, gr. qu. fol.
Prospekt von Bamberg nebst dem Babenberg an der Reg- nitz. Umrisse und in Aquarell colorirt, qu. imp. fol.
30 malerische An- und Aussichten von Dresden und des- sen nächsten Umgebungen, mit Text von W. A. Lindau, zu dessen Gemälde von Dresden 1820,.2te Aufl. 1824. 4.
70 malerische An- und Aussichten der Umgegend von Dres- den, mit Text von Lindau, zu dessen Rundgemälde der Ge- stand von Dresden, 1820 in erster und zweiter Auflage 4. Colorirt 20 Thlr.
An diesen beiden Werken arbeitete auch Adrian Ludwig Richter, †. 20) 30 malerische An- und Aussichten der sächsischen Schweiz, qu. 8. Auch A. L. Richter hat Theil an diesem Werke.
- Die sächsische Schweiz in Bildern 4823, I. H. Die Bastei in fünf Ansichten, qu. fol.
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