Richter, August

Richter, August, Historienmaler , geb. zu Dresden 1801, wurde von seinem Vater, einem k. s. Regierungs-Sekretär, zum Gelehrten- stande bestimmt, und obgleich er sich mit allen jenen Wissen- schaften, die ein Mann von Bildung nicht ausser Acht lassen darf, mit grossem Fleisse beschäftigte, so wurde zuletzt seine Liebe zur Kunst dennoch überwiegend. Er besuchte die Akademie sei- ner Vaterstadt, und lag da bis 1825 den Kunststudien ob; in dem bezeichneten Jahre begab sich aber der junge Künstler nach Mün- chen, um sich den Schülern des Ritters von Cornelius anzuschlie- ßen. Diese Künstler beflissen sich unter Leitung ihres Meisters bekanntlich einer eigenthümlich strengen Zeichnung, und ihr Loos- ungswort war Geist und Bedeutung der Kunst, die Historie das Feld, welches sie pflegten. Auch in den Werken Richter's ist das Streben jener Schule ersichtlich; er sah sich aber auch in Italien um, und studirte in Rom die Meisterwerke der früheren classischen Pe- riode der Malerei , besonders die Werke Rafael's. Diese Bemü- hungen setzten ihn schon frühe in den Stand, auch in eigenen Werken Vortreffliches zu leisten, und jetzt liegen von seiner Hand Bilder vor, die zu den ausgezeichnetsten ihrer Art gehören. Rich- ter wurde nach mehrjährigem italienischen Aufenthalte Professor an der Akademie der Künste in Dresden . Er muss aber vom ei-

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