Richier, Hugo, Bildhauer von St. Mihiel (Mihel) in Lothringen , wird unter die Schüler des Michel Angelo gezählt, und obgleich ein Künstler von Bedeutung, hat sich dennoch die väterländische Kunstgeschichte wenig um ihn bekümmert. Sein Name wurde erst 1838 näher bekannt, indem damals ein Paar Monumente entdeckt wurden, die zu den bedeutendsten Werken ihrer Art gehören. Das Kunstblatt vom Jahre 1830 macht Anzeige von dieser Entde- ckung. Ein von der Hand dieses Künstlers herrührendes Grabmal ist in der Kirche zu St. Mihiel, welches in neuester Zeit von dem Bildhauer Brun restauriert wurde. Es wurde 1838 von einem Herrn Etienne entdeckt, und dem Richier zugeschrieben, sicher unser Hugo de St. Mihiel, von welchem nach der Angabe bei Gueudeville (Atlas hist. 1705 III. 154) in der Kirche der Stadt St. Mihiel ein treffliches Grabmal zu finden war, wahrscheinlich das ge- nannte, so dass also nicht alle Schriftsteller von ihm schweigen. Nur dürfte er mit einem späteren Jakob Richier oder Richer manch- mal verwechselt worden seyn. Ein zweites Monument von unserm Künstler ist in der Kirche zu Hattonchatel, ein meisterhaftes Werk mit Darstellungen aus der Geschichte des Heilandes geziert. Auch dieses Werk wurde erst in neuester Zeit wieder bekannt. Die Verfertigung fällt nach dem Berichtgeber im Kunstblatte des be- zeichneten Jahres wahrscheinlich nicht vor 1531. In diesem Jahre kehrte Hugo wieder in die Heimath zurück, und arbeitete da noch 1501. Bis dahin wird die Lebenszeit des Künstlers ausgedehnt.
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