Resener, Carl, Zeichner und Maler zu Berlin, ein Künstler unsers Jahrhunderts. Er malt Bildnisse und historische Darstellungen in Oel, und dann machte er auch Versuche in der Enkaustik , nach
Reaël nennt Füssly kurzweg den obigen Künstler. REISCH, Johann Baptist, Kupferstecher , arbeitete in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich ; scheint aber nach seinen Lebensverbält- nissen unbekannt zu seyn. Seine Thätigkeit fixirt sich um 1720, weil er Mitarbeiter am Marschallsstuck Versaills immortalisé, Paris , 1720. Tafel dass diese Darstellung in das oben bezeichnete Werk gehöre. Resende, Vincenzo, nennt Ticozzi einen spanischen Künstler, der Giovanni, Maler von Genua , malte Altarblätter und auf dem Kalk starb um 1732 im hohen Alter, wie Ratli ver- Gattolo, Miniaturmaler, wurde 1776 zu Tronzo in Im- bien geboren, Kalth aber schon in jungen Jahren nach München , und genoss da anfänglich den Unterricht des Gallerie - Direktors Jakob Dorner, Später begab er sich unter die Leitung des Hofmalers Klotz , unternahm hierauf eine Reise nach Dresden und Berlin , zuletzt auch nach Italien , da er sich dem strengeren, histori- schen Fache widmen wollte, welches er aber in der Folge mit jener zarten Gattung vertauschte, die ihm bedeutenden Ruf erwarb. Seine früheren Werke sind nämlich in Oel ausgeführt, später malte er ausschliesslich in Miniatur, besonders Bildnisse. Er porträirte den König Maximilian, die Königin Therese und fast alle andern Mitglieder des königlich bayerischen Hofes. Der König Maximilian ernannte ihn zum Staatspensionär, als welcher er noch lebhaft in München lebt. Seine Werke sichern ihm einen Reutlein, Georg, Maler von Schwabach bei Nürnberg, ein nach seinen Lebensverhältnissen unbekannter Künstler, der sich mit ei- nem aus G. R. bestehenden Monogramme bezeichnet haben soll, was aber auch mit andern Künstlern der Fall ist; Dieses Mono- gramm steht auf einem Kupferstiche, welcher den Eintritt Ernst von Brandenburg vorstellt. Ansbach veranstaltet. Ein ähnliches Zeichen steht auch auf dem Bildnisse des Goldschmiedes Paul Stein von Nürnberg. Reutter, Jean, v. Maler zu Rouen, arbeitete in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er malte Bildnisse und heilige Darstellungen, und fand mit diesen Bildern grossen Beifall. Der folgende Künstler ist sein Sohn gewesen, den er aber nicht erziehen konnte, da er um 1695 starb, ohngefähr 36 Jahre alt.
Dieser zu seiner Zeit sehr hoch geachtete Künstler war der Sohn des oben genannten Restout, der früh starb, sodass ihm seine Mutter Magdalena Jouvenet den ersten Unterricht ertheilte. Hierauf kam er zu seinem Oheime Jouvenet und machte in kurzer Zeit solche Fortschritte, dass man glaubte, er werde einst einen Glanzpunkt der französischen Schule bezeichnen. Restout war auch noch nicht 28 Jahre alt, als er in die Akademie aufgenommen wurde, erwarb sich aber doch keine Neider, da seine liebenswürdige Bescheiden- heit selbst im strengen Wettstreit den Schein jeder Superiorität ver- mied. Im Jahre 1733 wurde er ordentlicher Professor der Akade- mie, 1747 Rector adjunctus und endlich erster Direktor; war aber so wenig stolz auf seine Stelle, dass er freiwillig dem Carl Vanloo selbe abtreten wollte, als dieser erster Maler des Königs wurde,
Restout lieferte zahlreiche Werke, die zu seiner Zeit bewun- dert, später kritisiert wurden. Fontenay behauptet: Restout habe fast alle Vorzüge inne gehabt, und besonders in großen Bildern seine ganze Kunst entwickelt. Er nennt seine Composition edel, prächig, und für große Effekte berechnet, wozu auch seine breite Manier, die starken Licht- und Schattenmassen stimmten. In der Linear- und Luftperspective zeige Restout ebenfalls Aus- gezeichnetes; und nach der Ansicht Fontenay's besitzt kein Künst- ler in solchem Grade das Talent, einer platten Oberfläche Tiefe zu geben, und alle Figuren mit Luft zu umringen, als dieser Mei- ster. Hierin stimmt auch Fiorillo überein, wenn er sagt, dass seine Bilder, wiewohl unter dem herrschenden Einflusse der Zeit ent- standen, dennoch gut geordnete Figuren zeigen, und besonders durch die schönen Hintergründe den strengen Forderungen der Linear- und Luftperspective entsprechen. Auch seine Färbung ist leckerlich und kräftig, hat aber den Zauber eines C. Vanloo nicht. Indessen setzt ihn Watelet in dieser Hinsicht über Jouvenet. Die- ser Schriftsteller behauptet, Restout sei angenehmer im Colorite und fähiger liebliche Gegenstände darzustellen, als Jouvenet. Das, was die Einigkeit der neuesten und erfahrensten Kunstkritiker möge hier den Schluss bilden. Waagen, Kunstwerke etc. III. 660, sagt Augesichts seines in der Gallerie des Louvre befindlichen Bildes der Klag des Gichtbrüchigen, der Künstler strebe in den Kö- pfen nicht ohne Erfolg der Gefühlsweise des Lesueur nach; in dem honiggelben, glänzenden Fleisch bleibe er aber seinem Leh- rer getreu. Restout blieb seinem Oheim und Meister bis an dessen Tod zur Seite, worin Gault de St. Germain ein Hinderniss erkannte, dass er nicht schon früher einen für seinen Ruf günstigeren Sohn bekommen habe. Jouvenet musste also die von Gault gerügte allzu- sacke Zeichnung, welche an den aus dem Groben gehauenen Mar- morblock mehr, als an die Formen der Natur erinnert, begünstigt haben. Schöne Massen und angenehmes Detail findet man nicht häufig in seinen Werken. Auch huldigte er fortwährend dem Sy- steme, die Gründe durch gerade Linien und Vierecke anzugeben, was ihm und seinen Schülern den Spitznamen der »Ecole des Pointes« zu zog, wie Gault de St. Germain bemerkte.
Restout malte für Kirchen und Klöster, und zierte auch die Wände mit seinem Pinsel. Gerühmt wurde das Plafondgemälde der Bibliothek von St. Genevieve, und der Plafond des grossen Saales zu Sansouci, an welchem König Friedrich III. den Triumph des Bacchus und der Ariadne vorstellen liess. Von Altarblättern nennt man: Paul und Ananias und das Wunder am Teiche Bethesda, das eines in der Abtei St. Germain-de-Prés, das andere in St. Mar-
tin - de- Champs; ferner die Darstellung der heiligen Maria in der Augustiner Kirche zu Rouen, u. s. w. Mehrere Gemälde. sind durch Kupferstiche bekannt, deren wir hier folgende besonders nennen: Christus heilt den Lahmen, von Tardieu jun.; Christo am Ölberg von Drevet jun.; der Tod der heil. Scholastica, von J. Audran; Jakob und Laban, von C. N. Cochin; Hektors Abschied von Andromache, Alexander und sein Arzt Philippus, von C. L. Vasseur und Tardieu; die Jünger in Emaus, von P. Chenu; eine ähnliche Darstellung, sehr kleine Vignette, ohne Namen; die heil. Geneviève, kleines Bild, von Cochin; Armida und Rinaldo, von Cochin; die Verklärung Christi, St. Peter und St. Hieronymus, von Tardieu; Darstellungen aus dem Leben des hl. Vincenz von Paula von Scotin und Herisset. Das Bildniß des Künstlers, nach einem Gemälde von de la Tour, hat P. F. Moitte gestochen, als Receptions- blatt, Kniestücke, sitzend und zeichnend. Le Vasseur stach ihn mit der Palette in der Hand, nach einem Bilde des jüngeren Restout. Dann hat Restout selbst in Kupfer radirt:
- St. Hieronymus in Betrachtung des Todtenkopfes in eine Felsenhöhle, nach Palma jun., ohne Namen des Radierers, folio.
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