Repton, Heinrich

Repton, Heinrich, Zeichner und Kunstgärtner , der Schöpfer der sogenannten Landschaftsgärtnerei, gab auch einige Werke mit land- schaftlichen Darstellungen heraus, die nach seinen Zeichnungen gestochen wurden: Sketches and Hints on Landscape-Gardening, um 1706 erschienen: Theory and Practice of Landscape-Gardening, 1805 in zweiter Auflage; Inquiry into the change of taste in Land- scape-Gardening, . Requeno, Vicente, Maler von Cocentayna, blühte um 1500 in Valencia . Er malte für das Kloster S. Miguel de los Reyes ausser- halb dieser Stadt die Empfängniss Mariä, den heil. Hieronymus und die heil. Anna, und im Kloster der Dominikaner war ein Bild des heil. Michael. Im Archive des Klosters sah man ein Gemälde, mit S. Lorenz von seiner Hand. Wo diese Werke sich jetzt befinden, wird nicht anzugeben. Requeno, Vicente, ein spanischer Jesuit , zeichnete und malte, und befasste sich besonders mit der in der zweiten Hälfte des vor- genannten Jahrhunderts so beliebten Encaustik. Bekannt sind die Ver- fughe, die in Rom unter Reifenstein angestellt wurden, und der Exjesuite Requeno war ebenfalls einer derjenigen, die Epoche ma- chen wollten. Er gab auch eine Schrift heraus, unter dem Titel: Saggi sul ristabilimento dell' antica arte de' Greci e Romani Pittori, 2 Voll., Sec. Edizione corretta; Parma 1787. Ueber einige Versuche in der Encaustik s. auch: Nuova operazione del Sig. Luigi Basconi, secondo il metodo del Sig. Abbate Requeno, im Giornale di Letterati, LVIII., p. 304. Saggio degli ingenui tentativi del Sig. Abbate Requeno per ristabilire la pittura encaustica degli An- tichi, del Sig. Luigi Placiti, nel compendio, Vol. IV., p. 327 et seg. Requeno starb um 1810 in Neapel. Juan de Biliacua, lebte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Avila. Er verpflichtete sich 1532 mit Luis Giraldö, für die Kathedrale der genannten Stadt einen großen Altar, Marmor auszuführen und selbst mit Basreliefs und Ornamenten zu verzieren, was den Künstlern zur vollkommensten Zufriedenheit gelang. In der Mitte sieht man die Anbetung der Könige, rechts die Darstellung im Tempel, und gegenüber das Kindermord. In der linken Neben- stellten die Künstler Szenen aus dem Leben Jesu und der heil. Jungfrau, und über der Corniche Figuren von Propheten und Patriarchen dar. Cean Bermudez fand diese Notiz im Archive. Ribalta, Antonello, Maler von Messina, auch Rosalía genannt, arbeitete zu Anfang des 16. Jahrhunderts, vielleicht ein Schüler des Antonello von Messina. In der Pfarrkirche von Pistunina war noch 1775 eine Madonna mit dem Kinde auf dem Schoß in einer Landschaft, mit der Aufschrift: Antonellus Rosaliba pinxit Anno MCCLCVIII a tempo di Accicco de Alibrandi Percuratori. Robilliard, Arcangelo, Maler, wurde 1670 in Rom geboren, und von G. B. Ciccotti unterrichtet. Er hatte als Tiermaler Ruf, fing aber in späterer Zeit auch an, Figuren und historische Darstellungen zu malen. Tanzi erwähnt seinen mit Lob, und sagt auch, dass sich in der Galerie zu Florenz das Bildniss des Künstlers befinde. Starb nach 1739.

verstorben,“ Dass dieser ältere Hieronymus nicht jener Form- schneider ist, dessen Hülfe sich A. Dürer bediente, dürfte viel- leicht auch daraus abzunehmen seyn, dass Neudörffer behauptet, er habe in der breiten Strasse gewohnt, und seine Wohnung sei hin- ten ins Frauengässlein gegangen. Auch bei der Todesanzeige der Frau des Formschneiders ist wieder diese Gasse genannt. Schreyer sagt nämlich: „1557 starb Veronica Jeronymus Formschneiderin in der Preiten gass“ und von dem älteren Hieronymus bemerkt er deutlich, er sei ausswendig verschieden. Und somit könnte jener Grabstein von 1556 immerhin den berühmten Formschneider Hiero- nymus, den Gehülfen Dürer's, angehen, und derselbe wirklich Je- ronymus Andre geheissen haben, da auch Bartsch sagt, dieser Na- me sei auf der Rückseite einer Holzplatte vom Triumphe des Kaisers Maximilian, an welchem Hieronymus gearbeitet hat, zu lesen. Dass der Künstler Resch geheissen habe, vermutet man zunächst nur daraus, weil ein Wolfgang Resch gelebt hat, dessen wir unten erwähnen; Hieronymus Andreas könnte allerdings die- ser Familie angehört haben, ein entschiedener Irrthum ist es aber, wenn Ernesti und Unger ihn mit dem Buchdrucker Hieronymus Hölzel für Eine Person halten, und ihm daher Holzschnitte bei- legen, welche mit der damals gewöhnlichen Form des deutschen H. bezeichnet sind. Der Formschneider Hieronymus hat zwar ebenfalls eine Druckerei, er erhielt aber erst 1527 die Erlaubniss, eine eigene Presse zu errichten, während Hölzel schon vor 1500—1524 druckte. Die Druckwerke sind auch nicht zu verwechseln, denn unser Künst- ler nennt sich darauf deutlich Jeronymus Formschneider.

Hieronymus hatte nach Neudörffer's Behauptung den grös- sten Antheil an dem Schütze der kaiserlichen Ehrenpforte, der wir im Leben Dürer's ausführlich erwähnt haben; der Kaiser Maximilian fand an der künstlichen Arbeit solches Wohlgefal- len, dass er fast täglich zu ihm ins Frauengässlein fuhr, hier

datiert sich sogar ein unter gemeinen Leuten übliches Sprichwort „Der Kaiser fahre abermals ins Frauengässlein (zu Dirnen).“ Die- ses steht auch in Neudörffer's Nachrichten, aber ein zweites Sprich- wort nicht: „die Katze sieht den Kaiser an." Hieronymus soll Katzen gehabt haben, die er eines Tages nicht mehr wegtreiben konnte, als der Kaiser eintrat, so dass sie denselben ruhig aus- sahen. Obgleich nun der gleichzeitige Neudörffer von der Ar- beit am Holzschnitt-Werke und vom Besuche des Kaisers er- zählt, so wurde dennoch in Zweifel gezogen, ob die Ehrenpforte:

Ferner sind in der k. Kunstkammer zu Berlin vier grosse, in Holz geschnittene Reliefs (1 F, 8 Z. hoch, 1 V, 54 Z. breit), welche Scenen aus der Geschichte des verlorenen Sohnes darstellen, nach Compositionen von H. S. Beham, die in Kupfer gestochen und in Holz geschnitten vorhanden sind. Die genannten Reliefs sind mit einem aus H.R. bestehendem Monogramm und der Jahrzahl 1554 bezeichnet. Ersteres wurde auf Hier. Rösch gedeutet, eine Annahme die nach Kugler (Beschreibung der Kunstkammer, S. 104) nicht wohl Gültigkeit haben dürfte, da bei einem Künst-

Wolfgang Formschneider zu Nürnberg, ein mit dem Obigen gleichzeitiger Künstler; dessen Lebensgeschichte aber eben so dunkel ist. Er arbeitete an den Platten zum grossen Triumphwagen des Kaisers nach A. Dürer, denn Bartsch fand auf der Rück- seite der auf der k. k. Bibliothek aufbewahrten Holzplatten neben mehreren Künstlernamen; auf einer solchen die Buchstaben WR, was Wolfgang Rosch bedeutet soll. Ein Wolfgang Resch ist in Nürnberg allerdings historisch, denn es finden sich Druck- schriften mit seinem Namen, meistens kleine Schriften von Hans Sachs. Er war Formschneider und Verleger, wie dies namentlich auch aus folgendem Werke hervorgeht: Ein New Visier Büchlein, welches innhalt wie man durch Quadraten auff eines jeden Lands Eich, ein Ruten zu bereyten und damit yetlich visieren, und solches innhalt erkennen soll. (Von Johann Frey, Bürger zu Nürnberg). Gedruckt zu Nürnberg bey Johann Stüchs. In Verle- gung Wolff Reschen, Formschneyder, da findt man's bey. (1531). 8. A. Die Holzschnitte dieses Künstlers, deren man also in alten Nürnberger Druckwerken suchen müss, sollen mit WR oder mit WR, bezeichnet; eben dann werden ihm auch noch die beiden folgenden Blätter beigelegt, wovon das eine durch die Jahrzahl 4551 ein ziemliches Alter des Künstlers erkennen lässt, wenn er schon um 1515 am Triumphwagen gearbeitet hat.

  1. Das Bildniss Kaiser Carl V., im Profil nach rechts, Medail- lion mit der Schrift: Karolus erwelter Römischer auch zu Hi- spanien Neapolis Äragon Sicilien ynd Granaten etc. König. Erzherzog zu Oesterreich et seines Alters Tin XX VI — II im 1510. In der Mitte unten WR (angeblich Wolf- gang geschn. zu Nürnberg) H. 6 Z. 10 L. Br. 4 Z. 5 L.
  2. Die Frauen schmieden ein Herz auf dem Ambos. Auf zehn Täfelchen deutsche Verse, aus einer emblematischen Dich- tung von W. Pirkheimer, 1531. H. 14 Z. 30 L., Br. 11 Z. Dieses sehr seltene Blatt nennt Bartsch Pl. ge. VII. 2537

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