Rentzsch, Johann Friedrich, auch Rensch oder Rentsch geschrieben, Historienmaler, wurde 1792 zu Dresden geboren, und daselbst von Professor J. Schubert in der Kunst unterrichtet. Er studierte auch die Schätze der k. Gallerie, zeichnete nach Werken
großer Meister und copirte solche in Oel, wodurch der talentvolle Jüngling bald in den Stand gesetzt wurde, auch in eigenen Com- positionen mit Vortheil sich zu versuchen. Als tüchtiger Zeichner erhielt er die Stelle eines Professors der Zeichenkunst an der Bau- und Industrieschule zu Dresden , so dass jetzt seine Zeit zwischen dem Unterrichte und der freien Kunstausübung getheilt ist. Es fin- den sich aber doch verschiedene Bilder von ihm, die in Auffas- sung, Färbung und Behandlung gerühmt wurden, sowohl Altarge- mälde als Staffeleistücke. Im Kunstblatte von 1828 heisst es, seine Werke seien eben so rein gedacht als gezeichnet, und durch einen seelenvollen Hauch erwärmt. Von seinen früheren Werken, die damals besonders hervorgehoben wurden, nennen wir die heil. Cunigunda, Altarblatt einer Votivkapelle, und die Hagar in der Wü- ste, ein liebliches Bild von . Dann malte Rentzsch auch Inte- rioren, die sich durch treffliche Perspektive und durch Klarheit des Helldunkels auszeichnen. An diese Bilder reihen sich dann
jene aus dem Bereiche der Romantik und des Genre's, alle mit lie-
bevollem Fleiß behandelt, trefflich in ihrer Art. Küchler stach
neuerlich für die Chronik des Dresdner Kunstvereins Gretchen am Spitzenrocken aus Göthe's Faust. Das Original besitzt General-Lieu- tenant von Kniaziewicz.
Von Rentzsch ist auch ein großer lithographirter Christuskopf mit der Dornenkrone, nach A. Düter, zu sehen, eine der frühe- ren Arbeiten des Künstlers.
Renz, s. Rentz.
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