Renoux, Landschafts- und Schlachtenmaler zu Paris

Renoux, Landschafts- und Schlachtenmaler zu Paris , einer der vor-

züglichsten französischen Künstler unserer Zeit. Er erschien

zuerst mit Gemälden auf dem Salon; diese aber schon große Reife

verkündeten, und die folgenden Werke überboten immer die früheren.

Diese bestehen in Landschaften mit architektonischen Monumenten,

sowohl in Frankreich als in Deutschland und Italien , da der Künst-

ler mehrere Reisen unternahm. In seinen Landschaften erscheinen

meistens interessante Kirchen oder Capellen des Mittelalters, Kreuz-

gänge von Klöstern, Burgen und Schlösser, Ruinen aus der rö-

mischen Zeit, historisch merkwürdige Orte sowohl der früheren,

als der späteren Periode, und alle diese und ähnliche Bilder sind

mit Meisterschaft und in vollkommener Naturtreue vorgetragen.

Viele sind in Privatsammlungen zerstört, mehrere sind im Cabinet

Sommerard vereinigt. In der Galerie des Luxembourg sieht man von

ihm eine Ansicht von Bacherach; und im historischen Museum zu

Versailles zwei andere Gemälde. Das eine stellt die Schlacht von

Peyrestortes, das andere die Einnahme von Boulogne dar. Sie sind

beide in dem Werke: Galleries hist. de Versailles von Aubert und

Outhwaite gestochen. Auch Genrebilder malt dieser Künstler; Mon

seinen neuesten nennen wir einen Alchimiste im Laboratorium.

Hauptsache bleibt aber bei Renoux immer die In oder Exteriore.

Dann finden sich von Renoux auch zahlreiche Zeichnungen in

Aquarell . Im Jahre 1830 fertigte er eine Reihe von Zeichnungen,

welche die merkwürdigsten Züge der sogenannten drei glücklichen

Tage Frankreichs darstellen. Die meisten Zeichnungen beste-

hen aber in landschaftlichen und architektonischen Darstellungen. l: \; /. . ' „\ b « &6 X R A

Bentink, Arnold, Zeichner, Maler und Kupferstecher, wurde 1712 in Amsterdam geboren, und von A. van Boeren unterrichtet, der aber noch vor Ablauf der Lehrzeit starb. Jetzt nahm sich N. Verkolje seiner an und auch Ritter von Mör unterstützte ihn mit Rath und That. Bentink malte Bildnisse und historische Darstellungen, auch Gesehenbilder und Landschaften, und besonders trefflich in Aquarell. In letzterer Art copirte er mehrere frühere Meister, und entwarf auch viele Compositionen in dieser Materie. Später ließ er sich in Berlin nieder, und starb daselbst 1775.

Rentinck stach durch seine Blätter in schwieriger Manier.

  1. Das Bildniss eines Malers; nach G. T. (G. Troost.)
  2. Venus und Amor, halbe Figuren nach Th. van Loo.

Bentz, S. Benzsch.—

Beutz, Michael, Zeichner, Maler und Kupferstecher, wurde 1701 zu Nürnberg geboren und in der Preislerschen Schule unterrichtet, bis er endlich unter die Leitung des damals berühmten Kupferstechers J. Franz Mantalegre sich begab. Allein der Meister starb so nach zwei Jahren, der edelmüthige Renzi blieb, aber zur Unterstützung der Familie des Meisters, und heiratete zuletzt dessen Wittwe. Später wurde er Hofkupferstecher des Grafen Anton von Spork in Kukulbad, der den Künstler auf das freigebigste unterstützte, aber nach wenigen Jahren (1738) entriess ihm der Tod diese Stütze. In diesem Jahre starb auch seine Gattin, worauf er sich mit einer Böhmin vermählte, die ihm zwei Kinder gebar. Er blieb fortwährend in Kukulbad, obgleich er nach Sachsen, Polen und an andere Höfe als Hofkupferstecher Einladung erhielt. Im Jahre 1758 starb er.

Die Blätter dieses Künstlers sind sehr zahlreich, sowohl mit dem Grabstichel, als mit der Nadel behandelt. Seine Compositionen sind reich, aber nicht immer gut geordnet. An diesen zahlreichen Arbeiten haben auch seine Schüler Theil genommen, früher Montalegre. Gemälde des Künstlers sind in sehr geringer Anzahl vorhanden. Sein von Balzer gestochenes Bildniss findet man in den Abbildungen der böhmischen und mährischen Gelehrten und Künstler. Dlabacz verzeichnet viele Blätter von diesem Künstler.

  1. Das Bildniss des Grafen Franz Anton von Spork, dasjenige Blatt, welches ihm den Ruf nach Kukulbad bewirkte, fol.
  2. Johann Florian Hammerschmied, nach Hiebel; für dessen Prodromus gloriae Pragenae 1727. fol.
  3. A. C. Thebesius, nach Treschnack.
  4. Alois Centarionus, Jesuiten-General, für Neueutters Sammlung von solchen Bildnissen. 1755. 4.
  5. Die Anachoreten oder heiligen Männer, Frauen und Propheten in ihrem Leben und Wirken nach der Legende.

schöner und geistreicher Compositions-Cyclus, 200 Blätter, 8°. Das Leben des heil. Aloysius, 16 Blätter. Der Todtentanz oder das Menschenleben, und Embleme durch die verschiedenen Stände der Welt, dargestellt, schöne und einprächtige Compositionen, mit emblematischen Umgebungen, mit deutschen Versen. Prostat in Francofurt. Prostat in gradibus art. cis apud P. Hillinger Miniaturae Pict. Artisq. chalcographiae propaganda, J. Benth. inv. et fecit, 55 Blätter, kl. 8°. Eine neue Ausgabe erschien 1777 in Leipzig: Die erprobte Eitelkeit aller menschlichen Dinge etc. Das Leben des heil. Aloysius, 16 Blätter. Die Blätter in dem Werke: Ungemeine Tugend des Herrn Grafen Franz Anton von Sporck; fol. Dahin gehören folgende 11 Blätter: Das Bildniß des Grafen. Ansicht von Lisa, fol. Bon Repos, oder Vögelhort, fol. St. Wengelspr. fol. Euküln mit Gärten, fol. Insellereien im Kukuserv Waid, fol. Kirche und Spital zu Konoged, fol. Ansicht von Allgesdorf, fol. St. Johannesberg mit der Eremitage, fol. Eine Denkmal-Darstellung, welche der Graf auf Qulfilnfiehln errichtet hat, an der Eremitage gegen Niess, 12 Blätter. Die 9 Blätter der Lottermonts bei dem Grafen von J. Bleue- weis, kl. 8°, fol. Huldigungen, Krönung und Festtafel, auf dem Ptoger Schloss gehalten, 1745; Drei Blätter, fol. Ein reicher Triumphbogen, nach J. F. Schöpf. Drei grosse Ansichten von Kukusbad, 1724. 8° gr. roy. fol. Mehrere kleinere Ansichten von Kukusbad in Böhmen an der Elbe und an der gräflich Spork'schen Familiengruft, fol. Abbildung des von einem Elche'n baume abgethanen am gefalt- eten Stück Holzes, in welchem eine Zoll lange Inschrift des Grafen gedruckt war. 8°. Das Jesuskind in der Krippe; gemalt von H. Müller, 12. Das Jesuskind, gest. Kukusbad in Böhmen, fe. 4°. Das Jesuskind in der Kirche Maria de Victorie zu Prag, 1746, 4°. Christus übergibt dem Petrus die Himmelsschlüssel. 4°. Das hohe Altarblatt in der Pfarrkirche zu Pika. 4°. Coetus quinque Christi in Ecclesia S. Barbarae Kuttenber- gae, 8°. Christus am Kreuze, sive monumentum etc. 8°. Ein Marienbild. Ave Maria etc. Brunae in novitiatu S. J. celestibus beneficiis clara. 25) Effigies matris dolorosae apud V. Codestmas Pragae, 1752, fol. und 4°. Das Janenbild mit einer Magnificat, 8°. Das Marienbild in der Jesuitenkirche zu Gitesin, 8°. Digitized by Google

Votivlänge einer Schlacht, 8. * ' '

  1. Das Marienbild von Dexan, 8.

  2. Maria vom guten Rath, bei den Jesuiten zu Madrid, 8.

  3. Das Empfindsame Maria, nach Hiebel, 8.

  4. Die Himmelfahrt Mariä, 1709 als Thesis vertheilt, aber schon früher gestochen, gr. fol.

  5. St. Joannes Nepomucenus ‚‚juxta Exemplar Romanum, 8.

  6. St. Ignaz von Loyola vor dem Crucifixe: Effigies St. Ignatii, juxta prototypum depictum a Jacopino del Conte.

  7. St. Joachim von Gott. S. Joannes de Deo etc. Mit dem Pro- jekt der Kirche, und des Hospitals zu Kukus, 8.

  8. Der heil. Bernhard. Ex formis P. Hillinger, 8.

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