Ruyter, Prinz von der Pfalz

Ruyter, Prinz von der Pfalz, Museum im Haag. Ruyter, Admiral, Ernst, in der Sammlung des Marquis de Brunoy. Ruyter, Admiral , kleines Portrait, für einen Jüngling gemalt, erst 1835 ausgestellt. Jetzt im Besitze des Herrn D. V. zu Brüssel , Kunstblatt desselben Jahres. Ruyter, Burgemeister, und dessen Gattin, um 1644 gemalt, beide in der Sammlung des Hrn. Six van Hillegom. Schincks, Johann, In der Eremitage zu St. Petersburg . Snellius, Elias, Pastor zu Amsterdam , im Lehnstuhl vor dem Tische, Gest. von Suida, Hoef. Till, William, (angeblich), kleines Bild, von glühender Jasmin-Farbe, in der Samml. in England , dem Sitze des Lord Tilney. Tollp, Admiral, von Snellus erwähnt. Toon, Nicolaus, berühmter Arzt mit seinen Schülern bei einer Leichenöffnung, Das unter dem Namen der Anatomie bekannte, schon oben erwähnte berühmte Bild in der Gall. zum Haag. 4032 für das anatomische Theater in Amsterdam gemalt; Der König kaufte es erst um 32000 holländ. Gulden. für das Museum im Haag. Schnaase Briefe S. 20. Von J. de Frey. Utenbogaard, Pieter van. Museum zu Amsterdam. Smith, Cat. S. 5.

Bildnisse unbekannter Personen, Köpfe, Brustbilder, Kniestücke von Herren und Damen, teilweise in genreartiger Auffassung, lauter einzelne Fi- guren, bis auf eine Familiengruppe.

a) Alte Bildnisse.

a) Ein Bildniss eines bärtigen Mannes mit unbedecktem Kopfe, das Rechte unter dem Barte. Fihtl I. Nr. 17. Landon pl. 14. b) Ein bärter Greis im Stuhle, die Finger beider Hände in ein- ander gelegt. Landon pl. 49; Fihtl II, Nr. 140. c) Ein Mann mit grauem Barte, im Lehnstuhle sitzend, hält mit beiden Händen einen Stab. Pinakothek zu München.

d)

Der Philosoph in seiner Grotte, s. Anchises,

Brustbild eines Mannes mit weißem Barte in rother Kleidung und schwarzer Mütze, Pinakothek zu München.

Ein Mann mit der Pelzhaube, den rechten Arm auf den Tisch gelegt. Kon. kayer. Samml. ;

Brustbild eines bärtigen, schwarz gekleideten Mannes in Le- bensgröße, von wunderschöner Beleuchtung, 1643. Sonst zu Leipzig, jetzt in der Gall. zu Gotha... Rathegeber S. 123.

Büste eines Greises. Gall. zu Copenhagen, gest. von V. D. Preiller. ;

Ein Mann mit einem Stocke in der Hand. Gall. zu Dresden. .

Ein Mann mit Pelzmütze, im Lehnstuhle sitzend, wie er die Hand auf die Lehne legt. Gall. zu Dresden. . Gest. von

Halbfigur eines Mannes mit kurzem Barte, einen mit Perlen besetzten Hut auf dem Kopfe, legt eine Hand in die andere. Gall. zu Dresden. , 44

Die halbe Figur eines Mannes, und das Bild eines anderen alten Mannes, beide in der Gall. zu Dresden, Balzer und C. G. Schulze haben aus dieser Gallerie die Büste eines Greises mit langem Bart und Barett gestochen.

Bildniss eines Greises. Gall. Lichtenstein,

Ein im Lehnstuhl sitzender Greis, halbe Figur, ehedem in der Sammlung des Grafen von Bruhl, jetzt in der k. Sammlung zu St. Petersburg. Gest. von Filleul. G. F. Schmidt hat mehrere Bilder alter Männer gestochen.

b) Jünglinge, und Männer im kräftigen Alter.

Brustbild eines jungen Mannes mit Barett, das mit einer Agraffe von Perlen geschmückt ist. Mit der Linken hält er die um seine Schulter hängende goldene Kette. Uval. Gallerie des Louvre. Filleul 1. 50. .

Kniestück eines schönen jungen Mannes auf dem Stuhl sitzend und den einen Arm auf den Tisch gestützt. Filleul, VII. 461.

Ein junger Mann, der die rothe Mütze von dem Nagel der Wand nehmen will, 1644. Samml. des Grafen Cowper zu Pennsanger.

Ein junger Mann, dessen Mütze mit Edelsteinen und einer Feder geriert ist. Pinakothek in München,

Brustbild eines jungen Mannes mit schwarzer Mütze, rothem Fell und schwarzem Mantel. Pinakothek in München. Bildniss eines jungen Mannes in schwarzer Kleidung, mit ru- dem Hute. Daselbst, , ,

Ein geharnischter Jungling. K.K.Gall. zu Wien.

Bildniss eines Jünglings. Daselbst.

Bildniss eines jungen Mannes in einer von Seghers gemalten Einfassung von Blumen, Gall. zu Wien.

Bildniss eines jungen Mannes, und eines zweiten, Gall. Lichten- stein in Wien.

Kniestück eines blondhaarigen, jüngeren Mannes mit einem Falken auf der Hand; 1645 gemalt, auch Rembrandt's Jäger genannt. Grosvenor - Gallerie.

Bildniss eines holländischen Bürgermeisters. Gall. du palais royal IL, pl. 281. Gest. von Malbete und Guttenberg.

Bildniss eines holländischen Bürgermeisters, von außerordent- licher Wirkung. Warwick - Castle.

Brustbild eines jungen Mannes, Oval. Gest. bei London I, 20. Filhol I. 590, Fr. Schmidt,

Bildniss eines Mannes, London I, 66.

Brustbild eines Mannes, dessen Barett mit Federn geschmückt ist. London I, pl. 5; Filhol II, 131.

Brustbild eines Mannes mit Pelzmütze. London II, pl. 14.

Büste eines Mannes mit blossem Haupte und Halskette. Gest. von Schmidt, I,

Bildniss eines Mannes in mittleren Jahren, ein besonders ele- gantes Bild im hellsten Goldton. Samml. des Lord Ash- burton.

Bildniss eines Mannes, bei Lord Ashburton, ehedem in Cassel. Das Bildniss der Frau, ebenfalls im Besitze des Lords, ist von 1641. Diese Bilder gehören zu den selteneren hellen, im vollen Lichte genommenen, fleissigen Werken des Mei- sters, und sind von wunderbarem Zauber. Kaiserzeit sah man sie in Malmaison. Waagen II, 86.

Bildniss eines Mannes, 1636. Samml. des Baron van Brienen van der Grotelinde,

Bildniss eines Mannes in halber Figur, im klarsten, dunkelsten Goldton, von gewaltiger Wirkung. In der Samml, zu Chis- wick. Waagen I, 260.

Büste eines Mannes von mittleren Jahren, Gall. zu Copen- hagen. Gest. von V. D. Preisler.

Bildniss im Oval, mit herabfallendem Kragen. Es gehört zu den seltenen Bildern des Meisters, worin sich eine sehr wahre Auffassung und ein feines Naturgefühl mit ungemein fleissiger Ausführung in einem hellen, trefflich impastirten Goldton vereinigen. Samml. des Sir Robert Peel. Waagen

Lebensgrosses Brustbild eines Mannes mit einer Feder auf dem Hut. Königl. bayer. Samml.

Ein bärtiger Mann mit einem breiten Hut auf dem Kopfe, Gall. zu Wien, Prenner tab, 39.

Ein unbärtiger Mann mit einem Buche. Gall. zu Wien,

Kniestück eines unbärtigen Mannes, ein mit Federn geziertes Barett auf dem Kopfe, die Rechte in die Seite gestutzt und den Stab in der Linken haltend. Gall. zu Wien, Prenner tab. 45.

Das Bildniss eines Mannes. Eben daselbst.

Zwei männliche Bildnisse. Gall. Lichtenstein zu Wien,

Ein sitzender Mann, und ein anderes Bildniss eines Mannes. Gall. Esterhazy.

Männliche Büste in rundem Hut und weisser Halskrause, 1768 noch in der Ankaster'schen Sammlung zu London, 1769 von Dixon gestochen, unter dem Titel: Rembrandt's frame maker. Dieselbe Büste stach auch N. Dupuis: Ex museo An. Cousin. Portrait eines schönen jungen Mannes, mit der rechten Hand im Mantel. 1772 in Wien von J. G. Janota gestochen. G. F. Schmidt hat mehrere Köpfe und Bildnisse von Rem- brandt gestochen.

c) Kriegsgef.

Ein Ritter in voller Rüstung mit der Lanze in der Rechten,

voll Leben und Wahrheit. In der Samml. zu Warwick- Castle.

Niederländischer Offizier in Harnisch und rothem Kleide, eines der früheren Bilder des Künstlers 1635. Fitzwilliam-Museum.

d) Juden und Türken.

Kniestück eines alten Rabbiners mit Turban und sonstiger fantastischer Kleidung, ein fleissig behandeltes Bild und von grosser Wirkung. Samml. zu Corshamhouse,

Ein anderer Rabbi mit Turban in einem Sessel sitzend, lebensgross halbe Figur. Diese Darstellung ist viermal vorhanden: in Genua, im Museum zu Berlin, bei H. van Swea im Haag und in der Sammlung in Devonshirehouse. Letzteres Bild möchte aber Waagen, K. I. 255 eher für ein Hauptwerk des S. Koninck halten. Gest. von W. Pether, copirt von Spooner.

Bildniss eines Rabbiners, weniger energisch als gewöhnlich. In der Privatsammlung König Georg's IV.

Bildniss eines Juden, nach Waagen K. I. 224 ein treffliches Beispiel jener tüchtigen Auffassung, jener breiten meisterhaften Malweise, jener glühenden satten Fleischttöne, die im Gegensatze zu dunklen Schattenmassen eine so überraschende Wirkung machen. Englische National-Gallerie. Gest. von Burnet.

Ein alter Rabbiner, mit einer goldenen Kette um den Hals, nach Waagen II. 549. erstaunlich impastirt und von grosser Wirkung, doch zu den roheren Bildern des Meisters gehörig. Samml. in Woburn-Abbey.

Bildniss eines Juden. K.K. Gallerie in Wien.

Bildniss eines Türken, den Turban mit Reiherfedern, Perlen und Diamanten geziert. Lebensgrosses Brustbild. Pinakothek zu München.

Die halbe Figur eines Persers, die rechte Hand auf den Stab gestützt, Aus Godkoffsky's Samml. Gest., von Schmidt.

e) Weibliche Bildnisse,

Junge Dame mit dem Fächer, Kniestück, in der Gallerie des Lord Grosvenor. Dieses Bildniss, so wie jenes des Jägers mit dem Falken, ist in der Farbe und im Helldunkel bewundernswerth und so lebendig und geistreich behandelt, dass man es bei längerer Betrachtung für lebend hält. Es sind diese zwei Portraite ersten Ranges. Passavant S. 65., Waagen II. 118.

Junge Dame in schwarzer Kleidung am Klavier sitzend. Gall. zu Pommersfelden.

Junge Frau im Pelzmantel mit goldenen Ohrringen, sehr lebendig aufgefasst und von grossem Reize der Behandlung. Gall. des Louvre.

Junge Dame mit Handschuhen und einem Fächer. Gall. Esterhazy. G. F. Schmidt hat ein Bild der Sammlung des Grafen von Kamke gestochen, eine Dame mit dem Fächer darstellend.

Eine junge Frau. In derselben Gallerie,

Eine junge jüdische Frau mit Hut, beide Hände am Fenster, Gall. zu Züllichau. Gest. von V. D. Preisler.

Eine junge Frau, halbe Figur, Pinakothek zu München.

Eine junge Frau, 1643. Gall. zu Berlin.

Eine sehr bejahrte Frau, 1660. Samml. des Baron Verstolk de Zeele,

Junge Dame mit langen Locken und dem Schleier, den Sammtmantel mit einer Agraffe zusammengehalten, und der Hals

Ein Mädchen, im Begriff, den Fensterladen zu schliessen, sieht erst noch einmal hinaus. Dieses Bild soll Rembrandt's Toch- ter oder Dienstmädchen vorstellen, und die Vorubergehen- den getäuscht haben. Es ist auch überaus lebendig und sprechend, von besonderem Reiz der Farbe. Dulwich-Col- lege. Passavant, S. 27. Gemälde in Farben von Ploos van Amstel,

Ein junges Mädchen, mit beiden Armen aufgestützt, nach einer Skizze von Santerre gest. (0.2. 22. L)

Eine Dame mit Schleier und goldener Kette. Gest. von W. R. Leeuw, Marianne betitelt. (..) S

Büste einer Dame, mit Federn geschmückt. Von Marcenay gestochen (La dame à la plume). (..) S

Ein Familienstück, deren Urheber äußerst selten gemalt hat. Eine junge, in schwarze Seide gekleidete Frau sitzt im Armstuhle, und neben demselben steht der Mann. Den Hintergrund bildet das Zimmer. Dieses Bild ist vom rein- sten, zartesten Naturgefühl, im hellen, klaren Goldton, mit der grössten Liebe vollendet. Samml. des H. T. Hope in London. Waagen K. II. 439. (O)

Mythologie und Geschichte des Alterthums. (G. S. S. LQtI\ im Gabriel anst. 7. . . . . f$5 !) Ganymed vom Adler entführt, ein derber Bube, vor Angst weinend und pissend. In der Dresdner Gallerie, im älteren Gallerie-Werke gestochen, in dem neueren van Aamstängel gest. (..) S

Die Entführung der Europa. 1757 im Besitze der Gräfin de Verrue. (O O O. O. R. 8 G. R E)

Danaë, ehedem in Crozat's Sammlung, und für dessen Recueil gestochen.

Diana und die Kalydonische Jägerin oder irgend ein Jäger, bereits oben er- wähnt. Gallerie Lichtenstein. (..) S

Diana entdeckt die Schwangerschaft der Callisto, 1635. Von Smith erwähnt. (..) S

Venus und Amor, zu Anfang if. des 18. Jahrhunderts im Besitze des Pieter Six zu Amsterdam, von Smith erwähnt. Philemon und Baucis, von Th. Watson gestochen. In England. Vertumnus und Pomona, ein Gemälde, welches lange Zeit unter dem Namen: La fille au grand-chapeau bekannt war, eines der schönsten Werke dieses Meisters. Es kam um 1814 in die Gallerie des Grafen von Fries zu Wien, und ist wohl jenes Bild, dessen Besitzer Smith: Baron Puthon at Vienna, nennt. Gest. von L'Epicier. (..) S Venus erscheint dem Aeneas, nach Smith in der Gallerie des Fürsten von Lichtenstein zu Wien. (..) S

Alexander oder Achilles, irgend ein phantastisch-heroischer Holländer. In der kaiserl. Hof-Galerie zu St. Petersburg. (..) S Demokrit und Heraklit. Samml. des J. R. West. (..) S Der Tod der Lucretia, 1664. Samml. des H. Munro zu London. Tod des Cato, oder irgend ein sterbender Held, dabei ein hel- fender Freund, ein Knabe und der Arzt. (..) S Der Tod des Seneca, beide von Rathgeber genannt. H. E. S. Nro. 409 S. 50. H. (..) S Cleopatra im Begriffe die Perle zu verschlucken. Im königl. Palaste zu Madrid. (H. E. T. .) S

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Altes Testament.

Abrahams Opferung Isaaks, 1655. Dieses Bild kam, aus Wal- pole's Sammlung in die kais. Eremitage zu St. Petersburg,

von G.

  • und J. Murphy, hat es in Mezzotinto gestochen,

I

In der Gallerie zu Gotha ist ein kleineres Bild dieser Art. . Rathgeber S. 158 ff.

Abraham bewirthet die drei Engel; 1646. Samml. des Richard

B.

Abraham segnet den Isaak. Von J. F. radirt.

Abrahams Vertreibung Hagar und ihren Sohn, bei glühend untergehender Sonne; Pinakothek zu München.

Dieselbe Darstellung, 1649. Grespigny's Sammlung.

Dieselbe Darstellung, Sammlung des Earl of Denbigh. .

Dieselbe Darstellung, von Spilsbury gestochen.

Das Fest des Ahasverus. (Esther, 2. 18.), berühmtes Bild in der k. Gallerie zu Dresden. Hanfstängls lith. Gallerie-Werk.

Ahasverus mit Esther und Haman zu Tische (Esther, 7. 1.).

Vom Smith erwähnt.

Balthasars Fest. Smith's Cat.

Bathsheba aus dem Bade gestiegen. Von Smith erwähnt und

kostbares Bild in der Samml. des T. Emerson.

— David und Bathsheba, ehedem im Besitz des Grafen von Brühl,

heute bei Geddes in London. Gest. von Burnet.

Daniel vor Nabuchodonozar. Gallerie zu Keddieston Hall. David und Bathsheba, ehedem in der Brühlschen Gallerie, jetzt

In der kais. Gallerie zu St. Petersburg. Von J. M. Moreau radirt.

David vor Saul die Harfe spielend. Gallerie von Salzdahlum. W. P. Leech hat eine solche Darstellung gestochen. David opfert auf der Dresdnerne. Von Smith erwähnt.

Elisa erweckt den Knaben der Sunamitin. Samml. des Sir Richard Colt Hoare. Gest. von Earlom.

Elisa, nach Buch 1 der Könige 6. 32. Nach Bart. Bernardi's Bild von P. Monaco gestochen. Damals war das Original in Venedig,

Hagar in der Wüste am Baume weinend, ohne den helfenden Engel zu sehen. Gallerie des Grafen Schönborn zu Wien, Trefflich in Mezzotinto gestochen,

Haman bittet die Königin Esther um sein Leben. Smith's Cat.,

Die Verurtheilung Hamans, Smith's Cat. Gest. von Houston.

Hanna, im rothen Gewande, knietend neben dem Knaben Samuel, voll Wahrheit und von schöner Wirkung. Bridge- water- oder Stafford-Gallerie.

Hanna und ihr Sohn Samuel. Eremitage zu St. Petersburg.

Jakob von Isaak gesegnet. Gallerie des Herzogs von Marlborough zu Blenheim. Eine solche Darstellung war einst in Jervas'- Sammlung.

Jakob an der himmelfahrenden Leiter. Von Smith erwähnt, nach N.

Descamps Descriptive Catalogue. London 1802. Dieselbe Darstellung. Gallerie Schönborn zu Wien. Eine solche hat Caylus gestochen.

Jakob ringt mit dem Engel. Gallerie des k. Museums in Berlin,

Uglers Besch. 226.

Jakob der Patriarch, einst in Cesar's Sammlung, von Schmidt gest. Der sterbende Jakob segnet Joseph's Söhne, höchst geistreiche Skizze, in der Gallerie zu Carsle; zur Zeit Napoleon's im

Juda gibt der Thamar ein Pfand. Moses I. 38, 18. Samml. des Grafen Czernin zu Wiede. Die selbe Darstellung, Gall. der k. Eremitage zu St. Petersburg. Eine dritte Darstellung, oder eine der obigen, war im Haag. Loth in einer Höhle, in der Ferne das brennende Sodoma, nach Anderen Anchises und in der Ferne Trója im Brande. Von Smilck erwähnt, 1771 von Schmidt gestochen, nach dem Bilde in der Sammlung des Prinzen Heinrich von Preussen. Loths Vergehen mit seinen Töchtern, zwei Darstellungen die- selbe, von Haelweg und Vlet gestochen. Smith erwähnt dieser Bilder. Saul und seine Frau bei dem Opfer knieend, während der J. Engel, der ihnen Simsons Geburt verkündigt hatte, gen Himmel fliegt. Gallerie zu Dresden. Hanfstängels lithogr. Gall. Werk. Früher von J. Houbracken gestochen, für das Galleriewerk. Moses von Pharao's Tochter aus dem Wasser errettet, Oval. Ehedem in der Sammlung des Herzogs von Choiseul, jetzt Sir Robert Peel in London gehörig, wie Rathgeber an- gibt. Auch sah dieses Bild noch nicht bei Sir Robert Peel. Moses im Gefängniss die Gesetztafeln zu zerschmettern, überkühn gemalt, angeblich mit den Fingern, 1650. In der Nähe sicht man auf dem Bilde fast nichts als ein gehaltloses Chaos wilder Farbenklexe. Der Ausdruck des von Zorn und Schmerz gebrochenen Gesichtes des Moses ist ergreifend. Gallerie des Museums zu Dresden. Kugler II S. 228. Sara, Abraham's Frau, wird zu Abimelech gebracht. In J. Woodin's Besitz. Zu Naar erblickt Samuel's Schatten, den ihm die Seherin zeigt. Eremitage zu St. Petersburg. Simson auf Anstalten der Delila seiner Haare beraubt. Gallerie zu Cassel 1785. Simson überwältigt, wird seiner Augen beraubt, während Delila mit den abgeschnittenen Haaren entflieht, 1636. Gall. zu Cassel 1783. Simson von den Philistern gefesselt und der Augen beraubt, grässlichste Moment der Handlung. Der Grösse nach

Susanna von den beiden Alterthümern überrascht. In Mr. Yate's Besitz. Gest. von Feurloon.

Der alte Tobias und seine Frau in der Wohnung, ersterer blind im Sessel, von W. P. Leeuw schön gest.

Ein ähnliches Bild soll der Ritter Erard besessen haben.

Der blinde Tobias wird durch das Meckern die Ziege gewahr, 1645. Gall. des Museums zu Berlin.

Der alte Tobias vom Weibe verspottet. Einst in der Samml. des Direktor Cesar, 1775 vom G. F. Schmidt gest.

Der alte Tobias und seine Frau erwarten den Sohn, von Schmidt gestochen, 1773.

Der Engel bietet sich dem Tobias zum Reisegefährten seines Sohnes an; die Mutter spinnt. Gall. von Salzdahlum.

Der junge Tobias, vom Engel begleitet, tritt die Reise an, Gall. zu Braunschweig.

Der junge Tobias und der Engel in einer Landschaft. Smith's Cat. gest. von M. Ardell.

Der Engel ermuntert den Tobias, den Fisch im Wasser zu ergreifen. Gest. von M. Ardell. Einst in de Roore's Samml.

Der junge Tobias folgt mit dem Fische dem Engel in einer Landschaft. Engl. National-Gall.

Tobias gibt seinem Vater das Gesicht wieder. Gest. von Mar- cenay de Guy.

Die beiden Töchter verehren knieend den entschwebenden Engel; vor der Hausthüre sind die beiden Frauen, 1637. Dieses Bild ist durch die tiefe goldene Glut des Helldunkels von erstaunlicher Wirkung und in einem seltenen Impasto mit grosser Bestimmtheit der Formen behandelt. Gall. des Louvre gest. von Malbete und J. de Frey, Waagen K. III. 58.

Eine ähnliche Darstellung hat 1765 auch Walker gest. Das Bild in der ehemaligen Winkler'schen Sammlung hat Oeser radirt.

Neues Testament und spätere Heilige.

Christus als Knabe im Tempel legt den Schriftgelehrten das Gesetz aus. Kleine Figuren. Pinakothek zu München.

Christus erweckt die Tochter des Jairus. Ehedem in Cesar's Samml. zu Berlin. Gest. von G. F. Schmidt und von Gries- mann.

Christus und die Ehebrecherin (Vrouwtje in Overspel), viel- leicht das erste der Cabinetbilder dieses Meisters, in welchem nicht allein der helle, satte Goldton, wodurch die Haupt- figuren aus dem Dunkel hervortreten, anziehen, sondern auch die Schönheit und Deutlichkeit der Composition, der mannigfaltige und angemessene Ausdruck der Köpfe, und das feinste Gefühl der zartesten Ausführung, verbunden mit dem solidesteren Impasto. In Christus ist der Ausdruck des innig- sten Erbarmens, in der Sünderin der bittersten Reue, unge- achtet dergewöhnlichen, ja eher hässlichen Formen der Ge- sichter. Erkwürdig hat Rembrandt hier seine Kunst als Colorist zur Verdeutlichung des Gegenstandes angewendet. Das Auge fällt sogleich auf die in Weiss gekleidete Ehe- brecherin, gleitet zunächst auf die nachdem am meisten er- heilte Figur des Christus, und wird sofort auf Petrus,

Anl. mi. 9. Hanuf: die Pharisäer, den Kriegsknecht geleitet, bis er endlich in dem geheimnisvollen Dunkel des Tempels den Hochaltar mit den Betenden auf den Stufen gewahr wird. Dieses Kunsterwerk ist mit dem Namen und der Jahrzahl 1644 be- zeichnet; 3 Fuß 9 Zoll hoch, und 2 Fuß 0 Zoll breit. Waagen, Kunstschatz 1. 222. Der Künstler malte es für Jan Six, Herrn von Vromade, später kam es in den Besitz des bekannten Bürger- meisters Six, und wurde 1734 bei der Auction von dessen Sammlung für 2510 fl. verkauft. Hierauf erhielt Lafontaine in Paris das Bild und dieser unterwarf es in London der öffentlichen Versteigerung, wobei es Angerstein um 134,500 fl. kaufte (nach Anderen um 140,000 fl.). Gegenwärtig sieht man es in der National-Gallerie zu London. Von G. H. Philips, nach Mezzotinto gestochen. Christus und die Samariterin, von Houston gestochen. Christus erweckt den Lazarus, effektvolle Composition, von Jan Haid und Sohn gestochen. Christus während des Sturmes im Schiffe schlafend, und von den Jüngern geweckt, 1653. Kam aus der Braamcamp'schen Sammlung in London zu H. Hope zu London. Christus und die Pharisäer mit dem stummen Sampler der Lady Clarke. Gest. von Mardell. Christus vor Pilatus. Gall. Esterbazy zu Rom. Christus von Pilatus dem Volke vorgestellt. Gest. von Schmidt. Christus mit der Dornenkrone und dem Rohr. Gall. zu Cassel Ecce homo, sehr großes Bild in der hlg. Pfarrkirche zu Magde- burg, 1666 von Jakob Besarge der Kirche geschenkt. Eine vortreffliche Studienbild oder das Urbild befindet sich in der Kirche des ehemaligen Klosters Kamenz in Schlesien. Büsching's Reise im nördlichen Deutschland, S. 176. Ecce homo, Sagum des Jeremiah Harman zu London. Ecce homo, rundes Glasgemälde. Gall. Lichtenstein. Die Kreuzabnehmung, grau in grau gemalt, Skizze in der englischen Nationalgalerie. Nach Waagen I. 223 beweisen auch andere Bilder Rembrandt's Talent für die Composition der schönsten Gegenstände der Bibel in dem Grade, als wie diese Skizze. Das Motiv der über den Anblick des auf ihrem Schooss ausgestreckten toden Christus ohnmächtig verwandelten Frau ist an Innigkeit und Adel eines Malers würdig. Gest. von J. Burraet. Die Abrahm vom Lohne. Im Basitze des Marquis von Aber- dein zu London. Die Kreuzabnehmung, ein unübertreffliches Meisterstück des wundervollsten Lichtelastes, das ungeachtet der Hässlichkeit zusts und der Figuren einen mächtigeren Eindruck macht. Die hiein-

Seinende Maria ist ein gemeines altes Weib. Gall. der kais. Eremitage zu St. Petersburg. Früher sah man das Bild in Cassel, dann in Malmaison. Gest. von Le Bas, auch von Rembrandt selbst radirt.

Der Leichnam Christi von fünf Männern vom Kreuze abgenommen, und von den Untenstehenden gehalten. Die heil. Jungfrau liegt ohnmächtig in den Armen der Magdalena, umgeben von zweien. Im Grunde sieht man die Stadt. Pinakothek zu München.

Diese wundervolle Composition ist durch ein vom Künstler selbst geatztes Blatt bekannt.

Der an das Kreuz geheftete Christus wird von Kriegsknechten, bei düster umwolktem Himmel, mit Anstrengung emporgerichtet. Pinakothek zu München. Gest. von C. Hess.

Die Kreuzabnehmung, durch eines der grössten radirten Blätter des Meisters bekannt. Gall. Schonborn.

Der Leichnam Christi unter einem breiten Gewölbe von zwei Männern ins Grab gelegt. Am Fusse desselben steht die heil. Jungfrau mit den beiden Marien, und etwas zurück sieht man zwei Apostel, Skizze in der k. Pinakothek zu München. Gest. von Hess.

Die Grablegung Christi, treffliche Composition in der königl. Gall. zu Dresden.

Die Auferstehung Christi, die Wachter von einem Engel in Verwirrung gebracht. Skizze in der k. Samml. in München.

Der Heiland erscheint der Magdalena als Gärtner. Cassel, 1783. Salzdahlum.

Christus erscheint der Magdalena als Gärtner am Eingange der Grabeshöhle, 1638. Dieses Bild besass Mlle. Reuver, 1730 kaufte es der Kurfürst von Hessen-Cassel, 1808 kam es nach Malmaison, und 1810 in die Privatsammlung Georg IV. von England.

Christus und die Jünger in Emaus. Gall. der Eremitage zu St. Petersburg. J. de Frey hat eine solche Darstellung gestochen.

Eine ähnliche Darstellung ist in der k. Gall. zu Copenhagen.

Christus von den Jüngern in Emaus beim Brodbrechen erkannt, 1648. In der Sammlung des Bürgermeisters Six wurde dieses Bild schon 1734 nur mit 170 Gulden, aber 1777 in der Sammlung von Condron de Bouisset mit 10,500 Fr. bezahlt. Jetzt im Louvre.

Houbraken hat die Scene gestochen, wie Christus den Jüngern in Emaus entschwindet.

Christus und der ungläubige Thomas. Eremitage zu St. Petersburg.

Die Himmelfahrt Christi. Skizze in der k. Pinakothek zu München, geätzt und gestochen von C. Hess.

Maria's Besuch bei Elisabet, 1640. Maria hat einen Turban auf dem Kopfe, hinter ihr ist eine Negerin, mehr zurück hält der Knecht den Esel, auch der getreue Pudel ist mitgelaufen, ein Tau und eine Henne mit ihren Küchlein vollenden die naive, ganz in die Zeit und den Lebenskreis des Künstlers versetzte Darstellung. Das Gemälde im Kopfe ist aber so fern, so edel, so echt inblickisch, dass man durch alle jene Zufalligkeiten nicht gestört, und recht inne wird, worauf es eigentlich in der Kunst recht ankommt. Dabei ist in der Composition, der delikaten Pinselührung, der Beleuchtung, der Gluth des Helldunkels eine Meisterschaft, welche es fast auf eine Hohe mit der Ehebrecherin in der

englischen National-Gallerie : setzen. Der Besuch Mariens

ist in der Sammlung des Lord Grosvenor.

Die Geburt Christi, ehedem in der Gallerie Orleans, später an Payne Knight für 1000 G. verkauft, jetzt in der National- Gallerie zu London.

Die Geburt Christi, Skizze, Die heil. Jungfrau sitzt zur Seite des Jesuskindes, beleuchtet von der Lampe, welche Joseph hält. Ein Hirt kniet im Schatten. Pinakothek zu München, Gest. von C. Hess.

Die Geburt Christi, gest. von Bernards, mittelmäßiges schwarzes Kunstblatt.

Der Engel erscheint dem schlafenden Joseph im Traume, und befiehlt ihm, mit Maria und Jesus nach Ägypten zu fliehen. Skizze in der Gall. zu Berlin.

Ruhe auf der Flucht in Ägypten. Salzdahlum,

Maria säugt in einer Stube das Jesuskind. Die daneben sitzende wohlbeleibte Anna hebt ein Tuch von demselben auf. Im Hintergrunde arbeitet Joseph stehend als Zimmer- mann, 1642. Dieses Bildchen hat ungeachtet dieser Auf- fassung etwas sehr Gemüthliches, und die sehr zarte Aus- führung, die durch das Fenster einfallende Abendbeleuchtung, wodurch die Lichter von einer Tiefe des Goldtons sind, wie sonst die Schatten, die Art, wie letztere hier bei aller Dunkel- heit noch warm und klar bleiben, machen es zu einer der merkwürdigsten malerischen Zaubereien des Künstlers. Auch wurde das Bild schon 1768 in der Sammlung Gaignac mit 5450, im Jahre 1793 in jener von Choiseul-Praslin aber mit 17.120 Fr. bezahlt. Waagen K, III. 584, Filhol V. 291. In Frankreich ist dieses Bild auch unter dem Namen: Le Menage du Menuisier, bekannt. Gest. von J. de Frey.

Maria, das Kind säugend, oder eine säugende Mutter, Gall. Schönborn.

Die heil. Familie im Innern eines Bauernhauses. Eremitage zu St. Petersburg.

Eine andere heil. Familie mit Engeln, in derselben Sammlung.

Eine heil. Familie mit ganzen Figuren in Lebensgröße. Kön. bayer. Samml.

Maria und das Jesuskind. Cassel, 1783.

Die Anbetung der Hirten, Composition von elf Figuren, 1646. Dieses Bild ist von der seltensten Magie und Gluth der Beleuchtung; auch die Anordnung zeugt vom größten künst- lerischen Verstande, Das Hauptgewicht ist hier aber auch auf die Motive und die Wirkung gelegt, die Behandlung ist daher breit und skizzenhaft. Waagen I. 222. Dieses Bild kam aus der Gall. Angerstein in die National-Gallerie zu London. Gest. von J. Pye. Engravings from the pictures of the N. G., dann von J. Burnet und J. Bernards.

Anbetung der Könige, reiche und sehr eigenthümliche Compo- sition. Vor dem hässlichen Wickelkinde auf dem Schooß der Maria ist der eine König mit zweien seines Gefolges hingekniet. Die beiden anderen Könige mit ihrem Gefolge, wie der heil. Joseph, sind in tiefem Helldunkel gehalten. Die ganze genannte Gruppe leuchtet im sattesten, glühend- sten Goldton, und das Impasto ist an einigen Stellen so stark, dass es sich dem Reif nähert. Dieses 1657 gemalte Hauptbild wurde 1815 für die Summe von 17.000 Fr. nicht abgelassen. Es ist in der Privat-Sammlung Georg's IV. von England. Waagen K, II. 100.

Sammlung Georg's IV., nur mit einigen Veränderungen.

Bildersammlung des Sir T. Baring, ...

Die Darstellung des Jesuskindes im Tempel, 1650- gemalt, Andere sahen darin Samuel und Eli, Samuel und seine Mutter, oder eine Mutter mit ihrem Kinde. Rathgeber S. 139. In der Bridgewater Gallerie.

Die Darstellung des Jesuskindes im Tempel. Hinter den Hauptpersonen sieht man eine grosse Treppe, 1650. In der Gall., im Haag, früher im Museum zu Berlin, Filhol V. Nr. 325.

Die Darstellung im Tempel, nur vier Personen, Première suite de douze estampes, grav. sous la Direction du Sr. Le Brun. Nr. 5.

Auch Earlom hat eine Darstellung im Tempel gestochen, so wie G. F. Schmidt.

Die Beschneidung, kleines Bild von 1661, in der Gemälde- Sammlung zu Althorp in England. Sehr geistreich und von schlagender Wirkung.

Die heilige Jungfrau mit dem Kinde, den Evangelisten Marcus und Lucas und anderen Heiligen. Von Meusel als in der Samml. Fesch's zu Basel erwähnt.

Johannes predigt in der Wüste, Skizze grau in grau, einst in der Sammlung des Jan Six,

Johannes predigt in der Wüste. Samml. des Card. Fesch in Rom,

Die Enthauptung des Täufers. Museum zu Amsterdam,

Der verlorene Sohn hütet die Schweine. Verschollenes Bild, die Zeichnung in Dresden,

Der verlorene Sohn auf den Knieen vor seinem Vater. Ere- mitage in St. Petersburg,

Der barmherzige Samariter, ein Hauptwerk des Meisters, 1648. Im Louvre, von J. Longhi für das Mus. francais gestochen,

Der Herr des Weingartens und seine Taglöhner 1637. Ere- mitage zu St. Petersburg.

Eine andere, veränderte Darstellung dieser Parabel ist von 1656. Sammlung des Colonel Way. W. Pether hat ein solches Bild gestochen, auch Ravenet für Boydell's Samm- lung. Das Original war damals (1707) zu London. in Isaak's Gallerie.

Petrus am Feuer im Vorhofe. Gall. zu Pomersfelden.

Petrus verläugnet den Herrn. Eremitage zu St. Petersburg.

Petrus im Gefangnisse. Einst in der Samml. des Duc de Praslin,

Die Befreiung Petri aus dem Gefängnisse, von Smith erwähnt, wie die oben.

Caylus hat diesen Gegenstand gestochen.

St. Paulus vor einem Tische sitzend, auf welchem ein Buch liegt. Er hält die Feder in der Rechten, 1630. K. Gall. zu Wien,

St. Paulus in einem Buche lesend. Pomersfelden.

Der Evangelist Matthäus, wie ihm der Engel in's Ohr sagt, was er schreiben soll, 1661. Im Louvre. Gest. von Claessens, Der Charakter des alten Mannes hat etwas Grandioses, die Breite und Kühnheit der Behandlung gränzt an Frechheit, Waagen III. 585. Filhol VIII. 509.

Der heil. Franz. Gall. du Palais Royal, pl. 264. Gest. von Guttenberg,

Der heilige Franz, oder ein Franziskaner. Mon. 1605, ehemals in der Samml. des Grafen de Vence.

Der heilige Magdalena. Gall. Lichtenstein.

Der heilige Cäcilia. Gall. Pomersfelden.

St. Anastasia, gest. von P. Balliu, grosses Blatt. Nekropole Geschichte.

Adolph von Geldern droht seinem aus dem Hinterhaus heraus- schendenden Vater, ein Meisterwerk von 1037, dessen wir weiter oben schon erwähnt haben. Gall. des k. Museums in Berlin.

Von einem Unbekannten in Schmidt's Manier radiert, dann von Letzterem selbst 1756., und von D. Berger, gest.

Allegorie auf die Befreiung der vereinigten Provinzen gegen die Vereinigung von Spanien und Österreich, eine reiche Composition mit vielen Reitern. Eine Hauptrolle spielt der in einer Kette liegende Lowe am Fusse eines Felsens, wor- auf der Baum der Freiheit wächst. Weber dem Felsen steht Soli deo gloria. Alles ist mit vollendeter Meister- schaft hingeschrieben, und die Hauptwirkung schlagend, Braun in braun ausgeführt. Sammlung des Poeten S. Rogers in London.

Genre- oder Conversationsgemälde.

Die Nachtwache (Garde de nuit), im k. Museum zu Amsterdam, ein colossales Meisterwerk von 1042, dessen wir schon oben erwähnt haben. Gest. von Glaessenp.

Die fünf Aufscher des Stahlhofes: von Aelst (Syndics de la Halle aux draps). Vier sitzen um eine mit einem rothen Teppich bedeckte Tafel, auf welcher ein Buch liegt; der fünfte steht auf; hinter ihnen steht ein Mann, der ihre Befehle zu erwarten scheint. H. 5 F. 11 Z., Br. 9 F. Museum zu Amsterdam. Gest. von J. B. de Frey.

Die Familie des Holzhauers (la famille du bucheron). Links in der Stube drückt eine sitzende Frau das Kind an sich, und gegenüber hackt der Mann mit dem Beil. Zwischen beiden sitzt eine Katze auf dem Boden. Filhol VI. 410.

Ein ähnliches Gemälde der Eremitage in St. Petersburg wurde durch Hinzufügung von Engeln zur heiligen Familie gestempelt.

Das Tischgebet. Vater, Mutter und Kind. Ehemals in der Sammlung des Herzogs von Choiseul.

Der Schiffbaumeister, welcher während des Zeichnens eines Schiffes von seiner Frau unterbrochen wird. Lebensgrosses Kniestück, 1635, gemalt. Ehemals in der Samml. des Smeth van Alphen, jetzt in der Privatsammlung Georg IV. von Eng- land. Dies ist eines der berühmtesten Werke des Meisters.

Das Augenblickliche der einfachen Handlung, die naive Wahrheit der Köpfe, die wunderbare Klarheit des vollen, hellen Sonnenlichtes, die fleissige, liebevolle, Ausführung machen es in einem seltenen Grade anziehend. Im Jahre 1810 wurde es in der Versteigerung der Sammlung van Alphen's mit 16.500 Gulden bezahlt, zehn Jahre früher wurde dieses Bild bei der Gildemeesterischen Auction nur mit 8050 Gulden bezahlt. Gest. von J. B. de Frey.

Ein Holländischer Theologe am Studiertische, scheint einer gut gekleideten Frau mittleren Jahren Lehren zu geben. Epich vom Boydell.

Der Fischer mit dem Knaben. Beide Bilder erwähnt.

Ein alter Mann am Tische sitzend, auf welchem ein Globus und Schriften hagen. Königl. bayer. Samml.

Der Vater der Braut, vor seinem Schreibtische sitzend, mit großem Barte, einen schmalen Hut auf dem Kopfe, und eine goldene Kette um den Hals, und die Feder in der Linken. Auf dem Schreibtische liegt das Buch, Gest. von Fr. Schmidt, nach dem Bilde der Sammlung des Grafen von Kamke; Diese Jüdin, Braut, wahrscheinlich die Tochter des Obigen, zwei goldene Ketten um den Hals, und mit einem Gürtel versehen. Auf dem Kopfe trägt sie einen grossen runden Hut, unter welchem die Locken herabfliessen. Die beiden Hände stützt sie auf eine Einfassung. Gest. von Schmidt, nach dem Bilde der Sammlung des Grafen Kamke. Ein Mönch ertheilt einem Schüler Unterricht. Gall. zu St. Petersburg. Ein Alter lehrt den Knaben lesen. Erotmange zu St. Petersburg, von Smith erwähnt. Walker stach das Bild einer alten Nonne, welche ein Mädchen beten lehrt. Dieses Blatt ist der Kaiserin Catharina gewidmet, und wahrscheinlich die eine und dieselbe Darstellung. Eine am Feuer sitzende Frau mit dem Kinde. Cassel 1783. Ein geputztes Mädchen, welches einen Brief schreibt, nach dem Bilde in Meytens Cabinet (Wien) von J. G. Haid gest. Eine Frau, welche dem Kopf ihres Kindes reicht, mit der Jahrzahl 1660 bezeichnet, was nachfolglich späterer Zu- satz ist. 7. zu Darmstadt. Die Frau auf dem Todbette. Rechts vom betet ein Alter. Gest. von A. Pond. Aus dem Museum von Jonathan Richardson. Ein durch das Wasser gehendes Weib, das die Kleider etwas aufnimmt. Nach Waagen I. 225 giltte dieses Bild, als Malerei betrachtet, das vorzüglichste von allen Rembrandt'schen Bildern der englischen National-Gallerie sein. Dieses Im- pasto, diese zart verschmolzenen Mittelöne, worin die Körperteile modellirt sind, erinnern an die wunderbare Technik des Correggio, und beweisen die grosse Verwandt- schaft beider grossen Künstler in diesem Genre, wie weit auch übrigens ihre Wege auseinander gehen. Das Bild ist von 1654. No. 18. Die unter dem Namen der Mühle bekannte Landschaft, einst eine Zier der Gallerie Orleans, aus welcher sie der jetzige Besitzer, der Marquis von Landsdowne, zu Bowood für 800 Pf.-St. gekauft haben soll. Gest. von Mathieu und Deque- ville.

Naglers Künstler Lex., Bd. I | 28

Waldige Gegend mit Fischern, bei Morgenanbruch. Dieses im Besitze des Lord Grosvenor befindliche Bild ist von der tiefsten Gluth der abendlichen Beleuchtung und gewaltigem Impasto, aber nach Waagen K. II. 110 wohl nur ein treff- liches Bild aus seiner Schule. Die Figuren sollen von Teniers gemalt seyn.

Landschaft mit einer Mühle, Gall. zu Dresden.

Eine vom Flusse durchschnittene Ebene, an den Ufern Ge- bäude, im Vorgrunde zwei Bäume, der bewölkte Himmel, wie alles, warm beschienen. Die Ausführung dieses vor- trefflichen Bildchens ist fleissiger, als in seinen meisten Landschaften. Samml. des H. T. Hope zu London. Waagen, K. II 139.

Landschaft mit drei Stück Vieh am Wasser, das sich an Bergen hinzieht. Der tiefe, dunkle Ton des Vor- und Mittelgrun- des bildet einen schlagenden Gegensatz mit dem sehr zarten Ton der Ferne, Samml. des Sir Robert Peel in London. Waagen I. 281.

Landschaft mit einer Brücke. Cassel 1783.

Landschaft mit spärlichen Bäumen auf einem Hügel im Vor- grunde; daneben ein Reiter und ein Fussgänger, hinten eine Ebene mit leuchtendem Horizont. Dieses Bild ist in den Schatten klarer als andere Landschaften von Rembrandt und daher in der gewaltigen Wirkung zugleich harmonischer. Samml. des Dichters Rogers zu London. Waagen I. 413

Landschaft, Gall. zu Copenhagen.

Landschaft. Früher zu Cassel, dann in Paris. Filhol VIII. 508.

Herbstlandschaft mit Beleuchtung durch die Abendsonne; Fi- scherhütten stehen am Ufer des Wassers. Pinakothek zu München.

Landschaft mit weiter Ferne bei effektvoller Beleuchtung. Von A. de Marcenay gestochen (Commencement d'orage),

Kleine Landschaft mit Hütten am Wasser. Gest. von G. Zocchi.

Winterlandschaft. Cassel 1783.

Grosse Landschaft mit weiter Ferne, in der Mitte derselben eine Stadt. Nach dem Bilde aus der Samml. des P. Delmé de Chatelain gestochen.

Landschaft mit Wald und einer Brücke rechts. Radirt von H. Tischbein jun.

Zwei Landschaften von Overlaet gestochen. a) Eingang in ein holländisches Dorf, rechts ein Canal mit Zugbrücke und ein Schloss. b) Bauernhütte bei Mondlicht, rechts eine Windmühle, in der Hütte beim Feuer zwei Männer.

Stillleben und Thiere.

Eine aufgehangene Rohrdommel. Gallerie zu Dresden.

Todte Vögel, 1734 dem William Six gehörig.

Todte Pfauen, 1810 dem W. R. Cartwright gehörig.

Zwei todte Rebhühner und eine Kriechente. Im Besitze des Thomas Emerson. Dieser Bilder erwähnt Smith.

Zeichnungen.

Auch mehrere treffliche Zeichnungen finden sich von Rem- brandt. In letzterer Zeit sah Waagen K. I. 447 beim Kunst- händler Woodburn zu London 50 solcher Zeichnungen, die Meisterstücke von allen Arten und Gegenständen enthalten, von dem flüchtigsten Gedanken bis zur grössten Vollendung, wie in dem Studium zur Ehebrecherin in der National-Ga-

Im brittischen Museum sind ebenfalls mehrere Zeich- nungen, Studien nach Modellen von ausserordentlicher Wahrheit, mehrere Landschaften von schöner Wirkung, da- von zwei nur mit dem Pinsel gezeichnet.

Viele Zeichnungen dieses Künstlers sind gestechen, theil- weise als Facsimiles. A. Bartsch stach 1782 12 historische Zeichnungen aus der k. k. Bibliothek zu Wien und anderen Sammlungen.

B. Picart stach verschiedene historische Gegenstände und Studien, theils nach Gemälden, theils nach Zeichnungen für die unter dem Namen „Impostures innocentes" bekannte Sammlung, so wie 12 Blätter mit Löwen: Recueil des lions, dess. d'après nature par Rembrandt, 1728.

Jos. Schmidt stach wenigstens 15 sehr täuschende Fac- similes von biblischen und historischen Scenen, einzelnen Studien, Figuren, Landschaften mit Hütten u. s. w.;

Laurentz, J. B. Haid, Caylus, C. F. Boetius, C. Baillie, etc. stachen andere Facsimiles.

Busch ätzte eine Folge von 28 Blättern, 20 Köpfe und 8 historische Darstellungen.

M. Pool stach: Verschiedene Gedächtnisstücke etc., 12 Blätter nach Zeichnungen und Skizzen.

Kupferstiche.

An Rembrandt's Gemälden und Zeichnungen reihen sich die zahlreichen Radirungen, worin er in malerischer und technischer Hinsicht ebenso originell und bewunderungs- würdig erscheint, wie in seinen Gemälden. Als Verächter jeder bestehenden Kunstregel verfuhr er dabei nach gewohn- ter Launenhaftigkeit, erlaubte sich jede Richtung und Kreuz- ung der Striche, wendete das Scheidewasser an, nahm die Nadel und den Grabstichel, liess die Rauhheiten stehen, und erreichte durch dieses geheimnisvolle Machwerk gewöhn- lich den gewünschten Ausdruck und eine bewunderungs- würdige Kraft und Wirkung des Helldunkels. Er ist der Erfinder einer Art des Stiches, welche man die freie Radirung nennt, worin Rembrandt und mit und nach ihm mehrere Meister der holländischen Schule viel Ausgezeichnetes und Schönes in der Radirkunst geliefert haben. Einige Schrift- steller wollten den Rembrandt auch für den Erfinder der Schabkunst erklären, indem sieben seiner Blätter (Bartsch L'oeuvre de Rembrandt Nr. 46-53, 83, 86, 105, 148 und 275) den Anschein von Erstlingen dieser Kunst haben. Allein Bartsch (l. c. u. Anleitung etc. I. 233) behauptet, die Platten seien nicht mit der Wiege zubereitet, sondern auf die gewöhn- liche Weise radirt worden, und der getuschte Ton und die sammetartige Schwärze, welche man auf den Abdrücken be- merkt, sei nur das Ergebniss eines besonderen, bei dem Drucken angewandten Mittels, welches darin bestehe, dass Rembrandt selbst die Druckerschwärze auf die Platte auftrug,

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