Rocke, nach rechts gerichtet. Der Grund ist weiss

Rocke, nach rechts gerichtet. Der Grund ist weiss, und

oben steht: Remb. H. 2 Z. 9 L., Br. 2 Z. 5 L.

Bartsch und Claussin kennen zweierlei Abdrücke von

diesem Blatte, welches von grosser Seltenheit ist, obgleich

es hart und grob geätzt ist.

I. Von der ursprünglich grösseren Platte, welche 3 Z. 3 L.

hoch und 2 Z. 9 L. breit, Diess ist wohl nur ein ein-

ziger Probedruck, der noch nicht vollendet ist.

  1. Die Platte verkleinert, und dieselbe mehr überarbeitet,

f

Rembrandt van Rijn, Paul.

und im früheren Drucke wohl ohne Monogramm. Auf einigen Exemplaren zeigt sich dieses a

(B. 315. C. 311.) Büste eines Alten mit grossem Spitzbart und kahler Stirne, mit dem Körper nach rechts gerichtet und in einen Mantel gekleidet. Der Grund ist hell; bis auf eine Schattenpartie links über der Schulter. Daselbst steht oben in kleinen, undeutlichen Charakteren: Rt; 1631. Dieses Blatt ist sehr zart behandelt. H. 2 Z. 6 L., Br. 2 Z. 5 L. Es gibt Abdrücke ohne Monogramm und Jahrzahl, wohl die ersten, welche selten sind.

(B. 317. C. 312.) Büste eines Alten mit geradem Barte und kurzen Haaren, der Kopf im Profil, mit einer kleinen Haube bedeckt. Der Grund ist weiss, nur hinter dem Rücken der Figur ein leichter Schatten. zu bemerken. Links oben: Rt. 1631. Dieses sehr seltene Blatt ist kräftig geätzt, aber hart im Tone. H. 1 Z. 9 L., Br. 1 Z. 5 L.

(B. 318. C. 313.) Der Philosoph mit Sanduhr und Todten- kopf, ein Mann mit grossem Barte und die Pelzmütze auf dem Kopfe, nach rechts gerichtet, wo man die Uhr bemerkt, Er stützt die Linke auf den Tisch, und hinter ihm ist ein Vorhang. Diese Darstellung ist in Holz geschnitten, angeb- lich von Rembrandt, und sehr selten zu finden. H. 2 Z. 1 L., Br. 1 Z. 10 L.

(B. 321. C. 314.) Die halbe Figur eines älterlichen Mannes in Dreiviertelansicht nach rechts gerichtet. Er trägt eine hohe, oben breite, unten mit einem Band umgebene Mütze,

Schnurr- und Knebelbart, und einen mit Pelz ausgeschla- genen Mantel. Im Grunde links ist ein leichter Schatten, und oben steht: Rt. 1650. H. 3 Z. 10 L., Br. 3 Z. 13 L.

Claussin beschreibt folgende Abdrücke:

I. Die Platte ist grösser, der Rand derselben unregelmässig und rauh, der Grund schmutzig, das Ganze noch wenig überarbeitet, besonders die Kappe. Nach Claussin äusserst selten, aber in diesem Zustande wahrscheinlich nur Probe- druck.

II. Die Platte oben und rechts abgenommen, und besser voll- endet,

Es findet sich eine gegenseitige Copie von Cumano,

(B. 322. C. 315.) Büste eines Mannes, der Kopf mit kurzen

Haaren, en face, und mit einer Mütze bedeckt (Tete au bon- net), die oben und an den Seiten nur umrissen ist. Die

linke Seite des Gesichtes und die Schulter ist beschattet, die

rechte Seite ganz weiss. Die Einfassung des Mantels ist zackig, der Grund nur links unten schattirt, und oben steht: Rt. 1651. Dieses Blatt ist hart und rau gearbeitet. H. 2 Z.

9 L., Br. 2 Z. 1 L.,

(B. 325. C. 316.) Der Mann mit der Kappe, deren Ohrlappen

unter dem Kinne durch ein Band zusammenhalten. (Homme avec bandelette au bonnet). Er ist in einen Mantel geklei- det, auf weissem Grunde, bis auf einen leichten Schatten links unten. Dieses Blatt ist kräftig geätzt, etwas hart, aber

reich. Sehr selten. H. 2 Z., Br. 1 Z. 5 L.

(B. 324. C. 317.) Ein Greis mit kahlem Haupte in Dreiviertel- ansicht nach rechts gewendet, Brustbild in einem mit Pelz verbrämten Mantel. Die rechte Seite des Grundes ist be-

Rembrandt van Rijn, Paul.

Gleichen Hute, wie im obigen Blatte. Der Hut und das Ge- sicht sind etwas mehr überarbeitet, als die übrigen Theile,

(B. 331. C. 323.) Büste eines jungen Mannes; nach links gerichtet, die Haube mit zwei Federn geziert, der Rock mit zwei Agraffen. Auf der linken Achsel bemerkt man Schnüre, Der Grund ist ganz überarbeitet, und unten in der rechten Ecke eine Art Kissen. Bartsch nimmt dieses Blatt für Rem- brandt's Werk, Claussin findet es zweifelhaft, mehr an F. Bol erinnernd. H. 11 Z. 11 L., Br. 2 Z. 8 L.

(B. 333. C. 325.) Büste eines Alten, fast in Dreiviertelansicht

nach rechts gerichtet. Er trägt eine hohe Mütze, deren

Spitze bis an die obere rechte Ecke reicht. Er hat eine lange

Nase, Schnurr- und Knebelbart, und ist in einen Pelzmantel

gekleidet, der auf der Brust das Hemd und noch den Gürtel

sehn läßt. Der Grund erscheint hell. H. 1 Z. 4 L., Br.

1 a. ½.

Claussin beschreibt im Supplementbande folgende Ab- drücke:

I. Die Spitze der Mütze ist hell, so wie der obere Theil des Pelzes hinter dem Ohr.

II. Die bezeichneten Stellen sind schattirt, und der Mantel

mehr ausgeführt.

(B. 334. C. 326.) Büste eines Greises mit hoher Stirne und

schmalem langem Barte; fast im Profil, nach rechts gewendet.

Der Mund ist halb geöffnet, der Körper in einen Pelzrock

gehüllt, auf hellem Grunde. Dieses Blatt ist sehr selten.

H. 1 Z. 4 L., Br. 1 Z.

Claussin beschreibt einen ersten Druck, wo die Büste

nur im Umriss erscheint. Ist wohl nur ein Probedruck.

(B. 335. C. 327.) Büste eines Mannes von vorne gesehen,

links die Mütze mit zwei Federn geziert. Er trägt einen

Schnurr- und Knebelbart, und eine Krause um den Hals. Der

Grund ist weiss, nur links oben gegen die Schulter ein leichter

Schatten. Dieses nicht gewöhnliche Blatt ist ganz leicht mit

der Nadel behandelt, und meistens schwach im Drucke. H.

1 Z. 2 L., Br. 1 Z.

(B. 337. C. 328.) Büste eines Alten mit weissem Barte, und

einer Mütze auf dem Kopfe, der Leib in einen mit Pelz

ausgeschlagenen Mantel gerollt, und nach rechts gerichtet.

Der Grund ist weiss. Dieses sehr zarte und effektvolle

Blatt ist sehr selten zu finden. H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z.

7 L. (Bei Aretin 14 fl.)

Es gibt eine gegenseitige Copie von Busch,

(B. 339. C. 329.) Halbe Figur eines Mannes, fast im Profil,

und nach rechts gerichtet, mit negersartiger Kopfbildung,

aber weiss, und daher der weisse Neger (Nègre blanc) ge-

nannt. Er trägt einen mit einer Feder gezierten Turban

auf dem Kopfe, ein Rohr in der Rechten, und hält mit der

anderen das Medaillon an seiner goldenen Halskette. Dieses

höchst seltene Blatt ist sehr leicht gestochen, nur der Turban

aufgeätzt, welcher demnach von kräftigerem Tone ist, als

das Uebrige. Es hat weder Namen noch Jahrzahl, ist aber

nach Bartsch unzweifelhaft von Rembrandt. Claussin glaubt,

es stammt aus dessen früherer Zeit. H. 4 Z. 65 L., Br. 3 Z.

(B. 340. C. 330.) Die grosse Judenbraut, sitzendes Frauen- bildniss in Dreiviertelansicht nach links. Der Kopf ist bloss, mit einer Perlenschnur umgeben, und die Haare fallen auf die Schulter herab. Die rechte Hand legt sie auf den Arm ihres Sessels, und in der Linken hält sie eine Papierrolle. Sie trägt eine Art Haarmantel. Dieses seltene Blatt ist in allen Theilen vollkommen. H. 8 Z. 1 L., Br. 6 Z. 2 L. Bartsch und Claussin beschreiben drei verschiedene Ab- drücke:

I. Nur die Büste vollendet und der obere Theil des Grundes, dessen Architektur aber anders ist. Abdrücke dieser Art sind indessen von der grössten Seltenheit, in Hin- sicht auf Geschmack der Behandlung und Leichtigkeit in Führung der Nadel den beiden folgenden vorzuziehen. II. Vollendet bis auf die Hände und den unteren Theil des Haarmantels, wo die Schraffirungen noch fehlen. Die Architektur ist etwas geändert.

III. Hände und Mantel sind schraffirt, und somit die Platte ganz vollendet. Die älteren schöneren Abdrücke kennt man nach Claussin an einem schwärzlichen Punkte oder Flecken auf dem Lichttheile der linken Wange. Je stärker dieser Flecken erscheint, desto älter ist der Druck. (Bei Aretin 9 fl.). (B. 341. C. 331.) Das angebliche Studium zum obigen Blatte, aber nur Kopf und Haare vollendet, der Grund weiss. Bartsch und Andere legen dieses Blatt unbedingt dem Rembrandt bei, Claussin meint aber, es sei für ein Studium zu sorgfältig vollendet, und eine gewisse Trockenheit und Aengstlichkeit der Behandlung lässe die Hand eines Copisten erkennen. Bartsch sagt ferner, es sei äusserst selten, Claussin fand es sehr häufig. H. 5 Z. 11 L., Br. 3 Z. 6 L. (Stengel'sche Auction 13 fl. 12 kr., bei Sternberg - Manderscheid 9 Thlr.)

(B. 342. C. 332.) Die kleine Judenbraut, Bildniss einer schö- nen Frau in halber Figur, auch S. Catharina genannt, mit zarter und leichter Nadel behandelt. Sie scheint zu stehen, in Dreiviertelansicht nach rechts gerichtet. Der Kopf, dessen Haare auf Hals und Nacken herabfallen, ist mit einem mit Steinen besetzten Bande umbunden, die Hände hält sie kreuzweise vor sich, und wie die vorhergehende Figur, so trägt auch sie einen Haarmantel. Rechts unten sieht man ein gezahntes Rad, woraus man schliessen will, dass diese angebliche Jüdin Catharina heisse. Rechts oben steht sehr leicht geritzt: Rembrandt f. 1633, alles verkehrt. (Diese Jahrzahl setzt Claussin, Bartsch 1638.) H. 7 Z., Br. 2 Z 10 L.

I. Der schwärzliche Ton ist stärker, da die mit der kalten Nadel vollendeten Stellen die Spuren des Grates oder Bartes zeigen. II. Die Platte ist mit dem Schaber übergangen, und es fin- den sich schon Abdrücke, wo Namen und Jahrzahl fast ausgedruckt sind. (Bei Aretin 11 fl. 8 kr.) .

Novelli hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.

  1. (B. 343. C. 333.) Eine alte Frau, der Kopf in Dreiviertel- ansicht und der Körper nach rechts gerichtet, im Lehnstuhle vor einem runden Tische sitzend. Sie trägt einen schwarzen

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