Remond, Jean Charles, Landschaftsmaler , wurde 1790 zu Pa- ris geboren, und von Baron Regnault unterrichtet, unter dessen Leitung er sich zum Historienmaler bilden wollte, wenn nicht zu- Zerst seine Vorliebe zur landschaftlichen Darstellung den Sieg da- von getragen hätte. Allein er benutzte seine früher erworbenen Kenntnisse zur bedeutungsvolleren Auschmückung seiner landschaft- lichen Gemälde; es finden sich von ihm keine leeren Veduten, immer führt uns eine historische Staffage, ein merkwürdiges Ge- bäude u. s. w. über den Horizont gewöhnlicher Landschaften hinaus, Im Jahre begab er sich zur Vollendung seiner Studien nach Italien , und von da nach Sicilien; seit 1820 befindet er sich aber wieder auf heimathlichem Boden, und theilt mit Coignet, Bourge- ois und wenigen anderen den Ruhm der ersten französischen Künst- ler seines Faches. Doch darf man das Verdienst dieses Künstlers nicht nach seinen früheren Werken, in welchen er noch zu sehr an der akademischen Composition hängt, bemessen; er gelangte später zu grö- ßerer Freiheit, ohne sich von der Natur zu entfernen, ersetzte den früheren Mangel an Kraft und Ausdruck, und sah namentlich auf eine solide und pastose Färbung. Sein Vortrag ist zierlich und die ganze Behandlung von der Art, wie man sie von einem geüb- ten Künstler erwarten kann. Seine Werke sind zahlreich, die frü- heren gewöhnlich mit mythologischer - oder griechisch-geschichtli- cher Staffage versehen. Dasjenige Bild , welches 1821 den großen Preis der Malerei gewann, stellt die Entführung der Proserpina vor, und ein anderes mit Oedipus und Antigone, in ziemlicher Grösse, wurde ein Jahr früher mit einer goldenen Medaille er- ster Klasse beehrt. Dann malte er den Philoktet auf Lemnos, den Tod des Carlmann, die Entführung der Proserpina und den Tod des Orpheus, zwei Bilder die in Kupfer gestochen wurden, das erstere (1824) von Lemaitre, das andere von Desaulx; ferner in Rom Cincinnatus vom Pfluge zum Diktator berufen, ein gros- ses Gemälde, zu jener Zeit sehr gepriesen; eine Ansicht von Amalfi, Cain's Brudermord (1827), einen überlebensgrossen St. Michael als Sieger über den Bösen, und Tobias am Ufer des Tiber, beide in der Kirche St. Sulpice zu Paris; Marius in Mintur- nä, die Ansichten der Ruinen der Villa des Horaz zu Tivoli, und vom Kloster Grotta-Ferrata, die Ansicht des Albaner Sees (1830), König Stanislaus, wie er nach dem Brande von St., Die den Be- wohnern Hilfe spendet, im Musee Epinal, u. s. w. Ein neueres, großes, historisches Landschaftsbild zeigt Elias, und dieses Werk ist seit 1842 im kgl. Museum des Louvre,
Dann hat Remond neben Lury, Muritz, u. a. auch Zeichnungen
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