Rembrandt f. 1650, die Zahl 6 verkehrt. H. 3 Z., Br. 4 Z.
- Dieses Blatt ist im alten Drucke von grosser Wirkung, in dem der Bart noch an der Platte hing. Diese Exemplare sind aber selten. (Wurde mit 12 — 16 fl. bezahlt.)
(B. 237. C. 234.) Landschaft mit der rechts aus dem Canale trinkenden Kuh, (paysage a la vache qui s'abreuve.) Auf dem Canal ist ein Kahn, in welchem ein Bauer sitzt. Am Berge stehen einige Häuser und Bäume. H. 3 Z. 10 L., Br. 4 Z. 9 L. ;
Dieses seltene Blatt ist zart und geistreich radirt und mit
der kalten Nadel vollendet, welche einen Bart verursachte,
der beim ersten Drucke nicht abgenommen wurde. Auch
der Plattenrand ist unrein. Die kräftigen Abdrücke sind aber
Rembrandt van Rijn, Paul. / 533
sehr selten, (Bei Aretin ein Abdruck auf chinesisches Pa- pier 44 £. 46 kr.; bei Sternberg 3 Thlr.)
Auch roth gedruckte Exemplare kommen vor. Dann haben wir eine gegenseitige Copie von Watelet,
(B. 238. C. 235.) Das Dorf mit dem großen viereckigen Thurm, der aus demselben emporragt, verschieden von
oben Nro. 326 erwähnten Blatte. Unten steht: Rembrandt 1653. H. 3 Z. 8 L., Br. 5 Z. 8 L.
Dieses Blatt ist sehr selten.
(B. 240. C. 236.) Der Canal mit der kleinen Barke, die man links zur Hälfte sieht. Im Mittelgrunde ist eine Strohhütte und rechts Bäume. H. 6 Z. 2 L., Br. 6 Z. 9 L.
Bartsch und Claussin bezeichnen zweierlei Abdrücke von diesem äusserst seltenen Blatte. Letzterer glaubt aber (Sup- plement), dass dieses Gekritzel gar nicht von Rembrandt selbst.
1 Um zwei Linien höher und weniger vollendet, besonders an der Bergspitze zur Rechten, an der hinteren Seite der Hütte, und über dem Fahrzeuge
-11, Die Platte um zwei Linien abgenommen, und die ge- nannten Theile schraffirt,
(B. 230. C. 237.). Der kleine Mann (le petit homme), eine äusserst seltene Landschaft, mit einer kleinen männlichen Figur im Mittelgrunde. In der Ferne sieht man zwei Wind- mühlen und einen Kirchthurm. H. 2 Z. 10 L., Br. 7 L.
(B. 244. C. 238.) Der grosse Baum (le grand arbre), äus- serst seltene Landschaft, in deren Mitte sich der Baum er- hebt, worauf das Blatt den Namen hat. Vor demselben
nach rechts geht ein Mann und ein Weib, und im Grund
links steht ein Haus mit Bäumen. Der untere Theil ist nicht vollendet, H. 6 Z., Br. 4 Z. 9 L.
(B. 242. C. 230.) Die Landschaft mit dem lichten Zaune (a la barriere blanche), der um einen hinter Bäumen ver- steckten Pachthof herumgeht. Rechts ist eine Brücke über den Kanal, und gegenüber eine Windmühle. Nach der
Ferne hin geht ein breiter Weg, auf welchem drei Figuren
zu sehen sind. H. 3 Z. 4 L., Br. 6 Z.
... Dieses Blatt ist von grosser Seltenheit, nach Claussin eher von S. Koning, als von Rembrandt. Es gibt zweierlei Ab-
drücke: I. Man sieht keine Hausthüre,
II. Mit der Hausthüre, an welche sich ein Weib lehnt.
Rechts in der Ferne erhebt sich ein Kirchthurm.
- (B. 240. C. 240.) Der Fischer im Kahn, äusserst seltene
an schatte, mit einem Flusse im Vorgrunde, auf welchem
zwei Barken schwimmen. Links steht der Fischer auf dem
Hintertheile eines Kahnes, und im Grunde erscheint das Dorf, dessen Kirchthurm rechts hervorragt. H. 4 Z. 2 L., Br. 5 Z. 2 L.
Dieses Blatt ist mit der trockenen Nadel behandelt; und der Himmel unrein, fast wie im Tuschtone.
(B. 244. C. 241.) Die Landschaft mit dem Canale (le pay- sage au canal), der in diagonaler Richtung, von der rech- ten Ecke an das Land durchschneidet. Mittelgrunde sitzt eine Figur am Ufer desselben vom Rücken gesehen,
und neben ihr bemerkt man eine 'Stelle von der Grösse ei- nes Zolls, wo das Scheidewasser nicht durchgegriffen hat. Jenseits ist eine Kirche, und in der Ferne das Dorf mit einem spitzigen Kirchturme. H. 3 Z., Br. 6 Z. 10 L. ' Dieses Blatt ist von grosser Seltenheit. '
- (B. 245. C. 242.) Das niedrige Haus am Ufer des Ham_fes‚
in Mitte der Landschaft. Hinter diesem ragt der Giebel ei- nes anderen Hauses hervor ‚,rechts davon 'sind mehrere Bäu- me und ein Zaun von Brettern, und links hin sicht man in ‚der Ferne zwei kleine Windmühlen und einen Kirchturm. / Dieses Blatt ist gewöhnlich mit Tusch und Bister übergan- gen, und dann von grosser Wirkung. Man findet es indes- sen äusserst selten. H. rechts 2 Z. 11 L., links 2 Z. 9 L., ‚Br. 7 Z. 7 L.
- (B. 246. C. 243.) Die hölzerne Brücke (le pont de bois),
Landschaft mit einem zweistöckigen Landhause im Mittel- grunde, in dessen Nähe ein Fluss sich hinzieht. Vor der Hütte, die man links in der Ecke gewahrt, bemerkt man ein Thor mit zwei Strebepfeilern, durch welches man über ' die hölzerne Brücke, woher das Blatt den Namen hat, nach dem Landhause gelangt. Neben dieser ist rechts eine Wind- mühle. H. 2 Z. 10 L., Br. 7 Z. 8 L. '
Dieses Blatt ist äusserst selten. Man findet es mit Tusch und Bister übergangen, wie das obiige. F. Basan hat es co- pirt, die Platte ist aber nur 7 Z. 4 L. breit.
- (B. 247. C. 244.) Die Landschaft mit den Palissaden, (aux
palissades) längs dem Wege, der rechts am Kanale hingeht, und nach den Häusern in der-Ferne führt. Gegen den Mittel- grund zu steht ein grosser Baum, der sich im Wasser spie- gelt und über die anderen emporragt. Neben diesem Baume ist eine grosse Hütte und links zurück ein grosser Heuscho- ber. In der Ferne bemerkt man das Dorf und zwei Wind- mühlen. Rechts oben steht 1650. H. 2 Z. 9 L., Br. 7 Z.
Dieses Blatt ist in Zeichnung zwar unvollendet, mit Tusch und Bi- ster vollendet. Es gehört zu den grossen Seltenheiten. (B. 248. C. 245.) Der mit Heu gefüllte Schober, im Mit- telgrunde neben dem Hause, vor dessen Thüre ein Zaun sich hinzieht. Weiter hin erblickt man vier hohe Bäume,
; Im Kanale ist eine Barke angebunden. H. 3 Z. 8 L., Br.
. Dieses Blatt macht keine grosse Wirkung, weil das Schei- dewasser wenig durchgegriffen hat. Der Grund ist unrein. Übrigens äusserst selten. / ;
(B. 249. C. 246.) Das Bauernhaus mit dem viereckigen Schornstein, effektvolle Landschaft, Im Vorgrunde ist ein Kanal, und rechts auf demselben ein Nachen mit einem Fi- scher. Hinter dem erwähnten Hause sieht man neben Bäu- men den Heuschober emporragen, im Grunde links bemerkt man ebenfalls ein Haus mit grossem Schober neben mehre- ren Bäumen, weiter zurück zwei Windmühlen und eine Kirche. H. 2 Z. 9 L., Br. 6 Z. 6 L. ;
\ Dieses Blatt ist von der grössten Seltenheit. Clairin zweifelt aber an der Echtheit, ' .
(B. 250. C. 247.) Das Haus mit drei schornsteinen von Holz
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Dieses seltene Blatt ist mit groben aber regelmässigen Strichen behandelt, es wird aber von den Kennern nicht als Werk Rembrandt's genommen. Auch Ch. Claussin spricht im Catalogue raisonné seinen Zweifel aus, im Supplement erkennt er aber die Originalität an. Er fand einen schönen Abdruck, wo oben in der linken Ecke der Anfang des Blät- terwerkes eines Baumes sich zeigt, so wie der untere Theil eines Daches. Wenn dieses in Exemplaren sich nicht fin- det, so sind sie nach Claussin Copie. Es gibt auch wirklich eine gute Copie nach diesem Blatte.
- (B. 251. C. 248.) Der Heuwagen (le chariot à foin), eine äußerst schöne und seltene Landschaft. Links ist ein Bauer, welcher Wasser aus dem Brunnen schöpft, seitwärts er- hebt sich ein Hügel, und vor diesem erblickt man zwei Baumstämme und den Karren mit Heu. Dieses im Ganzen
geringe Blatt ist im Grunde unrein, wenigstens in den frü- heren Abdrücken. H. 2 Z. 6 L., Br. 4 Z. 11 L.
(B. 252. C. 249.) Das Schloss mit acht Thürmen, (le châ- teau), in einer Landschaft mit Bergen im Grunde. Links ist ein hoher Baum. H. 2 Z. 11 L., Br. 3 Z. 9 L.
Dieses seltene Blatt findet Claussin zweifelhaft.
- (B. 253. C. 250.) Der Stier (le taureau), an einen großen Baumstamm gebunden. Im Grunde sind mehrere Bäume. Rechts unten: Rembrandt f. H. 2 Z. 9 L., Br. 3 Z. 11 L.
Äußerst seltenes Blatt.
(B. 254, C. 251.) Die Strasse durch das Dorf, (la rue de village) „ eine äusserst seltene Landschaft. Rechts sieht man zwei Häuser mit mehreren Stockwerken und spitzigen Gie- beln neben einander, und über eines derselben ragt ein kleiner runder Thurm empor, vor einem noch höheren Hau- se, als die genannten, links geht eine breite Strasse zwischen zwei Reihen von Häusern hindurch, und eine andere Strasse verliert sich perspektivisch im Hintergrunde. H. circa 3 Z., Br. 5 Z. 8 L. Die Höhe konnte weder Bartsch noch Claus- sin genau bestimmen, da der erstere nur das verschnittene Exemplar der kaiserlichen Bibliothek zu Wien, der andere nie einen Abdruck davon sah.
(B. 255. C. 252.) Die unvollendete Landschaft (le paysage non fini), ein äusserst schönes Blatt, welches den Ein- gang eines Dorfes von fünf Häusern vorstellt, von welchen aber nur das rechts stehende vollendet, die anderen blos umris- sen sind. Durch die Thür des vollendeten Hauses bemerkt man eine Figur, und nach rechts hin einen Zaun. Rechts oben steht 1650, und unten nach links hin ein Monogramm, in welchem die Chalkographen ein P erkennen wollen, worüber wir zum Eingang ausgesprochen haben. H. 3 Z 4 L., Br.
Die Copie von Basan ist ohne Monogramm., 364) (B. 255. C. 253.) Die Landschaft mit dem Canal, (le pay-
Ein Blatt im Oval, ein äusserst seltenes Blatt. Der breite Kanal nimmt die ganze Länge des Blattes ein, und verliert sich nach Hinzu im der Ferne. Am diesseitigen Ufer bemerkt man zwei Män-
ner, von welchen der eine mit der Angel fischt, und weiter nach Hinzu trägt ein Bauer zwei Milchkübel. Am entgegengesetz- ten Ufer ist eine Gruppe schöner Häuser, und bei dem gröss- ten bemerkt man eine Barke mit Segeln. Weiter hin sieht man noch andere Häuser zwischen Bäumen. H. 2 Z. 11 L., Br. 7 Z. 1 L.
X. Studien (Études) und Entwürfe (esquisses) und Entwürfe (griffonements).
(B. 365 C. 353.) Mehrere Entwürfe mit Rembrandt's Kopf. Letzterer fast en face, mit dem Hut bedeckt, ist rechts oben, und vollkommen bearbeitet. Dann sieht man einen alten Mann und ein altes Weib mit gekrümmtem Rücken, jedes einen Stock in der Hand. Ueber diesen beiden Figuren ist der Kopf einer Alten mit dem Schleier, und darunter ein umgekehrter Mannskopf. Dann ist noch einmal Rem- brandt vorgestellt, wie er die halbe Figur eines Greises zeich- net. H. 32 Z. 8 L., Br. 3 Z. 10 L. (Bei Aretin 2 f.).
Dieses Blatt gehört zu den vortrefflichen seiner Art. Bartsch 366 367) und Clamassin unterscheiden folgende Abdrücke: I. Die Platte ist grösser, 3 Z. 9 L. hoch, und 4 Z. 2 L. breit. Der Rand ist rauh und unregelmässig, der Grund unrein, und besonders über dem Kopfe Rembrandt's hinaus in der Mitte des Randes und in der oberen Ecke fleckig. Der Ausdruck des genannten Kopfes ist von be- wunderungswürdiger Schärfe und Lebendigkeit. Dics ist aber nach Clamassin vermuthlich nur ein einzelner Probe-
ruck. II. Die Platte ist polirt und zugeschnitten. Die guten Ab- drücke sind selten zu finden.
(B. 364 C. 354.) Das Studienblatt mit dem Holzschlag, dem Pferde etc. Der Schlag ist mit Mauerwerk eingefasst, links nach oben ist das Pferdestudium, und in der Ecke oben ein kleiner Profilkopf. Rechts ist ein anderer, unvollendeter Kopf. H. 4 Z., Br. 5 Z. 1 L.;
Dieses Blatt ist von äusserster Seltenheit. Das einzige Exemplar, welches Clamassin sah, ist auf japanisches Papier, und mit dem Plattenbart gedruckt.
(B. 365 C. 355.) Das Blatt mit sechs Köpfen, in deren Mitte jener der Frau des Meisters erscheint. Links oben ist der Kopf eines Türken mit dem Turban, rechts ein Frauenkopf auf die Hand gestützt, doch nur im Umrisse, und zwischen beiden ein anderer, welchem der Frau Rembrandt's gleicht. Unter diesen Köpfen ist ebenfalls ein Frauenkopf 368) mit niedergeschlagenen Augen, links ein solcher mit einem breitkrämpigen Hut und rechts einer ohne Kopfputz. Unten gegen die Mitte: Rembrandt f. 1636. H. 5 Z. 7 L., Br. 4 Z. Es gibt eine gegenseitige Copie.
(B. 366 C. 356.) Ein Blatt mit fünf Männerköpfen und der Büste eines Greises, letzterer fast vom Rücken gesehen, nur der Kopf im Profil und mit einer Pelzhaube bedeckt. Mit beiden Händen hält er den Stock. Links ist die kleine Büste eines unbärtigen Alten mit einer grossen Pelzmütze, und über diesem Kopfe ein anderer en face, welchen Rem-
Rembrandt van Ryn, Paul. 537
Brande, später mit dem Schabeisen weggenommen hat, Rechts ist ein Kopf im Profil mit Schnurrbart und viereckiger Haube, und darunter sieht man einen bärtigen Alten mit geöffnetem Munde. Gegen die Mitte oben ist das Mono- gramm Rv. verkehrt. H. 3 Z. 8 L., Br. 4 Z. 5 L. Von diesem äusserst seltenen Blatte gibt es zweierlei Ab- drücke: I. Mit dem Kopfe, der oben links von vorn zu sehen ist. II. Derselbe mit dem Schabeisen weggenommen, ohne alle Spuren zu verwischen.
(B. 367. C. 557.) Die drei Frauenköpfe, Der eine, mit der Hand vor dem Gesichte, ist mit einem Schleier bedeckt. Unter diesem, nach rechts, sieht man einen in Dreiviertel- ansicht, mit unvollendetem Kopfputz, und gegenüber ist der dritte im Umriss von der Seite genommen, H. 4 Z. 8 L., Br. 3 Z. 10 L. (Bei Aretin 3 fl.).
Bartsch und Claussin kennen von diesem schönen Blatte folgende Abdrücke:
I. Man sieht nur den oberen Kopf. Der Grund der Platte ist mit allerlei Strichen bedeckt. Sehr selten. II. Mit den drei Köpfen. Cumano hat dieses Blatt von der Gegenseite copirt.
(B. 368. C. 358.) Drei Frauenköpfe, worunter ein schlafen- der, höchst geistreich radirt. Der eine ist nach links oben, der einer schlafenden Frau, auf die rechte Hand gestützt; der zweite, neben ihr, ist mit einem Schleier bedeckt, und unter diesen beiden erscheint der dritte, dessen Schleier nur im Umrisse gezeichnet ist. Oben gegen die Mitte: Rem- brandt f. 1637. H. 4 Z. 11 L.; Br. 3 Z. 7 L.
Cumano und ein anderer haben dieses Blatt von der Gegen- seite copirt. (B. 369. C. 359.) Ein Blatt mit mehreren Entwürfen, zart und schr geistreich behandelt. Auf einer Seite sieht man einen alten Mann und ein altes Weib mit dem Stocke in der Hand, beide nach rechts gehend. Der untere Theil der Figuren ist unvollendet. Unter diesen Figuren ist der Kopf eines Greises mit grossem Barte und einer hohen Pelzmütze. Links des Blattes ist die Büste einer Alten mit rundem Hute, und die halbe Figur eines Weibes auf dem Bette liegend, wovon man aber nur das Kissen sieht. Unter dieser Darstellung ist ein Mannskopf im Umriss, und dreht man das Blatt, so zeigt sich links oben die Büste einer Alten mit einer Pelz- mütze. Weiter unten sieht man eine auf dem Bette schla- fende Frau im Umriss. Ohne Namen und Jahrzahl. H. 5 Z. 7 L., Br. 5 Z. 11 L.
(B. 370. C. 360.) Wenig vollendete Entwürfe und Rembrandt's Kopf darunter. Auf der einen Seite sieht man das Knie- stück eines Weibes im Profil, mit einem Kessel in beiden Händen. Das kleine Mädchen an ihrer Seite sieht man vom Rücken. Unter diesen Figuren steht: Rt. 1651. Wenn man das Blatt herumdreht, so zeigt sich in der Mitte ein Kopf, welcher jenem Rembrandt's ähnlich ist. Etwas höher nach links ist die Hälfte der Figur eines Alten, dessen Profilkopf mit einer Haube bedeckt ist. H. 4 Z. 11 L. auf 3 Z. 6 L. Dieses Blatt ist sehr leicht radirt, und in guten alten Abdrücken selten. Diese sind im Grunde und am Rande
- (B. 371 C. 361.) Studium eines Hundes, letzterer nach rechts
– geachtet, aber nur am Kopfe vollendet. H. 4 Z. 4 L., Br
Dieses Blatt ist äusserst selten.
- (B. 372 C. 362.) Studienblatt mit einem grossen Baume, an
; . dessen Fuss eine kleine Figur steht. Dreht man das Blatt, » so zeigt sich links ein Kopf, an welchem aber nur die Stirne, das Auge und die Haube vollendet sind. Das Übrige ‚ist alles unbestimmt, was aber Vandat sich zeigt, ist äusserst
zart und geschmackvoll. H. 2 Z. 1 L., Br. 2 Z. 375) (B. 573 C. 363.) Zwei Skizzen, die durch eine breite Linie getrennt sind. Rechts sieht man zwei Figuren im Um- riss, wovon die stärker ausgeführte mit einer Phlanzt Mütze bedeckt und bis an die Knie gesehen ist. Links sind einige ‚ kleine Striche, die irgend einen Körper zu bilden scheinen. f Der Rand ist sehr rauh. Dieses Blatt ist äusserst selten.
. H. 2 Z. 10 L., Br. 1 Z. 8 L. °° *
- (B. 374 C. 364) Drei Köpfe alter Männer, im Profil nach rechts, fast von gleichem Charakter. Am meisten ausgeführt ist jener links oben. Darunter ist nur ein leicht skizzierter Kopf, der in der Folge durch einen Zickzack ausgestrichen wurde. Rechts von diesem Kopfe ist ein ähnlicher, mit der Büste, die leicht angedeutet ist. H. 3 Z.
Dieses seltene Blatt gehört zu denjenigen, in welchen
' sich Rembrandt's Geist und Geschmack glänzend zeigt. Der Grund der Platte ist aber sehr unrein, der Rand rau, und die groben Linien unten haben noch die Spuren des
Bartes. 4 } Bg e ;
Chev. Claussin hat dieses Blatt copiert und viel Sorgfalt verwendet, woran man die Copie erkennen kann. (B. 375 C. 365.) Studium eines weiblichen Kopfes. Er er-
scheint rechts des Blattes ganz leicht radiert, mit einer ein- fachen Haube. Der Körper ist nach rechts gewendet. Der Grund ist unrein, der Rand rauh und unpolirt. M. 2 Z. 3 L., Br. 2 Z.
Dieses Blatt ist äusserst selten.
K Zweifelhafte Blätter und solche, die von anonymen Meistern im Geschmacke Rembrandt's behandelt wurden.
A. Historische Darstellungen und andere ernsthafte ; ' – Szenen:
- (B. 1 C. 6.) Abraham verstösst die Hagar; Der Patriarch steht en face in der Mitte des Blattes an der Hausthüre, un
_,*) Bartsch und Chev. Claussin sind in dieser Abtheilung nicht I einig, indem Letzterer Blätter als zweifelhaft erklärt, die ; Bartsch dem Rembrandt unbedingt zuschreibt. Wir haben bei diesem Verzeichnisse das Werk von Bartsch zu Grunde gelegt, und somit kommen einige der von Claussin bezweifelten
Blätter schon oben vor. Es sind deren mehrere: u. 2.) die VVerv
Rembrandt van Ryn, Paul. ihm zur Seite erscheint Hagar mit einem Bündel unter dem rechten Arme und einer Flasche an der Seite. Ismael sieht man vom Rücken mit dem Wanderstabe. Die Hälfte des Grundes zur Linken nimmt das Gebäude ein. Ohne Namen, H. 3 Z. 10 L., Br. 3 Z. 2 L.
- (B. I. p. 135. Nr. 77. C. Suppl. p. 135. Nr. 80.) Jakob und Esau, wie Letzterer jenem ein Gericht von Linsen das Recht der Erstgeburt verkauft. Esau sitzt links am Tische mit dem Bogen in der Rechten, und Jakob, vor dem Tische stehend, ist im Begriffe, den Deckel vom Topfe zu heben. Rechts im Grunde ist ein Hof vorgestellt, in welchem Re- becca die Hühner füttert, und noch weiter zurück kommt Isaak über eine Treppe. Links unten: Rembrandt f. H. 10 Z. 2 L., Br. 7 Z. 6 L.,
Dieses Blatt ist mit welcher Nadel radirt und geschmack- los. Man erklärt es als Arbeit von Rodermont:
Die ersten Abdrücke kommen von der rein geätzten Platte. Da ist Rebecca und die Stiege nur im Umrisse, und der Name Rembrandt fehlt.
- (B. 2. C. 27.) Boas und Ruth, Ersterer steht in Mitte des Blattes, und spricht mit einem Schnitter wegen der Aehren- Jeserin Ruth im Grunde links. H. 3 Z. 10 L., Br. 2 Z. 8 L.
Dies ist ein ausgezeichnetes und seltenes Blatt, 4) B. 3. C. 8.) David im Gebet, im reichen Mantel und mit einer Krone auf dem Haupte, dem Tische gegenüber knieend, auf welchem ein grosses Buch liegt. Im Grunde ist die
Harfe an die Mauer gelehnt, und links beim Armstuhle
brennt ein grosser Candelaber, dessen Flamme das ganze
Zimmer erleuchtet. H. 5 Z. 5 L., Br. 6 Z. 7 L.
Dieses Blatt galt lange für Rembrandt's Arbeit, womit es auch einige Ähnlichkeit hat, selbst in jenem der Schwarz- kunst eigenen Tone. In der Behandlung zeigt sich aber geringere Geschicklichkeit. Sehr selten.
das Opfer Gedeon's, der Moment, wo der Engel Feuer auf den Altar schickt. H. 7 Z. 9 L., Br. 6 Z.
Bartsch rubricirt dieses Blatt unter die Werke des F. Bol. Nro. 2., Regnault de la Lande möchte es aber dem Rem- brandt selbst beilegen. Catalogue de Cab. de feu M. de Sil- vestre. Nro. 47.
- (B. 4. C. 9.) Die Geburt Christi. Die heil. Jungfrau lüftet
die Decke des Kindes in der Wiege, um es den Hirten zu zeigen. Joseph steht hinter ihr, und im Vorgrunde zur Lin- ken kniet ein Hirt und eine Hirtin, der Grund, in dessen Mitte sich eine grosse Thüre zeigt, ist sehr schwarz. Die Beleuchtung geht vom Kinde aus. H. 53 Z. 9 L., Br. 2 Z. 8 L.;
Dieses seltene Blatt ist geistreich behandelt und von schö-
ner Wirkung.
- (B. 5. C. 10.) Die Anbetung der Hirten, in einem Stalle
auf die linke Hand gestützt, un
vorgestellt. Rechts sieht man ein hohes Thor, und nach links hin geht einer der Könige mit dem Opfergefässe. Die beiden anderen knieen vor dem auf dem Schoosse der Mutter ruhenden Kinde. Im Grunde sind mehrere Figuren, von welchen man rechts gegen die Mitte hin eine vom Rücken sieht. H. 9 Z. 10 L., Br. 7 Z. 8 L. ;
Dieses Blatt ist sehr hart in der Behandlung, aber sehr
selten. (B. 6. C. 11.) Die Ruhe in Aegypten. Joseph, den Kopf mit der rechten den Stock haltend, ist in Mitte des Blattes, und an seiner Seite Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse, beide auf einer Erhöhung unter Bäumen sitzend. An einem Aste hängt eine Laterne, welche das Ganze beleuchtet. Links vorn liegt der Esel und unten gegen die Mitte hin steht die Jahr- zahl 1642. H. 3 Z. 6 L., Br. 2 Z. 5 L. Dieses schöne und seltene Blatt ist im Geschmacke Rem-
brandt's behandelt.
(B. 7. C. 12.) Die Beschneidung. Der Priester, der die
Handlung vornimmt, steht links des Blattes, und rechts nach
obemerkt man eine Treppe, an deren Geländer man
Zuschauer sieht; Unten steht: J. P. Berendrech ex., und links: Rembrandt fecit. H. 7 Z. 10 L.; Br. 6 Z. 1 L.
Dieses Blatt ist fast nur im Umrisse radirt, aber nicht von Rembrandt, mit dessen Arbeiten es gar keine Aehnlichkeit hat. Gersaint legt es diesem Meister bei.
Die ersten Abdrücke haben Berendrech's Adresse nicht.
- (B. 8. C. 13.) Jesus Christus treibt die Verkäufer aus dem
Tempel. Er sieht, mit der Ruthe in der Linken, rechts nach der Mitte hin auf einer Stufe, und stösst mit der Rechten ei- nen Geldtisch um. Weiter hin nach rechts ist ein Weib in Schatten, welches mit beiden Händen einen Korb ergreift. Im Grunde sieht man den Eingang des Tempels. H. 7 Z
11 L., Br. 5 Z. 0 L.
Dieses seltene Blatt ist von schöner Wirkung, aber in der Behandlung hart,
- (B. 9. C. 14.) Die Ehebrecherin, figurenreiche Composition.
hristus ist rechts, und ein Jude hält in Mitte des Blattes
das Weib bei den Armen. Die Figur des Heilandes ist nur,
umrissen, der übrige Theil seiner Umgebung ganz unbe- stimmt. Dieses Blatt ist überhaupt wenig vollendet, und in der Manier Rembrandt's behandelt, aber von geringerem Werthe. H. 3 Z. 7 L., Br. 4 Z. 10 L. ;
(B. 10. C. 15.) Jesus Christus im Oelgarten, von einem blaß- lichten Lichtstrahle beleuchtet, der rechts herabkommt. Ein Engel unterstützt ihn, während die Jünger schlafen, und links die Soldaten herankommen. H. 4 Z. 6 L., Br. 6 Z.
8 L.; Dieses seltene Blatt ist in derselben Weise behandelt, wie
der betende David, die Zeichnung ist aber geschmacklos,
und die Schatten sind zu schwarz.
(B. 11. C. 16.) Ecce homo, Christus, in Dreiviertelansicht,
nach rechts gewendet, woher das Licht kommt. Hinter ihm sind zwei Juden, von denen ihm der eine das Rohr
(B. 12. C. 17.) Die Kreuzschleppung, eine reiche Composition, anscheinlich nach Rembrandt's Erfindung. Christus wird in Mitte des Blattes von zwei Henkern nach Golgatha geführt, und einer derselben stösst eine von den Frauen zurück, die der Herr zu trösten scheint. Im Grunde breitet sich am Fusse des Berges Jerusalem das aus, und rechts an der Stadtmauer steht: H. 10633. Dieses Blatt ist von einem neueren Künstler im Geschmacke Rembrandt's sehr schön behandelt, H. 4 Z. 1 L., Br. 5 Z. 9 L.
(B. 13. C. 18.) Der heil. Petrus vom Engel aus dem Gefäng- nisse befreit. Er kommt, als gebeugter Greis, zu einem grossen Thor heraus, und der Engel führt ihn an der lin- ken Hand. Diese Darstellung geht sehr ins Schwarze, da sie nur durch ein an der Mauer angebrachtes Licht beleuch- tet ist. Rechts unten bemerkt man ein Gekritzel, welches vermutlich das Zeichen des Urhebers enthält, neben der Jahrzahl 1652 (verkehrt). H. 4 Z. 6 L., Br. 3 Z. 7 L. Dieses Blatt ist sehr selten.
(B. 14. C. 19.) Der heil. Hieronymus, rechts des Blattes, einen Todtenkopf und einen Stock in den Händen haltend. Er trägt nur ein kleines Collet. Der Grund ist ganz weiss, H. 4 Z. 11 L., Br. 3 Z. 9 L.
(B. 15. C. 20.) St. Franz rechts des Blattes an einem Felsen sitzend, den Kopf auf die rechte Hand gelehnt, und daneben ein offenes Buch. H. 2 Z. 5 L., Br. 2 Z. 4 L. Dieses sehr seltene Blättchen ist leicht mit der trockenen Nadel behandelt, aber mit wenig Geschmack.
(B. 16. C. 21.) Der heil. Nicolaus, Almosen austheilend. Er steht links hinter einer Balustrade, und reicht den vor ihm versammelten Armen ihre Gabe. Rechts unten steht man: S. Nicola, H. 1 Z. 10 L., Br. 1 Z. 7 L.
Dieses Blatt ist kräftig radiert und mit viel Geist behandelt.
- (B. 17. C. 22.) Die protestantische Kirche, das durch Säulen gestützte Innere derselben, wo viele Personen bei der Cate- chese versammelt sind. Im Rande steht: Catechizatie over den Heidelbergschen Catechismus, door Joh. Beeltsnyder. — By Jacques Gourgue etc. inde beurs van Antwerpen.
Dieses Blatt, welches mit guter Verständniss des Helldun- kels bearbeitet ist, gehört in ein Buch mit folgendem Titel: Anathomie dat is ontleding der Christelyke Catechismi door Beeltsnyder, t' Amsterdam by J. Boursse 1654. H. 6 Z. 8 L. mit dem Rand, Br. 4 Z. 11 L. I. Ohne die beiden Stangen, welche das Dach des Predigt- stuhles unterstutzen. II. Mit denselben.
- (B. 20. C. 26.) Die Schlacht. Die Scene geht links vor, wo man einen Reiter vom Rücken sieht, der mit der Linken den Speer nach einem Fliehenden schleudert. Rechts vorn trägt ein Mann einen mit einer Feder gezierten Turban, und flieht mit Schrecken. H. 4 Z. 6 L., Br. 6 Z. 1 L.
Dieses Blatt ist mit Geist und Geschmack behandelt, aber sehr selten zu finden.
mit Schnurr- und Knebelbart, im Profil nach rechts, Um den Hals herum zeigt sich nur der Anfang eines Pelzrockes mit einigen Strichen. Der Grund ist weiss, H. 3 Z., Br. 2 Z.
(B. 42. C. 48.) Büste eines härtigen Alten, der Körper nach links, aber der spärlich mit Haaren besetzte Kopf nach rechts erichtet. Er trägt einen halb offenen Mantel, und der Grund ist bis auf einige Striche links oben weiss: Rechts nach un- ten: R. V. R., anscheinlich späterer Zusatz. H. 2 Z. 10
(B. 44. C. 50.) Kopf eines Mannes von vorn gesehen und mit einer Haube von Wolle bedeckt, die ihm über das lin- ke Ohr herabfällt. Der Körper ist nach links gerichtet. H. 27. 8L., Br. 2 Z. 1 L.
Dieses zart und geschmackvoll radirte Blatt erinnert nach Bartsch viel an B. Castiglione,
(B. 45. C. 51.) Büste eines Mannes in Dreiviertelansicht nach links, mit einer Mütze, die mit einem Streifen um- wickelt ist. Er hält ein Buch in den Händen, wovon man nur die Linke sieht. Der Grund ist schattirt, bis auf einen kleinen Fleck links gegen oben, wo die Buchstaben: Foi oder Fa stehen. Dieses Blatt ist nur leicht skizzirt. H. 2 Z. 5L., Br. 2 Z. 3L.
(B. 46. C. 52.) Kopf eines bärtigen Alten, dessen linkes Ohr durch die Haare sichtbar wird. Er ist von vorn zu sehen, und mit einer runden Mütze bedeckt. Dieses schöne Blatt ist selten und sehr geschätzt. H. 2 Z. 5 L., Br. 1 Z. 8 L.
(B. 47. C. 53.) Büste eines Alten mit kahlem Kopfe, im Pro- fil nach rechts. Er ist in einen mit Pelz verbrämten und mit einer Schnalle geschlossenen Mantel gekleidet. Der Grund ist mit doppelter Strichlage bedeckt, nur nicht rechts gegen die Nase hin. Dieses Blatt ist sehr leicht behandelt, und nicht kräftig im Drucke. H. 2 Z. 2 L., Br 1 Z. 10 L,
(B. 48. C. 54.) Büste eines Mannes mit dicken krausen Haaren und scharfem Blicke. Der Körper ist theilweise nur skizzirt und mit einem Mantel bedeckt, der am Hals- kragen offen ist. Der Grund ist weiss, bis auf einige Schraf- firungen links in der Höhe des Gesichtes. Dieses Blatt ist in einer trocknen Weise behandelt, H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z. 1 L. (B. 49. C. 55.) Kopf eines Alten mit kurzem Barte, en face, nur etwas nach rechts gerichtet. Der Rücken ist links nur mit einem Striche angedeutet, der Grund ist ganz hell. Sehr leicht radirt und sehr selten zu finden. H. 1Z. 11L., Br. 1 Z. 7L. I. Mehr nur als Skizze zu betrachten, II.) Kopf besser überarbeitet, und von grösserer Wirk- ung. (B. 50. SC. 56.) Büste eines bärtigen Alten, in einiger Hin- sicht dem Kopfe des Sokrates ähnlich, nur dass der Kopf mit einem Käppchen bedeckt ist, welches aber die hohe und breite Stirne sehen lässt. Der Kopf ist stark beschattet, fast en face, nur der Körper etwas nach rechts gerichtet, und in einen Rock mit Ueberschlag bekleidet. Der Grund ist weiss. H. 1 Z. 11 L., Br. 1 Z. 6 L,
anderer Churlatan, welcher Rattengift verkauft, mit einem langen Stocke in der Linken, auf welchem er einen Weiden- zweig mit einer Ratte trägt. H. 4 Z. 8 L., Br. 7 Z. 4 L.
Dieses sehr seltene Blatt zeigt trefflich charakterisirte Fi- guren, und einen Geschmack und eine Leichtigkeit der Be- handlung, welche zu bewundern ist. Einige halten es für ein Werk von C. A. Renesse.
- (B. 10. C. 25.) Der Charlatan auf seiner vor Ruinen errich- teten Bühne von Männern, Weibern und Kindern umgeben, die auf das hören, was er vom Blatte in seinen Händen liest. Unter dem Knaben, der neben dem vom Rücken ge- sebenen Bauer steht, liest man: Rem. H. 2 Z. 8 L., Br. 3 Z. 1 L.
Dieses sehr schöne Blatt ist ganz im Geiste Rembrandt's gezeichnet und radirt.
(B. 22. C. 28.) Der Leierspieler und sein Weib vor der Thüre eines Hauses, an welcher zwei Männer zu sehen sind. Rechts nach dem Grunde zu sind mehrere andere Figuren, aber nur unbestimmt hingezeichnet. Diese Darstellung ist überhaupt nur leicht hingeworfen, aber doch nicht ohne Wirkung. H. 2 Z., Br. 1 Z. 6 L.
(B. 23. C. 20.) Das stehende alte Weib und der sitzende Mann, erstere rechts von vorn gesehen, mit einem Schleier auf dem Kopfe, links der Mann den Rücken kehrend. H. 1 Z. 6 L., Br. 1 Z. 1 L.
Dieses Blättchen ist schlecht geätzt, und im ersten Ab- drucke sind mehrere Stellen, wo das Scheidewasser nicht durchgegriffen hat.
Später wurde die Platte mit dem Grabstichel retouchirt, und diese Abdrücke machen einen guten Eindruck.
- (B. 24. C. 30.) Der stehende Bauer, im Profil mit einer hohen Pelzmütze auf dem Kopfe und ein Jagdmesser an der Seite. Mit der Rechten hält er den Stock. Unten steht: Rembrandt f. 1638. H. 6 Z. 53 L., Br. 2 Z. mit dem Rand.
Dieses Blatt ist leicht, aber geistreich behandelt.
- (B. 28. C. 34.) Der Federschneider, ein alter Mann mit star- kem weissen Barte, und Brillen auf der Nase, einem Ti- sche gegenüber, auf welchem ein grosses offenes Buch liegt. Auf einem anderen Buche ist der Tintenbecher. Links an der Mauer sieht man zwei Manuscripte und eine Flasche. H. 6 Z. 3 L., Br. 4 L. 10 L.
Dieses Blatt ist sehr gut behandelt, und in zweierlei Ab- drücke vorhanden. Die späteren sind kleiner, weil die Platte beschnitten wurde.
(B. 20. C. 35.) Der schreibende Schüler. Er sitzt, nach rechts gegrüchtet, auf einem Steine links an der Mauer, und in der Ferne sind einige Häuser. H. 4 Z. 8 L., Br. 2 Z. 11 L. Dieses Blatt ist sehr selten.
(B. 38. C. 44.) Ein im Sessel sitzender Greis mit grossem Barte, und einer Haube auf dem Kopfe. Er hält mit einer Hand das auf seinen nach rechts gerichteten Knieen liegende offene Buch, die andere bewegt er gegen den Bart. H. 3 Z. 3 L., Br. 2 Z. 8 L.
Von diesem Blatte scheint es zweierlei Abdrücke zu ge- hen. 73. L.
l
Rembrandt van Rijn, Paul. S. 547
ben. Die Alten haben einen schmutzigen, unregelmäßigen Rand, und dann zeigt sich rechts auf der Brust ein Fle- cken, der einem Kleeblatt ähnlich ist. N
Ein schlafender Greis mit den Schlüsseln auf dem Schooss (St. Petrus?), nach rechts gerichtet. Geistvoll radirt, doch mehr in Livens Manier. 3 Z. 14 L., Br. 2 Z. 7 L.
(B. 30.) Halbe Figur eines jungen Mannes, der blosse Kopf in drei Viertelansicht und der Körper nach rechts gerichtet, mit einem Mantel über die linke Schulter, der einen Rock mit Knöpfen sichtbar lässt. Der Grund ist in der Mitte mit mehreren Kreuzstrichen, der Rand mit einfachen Li- nien bedeckt, mit Ausnahme der rechten Seite. H. 3 Z. 7 L., Br. 2 Z. 4 L. |
(B. 52. C. 58.) Die Frau vor dem Fenster, oder einem stei- nernen Bogen sitzend, im Profil nach rechts. Sie hat einen kleinen Schleier auf dem Kopfe und das Mäntelchen ist mit Pelz verbrämt. Links unten steht: 1654 (verkehrt). Schön radirt. H. 5 Z. 90 L., Br. 4 Z. 4 L.
(B. 53. C. 50) Die Amme, halbe Figur eines jungen Wei- bes von vorn gesehen, mit zerstreuten Haaren, eine Perl- schnur um den Hals, und mit offenem Gewande, durch wel- ches die Brust sichtbar wird. Der Grund ist mit kleinen Strichen bedeckt. H. 2 Z. 7 L., Br. 2 Z. 3 L.
Halbe Figur eines Greises, die beiden Händen auf den Stock gestützt, gr. 8. Nicht in Bartsch, von Brulliot im Aretin'schen Catalog erwähnt, so wie das folgende Blatt, I. Nro. 3617 und 3618.
Die kleine Figur eines Soldaten, in drei Viertelansicht nach links. Im Grunde rechts ist eine ähnliche Figur. Sehr leicht radirt, Oval 12.
D. Landschaften und Thiere.
(B. 54. C. 60.) Landschaft mit einer kleinen männlichen Fi- gür in Mitte des Vorgrundes, die mit dem Stocke in der
linken nach links geht, wo man am Flusse einige Häuser bemerkt. Gegen den Mittelgrund zu sind mehrere andere Häuser, rechts vorn bemerkt man eine Baumgruppe und der Hintergrund ist eine Bergreihe mit einem Thurme auf dem
höchsten Punkte. Diese Landschaft ist sehr mager behan- delt und ohne Effekt. H 5 Z. 7 L., Br. 6 Z. 7 L.
(B. 55. C. 61.) Landschaft mit einem Dorfe, neben und un- ter welchem sich viele Bäume erheben. Am Fusse dessen, der über alle andern emporragt, scheinen mehrere Fi- guren um einen Tisch zu sitzen. Rechts vorn sitzt ein Mann, und ein anderer steht, mit der Angel im Kanale fi- schend, |
Dieses Blatt erinnert im Manierwerk an Rembrandt's Land- schaften. H. 3 Z., Br. 6 Z. 8 L. |
j. 74) (B. 56. C. 62.) Landschaft mit einer Fontaine links des
Blattes, und einem runden Tempel unter Bäumen gegen die
Mitte hin. Rechts sind mehrere Ruinen, die sich bis an den Rand der Platte erheben. Dieses Blatt ist sehr weich behandelt, aber ohne Geist. H. 3 Z. 9 L., Br. 6 Z.
(B. 57. C. 63.) Landschaft mit einem Haufen Heu rechts vorn und zwei kleine Figuren daneben, wovon die eine mit der
(B. 58. C. 64.) Eine sehr kleine Landschaft mit einer Brücke im Vorgrunde, über welche ein Mann geht. In der Ecke links sieht man zwei Baumstämme, von welchen der eine bis an den oberen Rand reicht, und in der Ferne zeigt sich ein Segelschiff, so wie eine Windmühle. H. 0 L., Br. 3 Z.).
Ein Mann und ein Weib am Fusse eines Baumes ruhend. Im Grunde rechts zeigt sich eine Stadt. Dieses Blatt und das folgende nennt Brulliot im Aretin'schen Cataluge, 1. Nro. 3619 und 3620.
Landschaft mit einem Weibe, welches mit dem Kinde in den Armen zwischen zwei Männern steht. Der eine zur Lin- ken sitzt auf dem Steine, der zur Rechten liegt auf dem Boden. Im Grunde bemerkt man eine Kuh im Profil, gr. qu. 8.
(B. 50. C. 65.) Drei Dromedare von zwei Orientalen nach rechts hin getrieben. Links oben steht: Dromedares, Rem- brandt fecit. Amsterdam, 1633. Dieses Blatt ist frei und geistreich radirt, im Geschmacke von Rembrandt's Jagden. H 6 Z., Br. 8 Z. 4 L.
(B. 60. C. 60.) Der Kopf eines Bockes mit dem Halse, links des Blattes. In der Ferne nach rechts sind zwei kleine Figuren vom Rücken zu sehen, wovon die eine den Stock über der Achsel trägt. Der Grund erscheint weiss. Dieses Blatt ist selten H. 2 Z. 7 L., Br. 4 Z.
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