Reinhard, Sophia

Reinhard, Sophia, Malerin, wurde um zu Karlsruhe geboren, und daselbst war es der Galleriedirektor Becker, welcher sie zur Künstlerin heranbildete. Anfangs copirte sie unter Leitung dieses Meisters einige Hauptwerke der Malerei , bald aber fing sie auch an, in eigener Composition ihr reiches Talent zu üben. Im Jahre 1810 begab sich die Künstlerin durch die Schweiz nach Italien , um die Kunstschätze, Sitten und Gebräuche jenes Landes kennen zu lernen; auch Oesterreich und Ungarn bereiste sie, und heimgekehrt in das Vaterland, breitete sie einen grossen Schatz von Erfahrungen aus. Sophia Reinhard ist eine vielseitig gebildete Künstlerin , deren Werke als Schöpfungen eines zarten, tiefen Gemüthes betrachtet werden müssen. In allen ihren Bildern ist Sinn und Gefühl, Einfachheit und Natur. Mehrere ihrer Gemälde wurden desswegen öffentlich gerühmt, und der wahre Kenner wird nie ihren Werth vermissen. Es sind diese heilige Darstellungen, historische Bilder, besonders aus der badischen Geschichte, Landschaften und Szenen aus dem Gebiete der Romantik und des Lebens. Besonders glücklich bewegt sie sich im Kreise zarter Weiblichkeit. Von ihren öffentlich gerühmten Bildern nennen wir Maria, Johannes, die hl. Cäcilia, die sie zu wiederholtem Male malte, einmal für den Grossherzog von Baden; den Tod des Tasso im Kloster St.

Bernhard, Stephan Andre, Medailleur von Goslar , war Schüler von Ch. Wermuth, und ein zu seiner Zeit sehr geachteter Künstler. Er stand im Dienste des Herzogs von Braunschweig. Auf seinen um 1704 — 10 gefertigten Werken stehen die Buchstaben S, R., oder R. allein.

Reinhard, könnte auch einer der folgenden Künstler geschrieben werden, so wie obige Reinhardt.

Reinhardt, Sebastian Carl Chl'll. Landschaftsmaler von Ortenburg in Bayern, genoss seine Jugendbildung auf dem Carolo- um zu Braunschweig, entschied aber in der Folge für die Malerei, worin ihn der Gallerie-Inspektor Busch zu Salzdahlum unter- richtete. Später begab sich der Künstler nach Hamburg, dann nach Berlin, wo er einige Zeit verweilte und zum Mitgliede der Akademie ernannt wurde, endlich aber liess er sich zu Hirschberg in Schlesien nieder, wo der Künstler 1827 im 80. Jahre starb. Reinhardt hinterliess zahlreiche Werke, sowohl Zeichnungen als Bilder in Oel. Es sind diese Landschaften und Ansichten, beson- ders aus dem Riesengebirge und der dortigen Gegend. Man rühmt in diesen Gemälden die glückliche Wahl des Standpunktes, und die sorgfältige Behandlung. Im Colorite sollen nicht alle seine Bilder gleiches Verdienst haben, indem manchmal ein graulicher Ton vorherrscht.

Zingg stach nach ihm 12 der schönsten Ansichten in Potsdam, und D. Berger begann den Stich mehrerer Ansichten des Riesenge- birges, die in aberglischer Manier colorirt wurden. Diese Blätter sollten eine malerische Reise durch Schlesien bilden. Später schrieb Dr. Salfeld deutschen und französischen Text dazu.

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