Reichberger, Franz

Reichberger, Franz, Landschaftsmaler und Radirer, wurde 1771 zu Wien geboren, und daselbst von F. Brand in der Kunst unter- richtet, gleichzeitig mit Martin von Molitor, mit welchem Rech- berger auch in der Folge gleiche Studien theilte. Er malte Land- schaften, zeichnete solche nach der Natur, und radirte eine ziem- lich grosse Anzahl von landschaftlichen Blättern, die zu den vor- trefflichen ihrer Art gezählt werden müssen. Reichberger war auch Vorsteher und Ordner der berühmten gräflich Fries'schen Kupferstich- Sammlung in Wien, später aber wurde er Direktor der Kupfer- stich-Sammlung des Erzherzog Karl von Oesterreich. Diejenigen, welche ihn Friedrich Rechberger nennen, scheinen ihn mit Frie-

drich Rehberg zu verwechseln. Diess ist theilweise auch im Cata-

log der Sammlung des Grafen Reiff die der Fall, wo es heisst, Franz' Rechberger sei von Hannover gebürtig und Oeser's Schüler. Im Reiff'schen Cataloge sind einige Blätter dieses Künstlers verzeich- net, Auf einigen derselben steht der volle Name, auf anderen ein Monogramm oder die Initialen F.R. Gabet radirte 1791 nach seinen Zeichnungen eine Folge von sechs kleinen netten Land- schaften, unter dem Titel: Suite des paysages d'apres les dessins de Rechberger, qu. 8. Das Werk Rechberger's beläuft sich unsers Wissens auf 81 Blätter mit den Varietäten.

  1. Landschaft im Geschmacke Everdingen's. F.R. 1791, qu. fol.

  2. Der grosse Eichbaum. F. Reichberger 1797, fol.

  3. Die Mühle am Kanale zwischen Baumgruppen, im Hinter- grund: Felsen. F. R. 1791. Sehr kräftig radirt und geätzt, qu. fol.

  4. Waldspitze oder Ausgang des Waldes, wo ein Mann vorbei- geht, rechts Wasser. Reichberger fec, 1790, kl. fol.

  5. Felsige Gegend von der Höhe genommen, mit weiter Ferne, Oben bezeichnet: Reichberger 1798, kl. fol.

  6. Fels arthie, rechts ein Fussweg nach der Höhe. Ebenso bezeichnet, aber mit der Jahrzahl 1798, kl. fol.

7 — 10) Vier Landschaften mit hohen Felsen der Steiermärker Gegend, und Waldparthien mit Figuren, F. Reichberger 1802, qu. fol. Es gibt neue Abdrücke, die in geringerem Werthe stehen. .

11 — 14) Vier schöne Landschaften, mit F. R. bezeichnet, kl. qu. fol. a) Der steile Felsen. b) Der Mann auf der hölzernen Brücke. c) Die Kühe an der Pfütze. d) Der Mann im Schifflein.

19 — 22) Vier schöne Landschaften, bezeichnet: F. Rechberger a) Der Hirte mit vier Ziegen am Fusse eines Felsens. b) Die Gruppe von vier Bäumen auf dem Hügel. c) Der alte Weidenbaum. d) Der am Fusse zweier grossen Bäume sitzende Mann.

23 — 25) Drei Landschaften, mit F.R. 1801 oder F. Rechberger f. bezeichnet, qu. Fol. a) Der vom Hügel herabkommende Mann. b) Der über den Weg hereinhängende grosse Felsen. c) Der Mann, welcher einen Balken trägt.

26 — 28) Drei schöne Landschaften: Rechberger f. bezeichnet, qu. Fol. Es gibt Abdrücke auf röthlichem Papier, a) Der Mann mit dem Stocke auf der rechten Achsel. b) Die Kuhheerde hinter dem Hügel. c) Die Ziegen an der Wasserleitung.

29 — 40) Eine Folge von 12 Landschaften, meist mit Felsen, mit Dedication Rechberger's an M. v. Molitor, 6 Blätter in 12, die anderen in 8.

41 — 52) Eine Folge von 12 Blättern nach Zeichnungen von Dietrich aus der Sammlung des Herzogs Albert von Sachsen - Teschen. Das erste Blatt, welches den Titel bildet, ist 7 Z. 1 L. hoch, 10 Z. 3 L. breit.

a) Die Heerde. b) Die Hütte und die drei Fichtenbäume. c) Die zwei Ochsen auf dem Hügel. d) Die Kapelle. e) Die Küche auf dem Felde, f) Der kleine Fluss, g) Die Eremitage, h) Der Bauer auf dem Wege, i) Die Ruinen. k) Die hölzerne Brücke, l) Der Windstoss. m) Die drei Ochsen und der Hirte.

53 — 64) Eine Folge von 12 anderen Blättern nach Zeichnungen von Dietrich, malerische Landschaften und Waldansichten,

65 — 76) Eine Folge von 12 Blättern mit verschiedenen An- sichten von Gegenden in Sachsen, von Dieterich in den Jah- ren 1751, 55, 56 und 57 gezeichnet, qu. 8.

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