Rehle, Johann

Rehle, Johann, Maler und Formschneider , wurde 1814 zu Neu- bürg an der Donau geboren; und in München zum Künstler herangebildet, wo er auch bereits seinen Ruf begründet hat. Er ist Mitglied eines vom Hofrath von Dessauer und dem Maler C. Braun organisirten Institutes, zum Behufe der Formschneide- kunst, und diese Anstalt liefert xylographische Arbeiten, die an Reinheit und Meisterschaft des Schnittes mit den vortrefflichsten Produkten dieser Art wetteifern, Braun und Rehle begaben sich 1858 nach Paris , um unter Breviere in dieser Technik sich auszu- bilden, was ihnen bei ihrer tüchtigen Kunstbildung in kurzer Zeit vollkommen gelang. Beweise liefert neben anderen die Prachtaus- gabe des Nielsengrabes mit Illustrationen nach Schnorr's Com- positionen, welche Strähuber auf die Holzplatten gezeichnet hat. Diese Stöcke wurden von Braun und Rehle und unter ihrer Leitung geschnitten. Diese herrliche Ausgabe wurde erst in neuester Zeit durch die Cotta'sche Buchhandlung besorgt. Ein anderes Werk mit Holzschnitten aus der Anstalt von Dessauer und Braun ist das Buch der Nachfolge Christi von Gürres, übersetzt, wozu Strähuber ebenfalls die Zeichnungen gefertigt hat. Dann beabsichtigen diese Künstler auch die Herausgabe von Heften mit eigenen Compo- sitionen. Im Jahre 1830 erschien das erste Heft, worin sich nicht nur ein originelles Talent im Erfinden, sondern auch bereits eine Meisterschaft des Schnittes kund gibt, die für jede Aufgabe das Höchste erwarten lässt. Siehe auch C. Braun in den Supplementen oder in einer allenfallsigen zweiten Auflage der ersten Bände dieses

allgemeinen Künstler - Lexicons.

Rehlen starb zu München 1831.

Bchlmgör, Melchior, Formschneider von Augsburg, wird von Papillon (T. 136) erwähnt, aber nicht ohne Verdacht einer willkührlichen Einschaltung. Papillon legt ihm die Holzschnitte des Augsburger Geschlechterbuches bei, welches 1550 Paul Hector Mair herausgab, unter dem Titel: Patricium Stirpium Augustanarum — insignia, 124 Blätter mit den Rittern zu Pferde; P. von Stetten behauptet, Melchior Kriegstein (Caesaropirenus) habe die Stöcke geschnitten, was er vielleicht aus Urkunden erschouen hat. Papillon scheint auch wirklich seinen Formschneider nur aus den Namen zweier Patricier-Familien, der Rehlinger und der Welser, zusammengesetzt zu haben.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_mYbrAAAAMAAJ