Reggiani, Padre Antonio, Maler von Forli, lebte um 1680 — 1753. Zani nennt ihn mittelmässig, und somit kann er nicht jener Reggiani des Rossetti seyn, welcher nach der Behauptung dieses Schriftstellers bei den Olivetanern zu Padua treffliche Perspektiven gemalt hat. Reggiano wird nach Zani auch ein Antonio Cugini genannt.
Reggiano, s. den obigen Artikel. Reggiano kann auch einer der folgenden Künstler genannt werden.
Buonincontro da, Goldschmied von Reggio, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts lebte, und auch als Kupfer- stecher von hohem Interesse ist. Tiraboschi ist der erste, welcher von einem Blatte dieses Künstlers spricht (Bibliotheca Moden. VI. 521), Zani nennt es ebenfalls, Bartsch und Ottley kennen es nicht, Cicognara (Mem. de la Calcographie p. 94) gibt aber eine genaue Beschreibung davon, und Zanetti (Cabinet Cicognara Nr. 189) thut ein Gleiches. Dieses Blatt ist mit dem Hammer punktirt (Opus mallei), wie Giulio Campagnola Einiges gefertiget hat;
Buonincontro's Arbeit hat aber das Eigenthümliche, dass anstatt der schwarzen Schatten punktirte Lichttheile erscheinen. Wenn daher der gewöhnliche Effekt erzielt werden sollte, so müsste man weiss auf schwarzes Papier drucken. Dann fehlen auch die Umrisse der Theile, welche beschattet seyn sollen, was indessen weniger anstossend ist, als jene Eigenheit. Die Platte, von welcher der Abdruck gemacht wurde, ist von Messing, und scheint nie zum Drucke bestimmt gewesen zu seyn. Sie war mehrere Jahrhunderte in einem Kloster zum Cultusbild aufbewahrt. Erst zu Anfang unseres Jahrhunderts wurde diese Platte hervorgezogen, bei welcher Gelegenheit sie der Abbate Bianconi erhielt. Zu jener Zeit hat man auch einige Abdrücke gemacht, wovon einer in das Cabinet Cicognara
kam.
Dieses Blatt stellt die Verkündigung Mariä vor. Der Engel mit Flügeln, eine Aureole um das Haupt, und eine Lilie in der Rechten, kniet rechts, und hält eine Bandrolle in der Linken, worauf folgende Worte (verkehrt) stehen: AVE GRATIA PLENA.
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