Rawlinson, Thomas

Rawlinson, Thomas, Medailleur zu London , wurde um 1610 ge- boren, und zum Goldschmied bestimmt, als welcher er ebenfalls Vorzügliches leistete. Uebrigens schnitt er in Edelmetalle und in Metall , vornehmlich Wappen und Bildnisse, welche ihm so wohl gelangen, dass die englischen Grossen sich beeilten, solche zu erwerben. König Karl I. ernannte ihn 1648 zum ersten Medailleur des Reiches, und Karl II. bestätigte den Künstler in gleicher Würde. Ein vollständiges Verzeichnis seiner Werke scheint es nicht zu geben, einige nennt aber Walpole, Anecdotes etc. II, 257, und Bartsch, Sketches, zur Kunstgeschichte etc. S. 234. Das Jahr vor seiner Anstellung fertigte er eine Denkmünze auf die Action von Kinton-field, und im Jahre 1649 eine Medaille mit dem Bildnisse Karls I., mit der Legende: In utrumque paratus. Unter der Büste des Königs steht der Buchstabe R. Ein länglich rundes Stück zeigt das Portrait der Königin Henriette Maria, der Gemahlin Karls I. Eine grosse, mit dem Monogramm TR. bezeich- nete Medaille , hat die Inschrift: Guliel. Parkhurst Fecit, auro, cus- tos Camb. et monet. totius Angliae 1623. Oxon, 1644. Diese Me- daille wurde auch in Silber ausgeprägt, doch sind die Stücke in diesem Metalle sehr selten. Von Gold findet man ein ovales Stück, welches das Bildnis Karls II., und im Revers ein Schiff vorstellt. Von zwei späteren Medaillen stellt die eine das Portrait des Baronet Robert Bulles von Scampton, die andere jenes seiner Gemahlin

Rawlins, J. s. den obigen Artikel. — S. vora. Unter der Schulter des Baronet liest man: T. Rawlins f, 1665. Andere Werke von seiner Hand dürften unbemerkt seyn, und so kann man ihm solche nur muthmaßlich beilegen, wie eine Medaille mit dem Bildnisse des Erzbischofs Laud von 1644. Darnach schnitt er auch die Stempel zu den großen Geldstücken (Crowns bis gegen 1670, wo der Künstler starb. Ob sich ein Bildniß von ihm finde, wissen wir nicht; jenes seiner Gattin ist aber gestochen. Aus der Inschrift desselben ersehen wir zugleich auch, dass Raw- lins erster Siegelschneider der beiden genannten Könige gewesen ist. Man liest da: Dorothea Narbona uxor D. Thomae Rawlins supremi sculptoris sigilli Carol. I. et Carol. II. D. G. magn. Brit, Franc. et Hiber. regum. In Fleckno's Works, publish. 1653 ist ein Gedicht von Rawlins abgedruckt, wo die Aufschrift die weitere Kunstfertigkeit des Künstlers bestätiget. Es heißt da: A poem on that excellent cymelist of sculptor in Gold and precious stones etc, Th. Rawlins. Dass er in Gold- und Edelsteinen gearbeitet, haben wir schon oben angegeben. Über zwei dramatische Werke des Künstlers s. Walpole, Anecdotes of Painting. II. p. 257. Rawlins, T., Kupferstecher, dessen H. Bromley (Catalogue of en- graved british portraits, London 1705) erwähnt. Er legt ihm ein Bildniß des Richard Stack, Rector in Allhallows bei, oder deutet wenigstens die auf diesem Folio blatte stehenden Buchstaben TR. auf T. Rawlins. Strutt spricht von einem J. Rawlins, der um 1760 mehrere Bildnisse und Büchertitel gestochen hat. Ob hier von einem und demselben Künstler die Rede sei, wissen wir nicht. Rawski, Casimir, Maler von Rawa in Gallizien, wurde 1709, geboren. Er malte Bildnisse u. a. Raxis, Pedro de, Maler von Granada, blühte gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Er soll sich in Italien gebildet haben, wenig- stens lassen die in den Kirchen der erwähnten Stadt vorhandenen Gemälde auf das Studium der Werke italienischer Kunst schliessen. Es sind diese historische Bilder und Grottesken. Er hatte auch zwei Brüder, die Maler waren, aber ihm nicht gleichkamen. Rayinger, Steinmetz, der um 1492 in Wien arbeitete. Er war ein geschickter Bildhauer. Raymond, Jean, Kupferstecher, um 1695 zu Paris geboren, daselbst auch zum Künstler herangebildet. Er arbeitete mit dem Grabstichel; seine Blätter sind aber nicht zahlreich. Sie gehören indessen zu den besten damaliger Zeit. Starb um 1766.

  1. Der Leichnam Christi von Engeln angebetet, nach T. Zu- ccaro's Gemälde in der Cathedrale zu Rheims für das Cabinet Crozat gestochen, Fol.

  2. Die heilige Jungfrau in einer Landschaft unter der Palme sitzend, nach Rafael's Bild der Gallerie Orleans, jetzt in England. Für das Cabinet Crozat gestochen, gr. Fol.

  3. Das Innere eines Grabes, worin ein Soldat statt des Schatzes ein Skelett findet, nach Houasse, Fol.

Bajano, Kupferstecher, dessen von Besnard im Cabinet Paignon-Dijonval erwähnt wird, und der wohl mit Obigem nicht Eine Person ist. Da wird ihm folgendes Blatt beigelegt:

  1. Der Raub der Proserpina, nach J. Courtin (gest. 1752). Fol.

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