Ravesteyn oder Ravensteyn, Jan van, Bildnissmaler, wurde (nach van Gool irrig ) im Haag geboren, und vielleicht nicht unter glänzenden Verhältnissen herangebildet, weil die Kunstgeschichte nicht einmal seinen Meister nennt. Er gelangte indessen zum Rufe eines vorzüglichen Portraitmalers, der alle seine Vorgänger übertraf, und von seinen Nachfolgern nur A. van Dyck und van der Helst nicht erreichte. Auf dem Schiesshause (Schutters Doele) im Haag sind drei grosse Bilder, Offiziere und Schützen vorstellend, die er 1646—18 ausführte, bewunderte Werke, sowie ein anderes grosses Gemälde auf dem Rathhause daselbst, in welchem er die vornehmsten Magistratsmit- glieder darstellte. Dann malte Ravesteyn auch zahlreiche andere Bilder in Lebensgrösse, deren selbst in den ausgezeichnetsten Gallerien aufbewahrt werden. Sie sind kräftig, voll Leben und Wahrheit, trefflich modellirt, in der Auffassung nicht selten von Rubens'scher Tüchtigkeit. Seine Färbung ist klar und harmonisch, Alles fleissig und verständig behandelt. Ravesteyn starb . Nach Anderen soll er erst 1660 gestorben seyn. W. van Delfft und J. Houbracken (jeder für sich) stachen das Bildniss des Rechts- gelehrten Rombouts van Hogerbeets, Th. Matham jenes des Bur-
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