Rauchmüller, Mathias

Rauchmüller, Mathias, Bildhauer aus Tirol, blühte in der zwei- ten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Er arbeitete einige Zeit in Wien, anfangs nur als Gehilfe der Gebrüder Strudel bei der Ausführung der Dreifaltigkeitssäule. Dann fertigte er einige kleinere Bildwerke in Stein und Elfenbein , die ausserordentlich schön befunden wur- den. In der fürstlich Lichtenstein'schen Gallerie zu Wien ist ein Sabinerrauch von Elfenbein, mit der Jährzahl 1670, ein Werk aus sei- ner früheren Zeit, aber dennoch bedeutend. Rauchmüller erhielt in Wien den Titel eines k. k. Hofbildhauers, verliess aber zuletzt doch diese Stadt, um in Prag sein weiteres Glück zu versuchen. Hier

wurde nach seinem Modelle die Statue des heil. Johannes an der Prager Brücke gegossen. Auch in Breslau war dieser Kunst- ler, wohn, der Kirche der heil. Magdalena das Monument eines Herrn von Artzats sein Werk ist. Die Figuren dieses Denkmals sollen die Künstler begierig abgeformt haben. Gegenüber ist das Monument eines Hr. v. Pastaluzi), ebenfalls von Rauchmüller ge- fertiget. Im Dome zu Mainz bestand sich von ihm ein Crucifix von

meisterhaftem Gliederbau. Am Rhein ist noch immer sein Ruf als Künstler begründet. Im besonderen Ansehen stand er beim Chur- fürsten von der Pfalz , welcher mehrere Elfenbeinarbeiten von Rauch- müller besass. Dann ist er auch als Zeichner zu rühmen. Im Winkler'schen Cabinet war von ihm eine figurenreiche Composition: Christus un- ter der Last des Kreuzes fallend, mit der Feder und in Tusch ausgeführt, gr. fol. Diese Zeichnung war in letzterer Zeit in der seit 1839 zerstreuten Sammlung des Gallerie-Direktors J. C. Speng- ler in Copenhagen. Sandrart stach nach ihm den Tod der Sopho- nisba und Cleopatra. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt. Im Jahre 1693 war er noch thätig. Es soll auch ein Zeichner und Kupferstecher Johann Jacob Müller gelebt haben, wenn nicht unser Künstler Joh. Mathias ge- heißen hat. Rauchmüller, Johann, s. den obigen Artikel. Zacharias, J., Zeichner und Radierer, ist nach seinen Lebe- bensverhältnissen unbekannt. Im Cataloge des B. v. Aretin wird ihm folgendes Blatt beigelegt:

  1. Ein Reitergefecht. Ein Reiter, rechts im Galopp, zielt mit einer Pistole auf einen andern, der mit einem Infanteristen kämpft. J. Zacharias Rauch in. et fecit, kl. fol. Rauffer, N., Bildhauer zu Karlsruhe, ein jetzt lebender Künstler, schwang sich vom einfachen Hirtenjungen auf eine bedeutende Höhe, zu welcher nur ein entschiedenes Talent gelangt. Dieses er- regte die Aufmerksamkeit des Großherzogs von Baden, durch des- sen Unterstützung der Künstler 1820 in den Stand gesetzt wurde, in Rom seine Studien zu vollenden. Im Jahre 1821 bildete er da- selbst eine kleine sitzende Psyche in Marmor, ein liebliches Bild; noch größeren Beifall fand aber 1823 eine Madonna mit dem Kinde, welche er für den Münster in Freiburg in Marmor aus- führte. Dieses Werk ist im einfachen, edlen Style, und mit Ge- schmack behandelt. Auf diese Werke folgten verschiedene andere, die ein rasches Fortschreiten auf seiner Bahn beurkunden, und das Streben, Eigenthümliches zu geben. Darunter sind ausser den Statuen auch Basreliefs und Büsten. Von letzteren erregte jene sei- nes Großherzogs schon früh große Erwartungen. Er fertigte auch die Statue des Großherzogs Ludwig von Baden in Sandstein. Eines seiner neuesten uns bekannten Werke ist eine drei Fuß hohe sitze Psyche in carrarischem Marmor, wie sie neugierig die ver- hängte Büchse öffnet, deren Dampf sie in den Todesschlum- mer setzt. Rauffer, Franz Carl von, Zeichner und Maler, wurde 1727 zu Regensburg geboren, und in den Wissenschaften herangebildet. Er wurde zuletzt Cabinets-Sekretär des Churfürsten Maximilian II. von Bayern, welcher ihm auch auftrug, schöne Vorschriften für die Schulen seines Landes zu verfertigen, welche, von Rauffer selbst in Kupfer gestochen, den Grund zur Schönschreibekunst in Bayern legten. Rauffer war hierin für seine Zeit ein wahrer Künstler, wie die von ihm geschriebenen Statuten des hohen St. Georgi - Ritter- Ordens und eine Handschrift der Psalmen David's, die er für die Churfürstin Maria Anna fertigte, beweisen. Diese Manuskripte sind auch mit Federzeichnungen von ihm geziert. Dann malte Rauffer

(mit dem Monogramm des Künstlers, gr. 5

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