Rauch Carl, Zeichner und Kupferstecher

Rauch Carl, Zeichner und Kupferstecher , geb zu Darmstadt 1804, erhielt bei seinem Bruder Ernst den ersten Unterricht in der Kunst, und so wie Moller auf die jüngeren Künstler Darmstadt's überhaupt höchst vortheilhaft wirkte, so ist diess namentlich auch mit Carl Rauch der Fall. Moller vertraute ihm schon auf seinem ersten künstlerischen Ausfluge die Aufnahme der St. Paulskirche zu Worms und des Münsters zu Freiburg im Breisgau an. Dann führte Rauch ebenfalls die Zeichnungen zum Stiche beider Kirchen für Mol- ler's Denkmale deutscher Baukunst aus, und später hatte der jün- gere Rauch selbst für dieses Werk gestochen, so wie für die Ori- ginalansichten deutscher Städte, deren wir im Artikel seines Bru- ders Ernst erwähnt haben. Seine architektonischen Zeichnungen und Stiche tragen alle das Gepräge der höchsten Strenge und Be- stimmtheit, welche diese Kunst erfordert.

Seit drei Jahren hält sich Rauch in London auf, um unter den Meistern der neuern Architekturstecherei, namentlich unter H. F. Le Keux seine Technik zu vervollkommnen. Die Gesellschaft der brittischen Architekten hat ihm durch die Aufnahme als deren Ehrenmitglied den Beweis hoher Achtung zu erkennen gegeben. Von seinen grösseren Stichen verdienen besondere Erwähnung:

  1. Das Hauptportal des Münsters zu Freiburg, gezeichnet und gestochen für Moller's Denkmale d. Baukunst.

  2. Der Dom zu Regensburg , für die Originalansichten deut- scher Städte.

  3. Der Dom zu Cöln , für dasselbe Werk.

  4. Ansicht der Kirche Marienstiegen in Wien, für dasselbe Werk

  5. Innere Perspektive der Alhambra, für ein neues Werk von Owen Jones,

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